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May 20 2011

Freie-Software-Wahlprüfsteine in Bremen: CDU – Zero Points

Nach den Befragungen in anderen (Bundes-)Ländern, veröffentlichte heute die Free Software Foundation Europe (FSFE) die Ergebnisse ihrer Parteienumfrage zu Freier Software für die Bürgerschaftswahl in Bremen. Am meisten hat mich die Ahnungslosigkeit der FDP zu Offenen Standards erschreckt. Weiterhin verstehe ich nicht, dass die Bremer SPD und FDP Verlinkungen der Verwaltung auf proprietäre Software akzeptabel finden. Da müssen wir wohl die Parteien in Zukunft besser informieren. Beim Thema Software-Patente ist dies besser gelungen: Die Parteien äußern sich klar gegen Software-Patente.

Kritisch zusammengefasst: Die FDP betont zwar den Kostenaspekt Freier Software, verkennt jedoch deren politische Bedeutung. Die Bremer Grünen enttäuschen mit schwammigen Aussagen, die im Kontrast zu ausgearbeiteten Antworten der anderen Landesverbände stehen. Genauso die Position der Piratenpartei; sie fällt zwar positiv für Freie Software aus, ist aber im Vergleich zu anderen Landesverbänden weniger konkret. Die Linke hat starke Positionen zu Freier Software, konkrete Maßnahmen werden jedoch nicht genannt und scheinen noch entwickelt zu werden.

Die Bremer SPD scheint sich nur oberflächlich mit Freier Software auseinandergesetzt zu haben, jedoch bemühte sich der Bremer Landesverband, die Wahl-Fragen direkt zu beantworten, während es bei den anderen Landtagswahlen nur eine allgemeine Antwort gab.

Ganz schwach ist wieder die CDU. Nachdem die anderen Landesverbände bereits nur indirekt undunkonkret auf die FSFE-Wahlprüfsteine eingegangen waren, blieben die Fragen in Bremen, wie schon in Rheinland-Pfalz, unbeantwortet. Damit ignoriert die Bremer CDU weiterhin die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potentiale Freier Software.

Offene Standards Offene Standards werden thematisch von der SPD noch mit Freier Software vermischt und die FDP ist sich unsicher, ob Offene Standards wichtig für die Verwaltung sind und will die Definition Offener Standards den “Fachleuten” überlassen.

Werbung für unfreie Software durch die Verwaltung Die Bremer FDP bezweifelt, ob es sich bei der Verlinkung von unfreier Software auf den Webseiten der öffentlichen Verwaltung um Werbung handelt. Die SPD ist der Ansicht, dass eine solche Verlinkung auf unfreie Software gerechtfertigt ist, wenn das Programm eine weite Verbreitung hat. Damit sind die Positionen schwächer als z.B. bei den Antworten der Parteien in Rheinland-Pfalz.

Software-Patente Positiv sticht die Position der Parteien zu dem Problem derSoftware-Patente hervor. Hier herrscht Konsens: FDP, Grüne, Linke und Piratenpartei sprechen sich klar dagegen aus. Nur die SPD ist bei dem Thema etwas zaghaft und spricht nur von einer Reform des Urheberrechts. (Meinen sie damit den Ansatz des BIKT?)

Wer selbst Fragen zu Freier Software an Kandidatinnen und Abgeordnete hat, kann dies beispielsweise über abgeordnetenwatch.de oder direkt bei einem persönlichen Termin machen.

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May 17 2011

Offene Praktikumsstellen zu Freier Software

Wir haben bei der Free Software Foundation Europe noch eine Praktikumsstelle offen, die gut zum Interesse von Netzpolitik-Leserinnen passen würde. Beginn des Praktikums wäre ab Anfang bis Mitte September für die Dauer von 4 bis 12 Monaten.

