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September 01 2011

Wikileaks: Datengau durch Verpeilung

Wie sind die US-Botschaftsdepeschen an die Öffentlichkeit geleakt? Die Realität ist nochmal viel bizarrer als die Verschwörungstheorien zum Thema.

Vergangene Woche berichtete der Freitag, dass man eine Datei mit den Depeschen im Netz finden könnte, die zwar verschlüsselt ist, aber das Passwort wäre irgendwo publiziert. Daraufhin suchten und rätselten viele, wo man die Datei denn finden könnte. Heute Nacht gab es die Auflösung.

Julian Assange hatte seinerzeit die Depeschen auf den Wikileaks-Server in einem versteckten Unterordner gepackt, damit der Guardian diese herunterladen und bearbeiten konnte. Das Passwort dafür wurde dem Guardian auf einen Zettel geschrieben, laut Guardian sollte das Passwort aber nur wenige Stunden halten und die Datei da auch nicht für immer draufliegen. Assange hat die Datei aber auf dem Server vergessen, zusammen mit den vielen Wikileaks-Solidaritäts-Mirrors wurde die Datei großräumig verteilt und