Das Tätigkeitsfeld ist weit gefächert: neben Kampagnenplanung und Durchführung, Wahlbefragungen in Europa, Analysen rund um Freie Software und Offene Standards, Pressearbeit und Veranstaltungsplanung ist das in Deutschland z.B. die Vorbereitung und Teilnahme von Gesprächen mit Politikern und Ministerien oder die Weiterverfolgung der Rückmigration des Auswärtigen Amts. Ausführliche Informationen findet ihr auf der Praktikumsseite.

Außerdem sucht auch KDE e.V., mit dem wir uns ein Büro teilen, nach neuen Praktikannten. Infos dazu findet ihr in diesem PDF.

Wir freuen uns auf Eure schnelle Bewerbung.

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May 16 2011

Was ist eigentlich Bitcoin?

Bitcoin gibt es schon seit 2009. ‘Damals’ hat Satoshi Nakamoto das peer-2-peer-Bezahlsystem ins Leben gerufen. Und die Idee dazu auch noch viel älter. In den letzten Tagen ist das Interesse an Bitcoin sehr stark gestiegen: Jason Calacanis zum Beispiel bezeichnet Bitcoin gestern als das gefährlichste Open-Source-Projekt aller Zeiten.

Aber was ist Bitcoin überhaupt?

Stellen wir uns eine Mischung aus DRM, public-/private-key-Verschlüsselung und einem peer-to-peer-Netzwerk mit verteilter Datenbank vor. Die Münzen dieser elektronischen Währung werden aus digitalen Signaturen generiert – und zwar in einem seeehr langsamen Prozess. Die Gesamtmenge an verfügbaren bitcoins ist per Definition limitiert auf 21Millionen, wobei diese Zahl erst in sehr vielen Jahren erreicht werden wird. Bei Wikipedia findet sich das folgende Rechenbeispiel:

Neue Bitcoins berechnen sich durch die Formel (6 * 50 Bitcoins/Stunde) * (eigene CPU-Geschwindigkeit / Summe der totalen CPU-Geschwindigkeit des Netzwerkes), womit die Generierung von 50 Bitcoins auf einem handelsüblichen Computer ca. 1 Jahr dauern würde. Demnach lohnt sich Generierung im großen Stil nur mit GPUs oder größeren Computernetzwerken, welche allerdings aufgrund des Strompreises (noch) in keinem Verhältnis zum Marktwert der Bitcoins stehen.

Um die Gültigkeit zu prüfen und das doppelte Ausgeben einer Münze zu verhindern, braucht man dann natürlich noch eine Kontrollinstanz. Üblicherweise wird im DRM-Bereich dazu eine zentrale Stelle geschaffen. Bei Bitcoin übernimmt diese Aufgabe ein peer-to-peer-System, das alle Transaktionen erfasst, und dadurch sehr schnell zu komplex wird (bzw. werden soll), um sinnvoll von einem Angreifer manipuliert werden zu können – so soll Falschgeld unmöglich werden. Gleichzeitig soll die Speicherung der Transaktionen – wegen der vollständigen Anonymität der Nutzer, und weil die Transaktionen auf nicht näher beschriebene Weise

Gleichzeitig ist das System, das nur auf anonymen Hashes basiert, absolut anonym für alle Teilnehmer – so lange sie Bitcoins nicht in echtes Geld tauschen. Hier wird auch die Attraktivität von bitcoins offensichtlich. Gegenüber Diensten wie Paypal bietet Bitcoin

  • keine Zensur-, Sperr-, oder Kontrollmöglichkeit
  • gebührenfreie weltweite Transaktionen
  • vollständige Anonymität (wie Bargeld)
  • eine Spekulationsmöglichkeit bzw. Aussicht auf Zinsen: Der Bitcoin-Wechselkurs in “etablierte” Währungen bestimmt sich an Wechselbörsen. Inzwischen ist dort der Wert einer bitcoin von wenigen cent auf 6-8$ gestiegen.

Zusammengefasst verbindet Bitcoin also die Vorteile von Bargeld und Konten/Überweisungen.

Weder Staaten, noch Banken haben natürlich besonders großes Interesse daran, dass ein solches System sich durchsetzt. Entscheidend wird dafür aber sein, dass bitcoins konvertibel werden, bzw. bleiben. Dann wäre eine mangelnde Stabilität auch nicht so entscheidend, da man einfach immer zeitnah wechseln, und bitcoins nur für den Transfer nutzen könnte. Der wichtigste Punkt aber ist, dass bitcoin hält, was das System verspricht – sonst würde die Bezeichnung “gefährlichstes Open-Source-Projekt” eine ganz andere Bedeutung bekommen. Nach der Aufmerksamkeit, die dem Projekt in den letzten Tagen geschenkt wurde, werden das jetzt mit Sicherheit ein paar kluge Köpfe prüfen.

Viele rechnen nun damit, dass sich als bevorzugtes Zahlungsmittel für illegale Geschäfte ausweiten, und “verboten” wird. Das ist gar nicht so unwahrscheinlich, wenn man sich überlegt, was ein System wie bitcoin zum Beispiel für Geldwäsche-Gesetze und Einkommens- und Kapitalertragssteuern bedeutet. Paypals AGBs zum Beispiel schließen Währungswechsel ohnehin aus (klar, weil sie selbst am Währungswechsel bei internationalen Transaktionen verdienen). Bitcoin wirklich zu verbieten wird so leicht aber nicht zu machen sein, denn WENN zutrifft, was von bitcoin behauptet wird, ist das mehr oder weniger unmöglich –  wie soll nachgewiesen werden, dass mein Nachbar mir meine Bitcoins eingetauscht hat? Der hat doch gar keinen Account!

Entscheidend für die Durchsetzung des Projektes wird dann ausschließlich seine Akzeptanz sein. Bisher hatten alle mir bekannten alternativen Währungssysteme in dieser Hinsicht nur mäßigen Erfolg. Aber das, was bitcoin verspricht, klingt echt … sehr interessant.

Ein langes Interview mit Gavin Andresen und Amir Taaki gibt es bei ThisWeekIn Startups.

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May 13 2011

The Future of Security and Open Standards on the Internet

Am 26. Mai redet Vint Cerf, “Chief Internet Evangelist” von Google in Berlin bei der der Konrad-Adenauer-Stiftung bei einer Veranstaltung über “The Future of Security and Open Standards on the Internet”, die zusammen mit Google Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung organisiert wird.

Bei der globalen Organisation des Internets bedingen und unterstützen sich Offenheit und Sicherheit wechselseitig. Seit seiner Entstehung basiert der Erfolg des Internets auf der Offenheit der Daten-Kommunikations-Standards, die von den Pionieren des Internets gewählt wurden. Dr. Vint Cerf wird über eine zeitgemäße Weiterentwicklung der globalen Netzinfrastruktur und drohende Gefahren für Offenheit und Sicherheit sprechen und mit Ihnen diskutieren.

Beginn ist 18:15 Uhr und man soll sich vorher anmelden.

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May 11 2011

Bundesregierung: Unwissenheit oder Angriff auf Freie Software?

Im Fall der Abkehr des Auswärtigen Amtes von Freier Software verwickelt sich die Bundesregierung in Widersprüche. Die Reaktion der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

Viele der Antworten zeigen, dass die Bundesregierung entweder wichitge Aspekte Freier Software nicht verstanden hat, oder dass die Regierung hier bewußt Freie Software im Allgemeinen und Freie Software-Unternehmen attackiert.

So bestreitet die Regierung, dass die Entwicklungen im Auswärtigen Amt eine “Abkehr von der bisherigen ausschließlich auf quelloffener Software basierenden IT-Strategie” darstellen. Gleichzeitig bestätigt sie jedoch, dass die Behörde auf Microsoft Windows 7 und Office 2010 migieren wird.

Die Antwort verbreitet alte Mythen wie z.B., dass Freie Software schlechter benutzbar sei, höhere Hardware-Kosten verursache und es an Gewährleistung mangelt.

Daneben wirft die Antwort der Regierung neue Fragen auf. So erwähnt die Regierung, dass 4,3 Millionen Euro für eine “quelloffene Bundesdistribution” ausgegeben wurde, die offenbar nie fertig gestellt wurde. Wer fragt sich hier nicht was mit diesem Projekt passiert ist, und wofür die Regierung das Geld eigentlich ausgegeben hat?

Mithelfen In der Antwort stecken viele falsche und verwirrende Aussagen drin, dass wir eure Mithilfe bei der Analyse benötigen. Fügt eure Kommentare auf der öffentlichen Plattform zur Kommentierung der Fragen ein. Bei vielen Antworten werden Freier Software Probleme angelastet, die auf Managementfehler zurückzuführen sind.

Hier schon mal ein paar erste Kommentare, den Rest füge ich ins Etherpad ein:

Support / Gewährleistung für Freie Software (Frage 21): Freie-Software-Lizenzen stellen zunächst klar, dass der Autor der Software keine Gewährleistung für die Software gibt. Dies ist der Fall, da der Autor nicht zwingend der Dienstleister ist.

Wenn ein Dienstleister mit der Erstellung von Software beauftragt und dafür bezahlt wird, dann gilt grundsätzlich die normale werkvertragliche Gewährleistung, egal ob Freie oder proprietäre Software eingesetzt wird.

Wenn man Freie Software kostenlos herunterlädt und benutzt, dann bekommt man auch keine Gewährleistung. Im deutschen Recht gelten die Gewährleistungs- und Haftungsregelungen wie bei anderen unentgeltlichen Verträgen (Schenkung, Leihe etc.).

Jedoch kann jeder Dienstleister für jede Software unter einer Freien-Software-Lizenz Gewährleistung anbieten. Dies geschieht im Service-Level-Agreement (SLA), in dem z.B. festgelegt wird, für was genau eine Gewährleistung gegeben wird, innerhalb welcher Zeit Fehler behoben werden, zu welchen Kosten etc. Diese Gewährleistungen lassen sich im Allgemeinen sehr genau auf die Bedürfnisse des Kunden anpassen und gehen nicht selten über das hinaus, was Dienstleister für proprietäre Produkte vieler Hersteller gewährleisten können, bzw. was die Hersteller proprietärer Produkte selbst gewährleisten. Das Auswärtige Amt hätte auf Dienleistungen von z.B. Redhat Enterprise Linux oder Suse Linux Enterprise Server zurückgreifen können.

Benutzbarkeit Freier Software: In Antwort 16 wird so getan, als ob Benutzbarkeitsprobleme bei Freier Software nicht behoben werden könnten und als ob Freie Software generell weniger benutzerfreundlich ist als unfreie Software. Die Benutzbarkeit einer Software hat nichts damit zu tun ob sie Freie Software oder unfreie Software ist. Es gibt schlecht bedienbare freie als auch unfreie Software. Das zeigt die aufgeführte Groupware (X-manage) die im Auswärtigen Amt verwendet wird. Diese ist aber unfreie Software und nicht wie die Antwort suggeriert Freie Software.

Anmerkung: Der Autor ist Deutschlandkoordinator der Free Software Foundation Europe.

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April 15 2011

Die zweite “Kleine” zur Rückmigration im Auswärtigen Amt

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat diese Woche im Bundestag eine kleine Anfrage zur Rückmigration des Auswärtigen Amts auf Microsoft Windows XP gestellt (PDF). Die Grünen bemängeln, dass die Haltung der Bundesregierung zum Einsatz Freier Software weiterhin unklar ist.

In den 39 Fragen geht es unter anderem um die Freie-Software-Strategie der Bundesregierung; die Verbreitung Offene Standards; Software-Monopole und Herstellerabhängigkeit; Fragen der IT-Sicherheit; und die Rolle des Innenministeriums, des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Open-Source-Kompetenzzentrum des Bundesverwaltungsamtes (CCOSS).

Nachdem die Bundesregierung auf die kleine Anfrage der SPD in ihrer Antwort keine klaren Aussagen gemacht hat, fragen die Grünen konkret nach:

  • seit wann der Bundesregierung die Rückmigration bekannt war (hier wird auf die geleakten Dokumente von netzpolitik verwiesen),
  • warum das Auswärtige Amt gegen die Empfehlungen der selbst in Auftrag gegebenen Studien handelt (das hatte ich in einem Interview mit der TAZ “Eine Studie nach der anderen” bemängelt)
  • Welche Anstregungen unternommen wurden um die genannten Interoperabilitätsprobleme zu beheben,
  • warum es diese Interoperabilitätsprobleme gab, obwohl die Bundesverwaltung nach dem IT-Rats-Beschluss Nr. 11/2008 Open Document Format-Dokumente (ODF) empfangen, bearbeiten und zurückschicken können müssen,
  • was getan wurde, um die Mitarbeiter besser bei der Migration einzubinden
  • wie hoch die erwarteten und später die tatsächlichen Kosten waren
  • wie das Auswärtige Amt es schafft, dass wie die Bundesregierung schrieb, bei der Rückmigration keinerlei Kosten auftreten werden

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hatte bereits in der Vergangenheit gefordert, den Prozess transparenter zu machen (siehe dazu Dradio-Wissen-Interview mit Bernhard Reiter) und begrüßt daher die kleine Anfrage der Grünen, wie damals auch die Anfrage der SPD.

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March 30 2011

Offene Standards: Singapur, München, Tagesschau und der Rest der Welt

Am heutigen Document Freedom Day feiern Menschen in weltweit über 37 Städten Offene Standards. Das reicht von Workshops über Vorträge und Auszeichnugen bis hin zu ganztägigen Veranstaltungen. Den europäischen DFD-Preis erhiehlt heute Morgen die Stadt München für ihr Projekt LiMux, bei dem auf Offene Standards und Freie Software gesetzt wird. Im Laufe des Tages werden noch mehr Veranstaltungen stattfinden.

DFD: Wir schlafen noch und Singapur feiert schon

In Deutschland wurde Tagesschau.de, die Internetplattform der ARD, für den Einsatz Offener Standards ausgezeichnet. Die Auszeichnung verliehen die Free Software Foundation Europe (FSFE) und der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (FFII) dafür, dass die angebotenen Sendungen zusätzlich im offenen Videoformat "Ogg Theora" verfügbar sind. In Berlin überreichten FSFE und FFII eine Urkunde sowie eine Torte mit der Aufschrift "rOgg On!" an Sven Bruns, Leiter der Technik von tagesschau.de und den ehemaligen technischen Leiter Willem Froehling. In Hamburg nahm die stellvertretende Redaktionsleiterin von tagesschau.de Sabine Klein die DFD-Torte für die Redaktion entgegen.

DFD in Berlin

Preisverleihung im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin mit Sven Bruns, Leiter der tagesschau.de Technik

Was ist Ogg-Theora? Ogg Theora ist ein offenes Videoformat, das, im Gegensatz zu patentierten Videoformaten, jeder Software-Hersteller einfach und ohne Lizenzpflicht unterstützen darf. So ist es auch für die Software-Nutzer möglich, ohne die Abhängigkeit von einem Hersteller auf den unterschiedlichsten Geräten Ogg Theora abzuspielen.

Wie spiele ich Ogg-Theora ab? Ogg Theora wird von allen Abspielprogrammen in gängigen GNU/Linux-Distributionen unterstützt. Durch den VLC-Player können Ogg-Dateien auch unter Microsoft Windows und Apples Mac OS X abgespielt werden. Des Weiteren unterstützen viele moderne Webbrowser das Format direkt.

Was bietet tagesschau.de? Auf tagesschau.de gibt es alle regulären Video-Beiträge als Ogg Theora. Auf tagesschau24 wird das Video mit dem neuen Web-Standard HTML5 direkt eingebunden. An anderen Stellen muss noch manuell auf "Download der Videodatei" und dann Format "Mittel (Ogg)" geklickt werden.

DFD in Hamburg

Tortenübergabe in Hamburg an die stellvertretende Redaktionsleiterin Sabine Klein und Webmaster

Wie gehts weiter? Was jetzt noch fehlt sind freie Formate für die anderen Multimediainhalte: insbesondere die Mediathek und Live-Streams sowie Ogg-Theora- oder WebM-Videos der besseren Qualitätsstufen. Zusammen mit Stephan Uhlmann (FFII) habe ich den Preis heute im Hauptstadtstudio überreicht. Bei den Gesprächen wurde klar: hinter der Einführung von Ogg-Theora steht ein großes persönliches Engagement. Damit tageschau.de so weitermachen kann, hilft es, wenn ihr den heutige DFD zum Anlass nehmt und eine kurze Motivations-E-Mail an tagesschau.de schickt.

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March 25 2011

“Computer sind Teufelszeug” – Antworten auf Wahlprüfsteine zu Freier Software

Heute veröffentlichte die Free Software Foundation Europe (FSFE) die Ergebnisse ihrer Parteienumfrage zu Freier Software für die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. (Und ja, das Zitat aus dem Betreff kommt wirklich in den Antworten vor!)

Die Parteien konnten Stellung nehmen zu Fragen über die generelle Förderung von Freier Software, dem Problem der Herstellerabhängigkeit bei unfreier Software, Offenen Standards, dem Einsatz von Freier Software in der Bildung, Werbung für unfreie Software auf Webseiten der öffentlichen Verwaltung sowie zu Softwarepatenten.

Die FSFE wird die Fragen auch an die Parteien der kommenden Landtagswahlen in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin richten.

Wer selbst Fragen zu Freier Software (oder natürlich auch anderen Themen) an Kandidatinnen und Abgeordnete hat, kann dies beispielsweise über abgeordnetenwatch.de oder direkt bei einem persönlichen Termin machen.

Update: Frank Karlitschek hat die Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg zu Cloud-Computing befragt. Geantwortet haben bisher: Ulrich Goll (FDP), Winfried Kretschmann (GRÜNE), Nils Schmid (SPD) und Stefan Urbat (Piratenpartei). Stefan Mappus (CDU) hat noch nicht geantwortet.

Wahlprüfsteine kommender Wahlen:

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March 18 2011

Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Position der Parteien zu Freier Software

Anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die Free Software Foundation Europe (FSFE) die Freien-Software-Positionen der Parteien erfragt. Die bisherigen Antworten der CDU, der FDP, der Grünen, der Linken und der Piraten sind nun veröffentlicht. Die Wahlprüfsteine beinhalten Fragen zur generellen Förderung von Freier Software; dem Problem der Herstellerabhängigkeit bei unfreier Software; Offenen Standards; Freie Software in der Bildung; Werbung für unfreie Software auf Webseiten der öffentlichen Verwaltung sowie zu Software-Patenten.

Die FSFE wird diese für die anderen Landtagswahlen in Deutschland wiederholen. In der kommenden Woche werden die Ergebnisse für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg veröffentlicht.

Ich möchte alle Leser ermutigen, selbst ihre KandidatInnen zu Freier Software und anderen Themen zu befragen, z.B. über abgeordnetenwatch.de oder direkt bei einem persönlichen Termin mit den Kandidaten. Auf den FSFE Seiten zur Bundestagswahl 2009 gibt es Tipps für Fragesteller und Beispiele für Fragen sowie die Antworten.

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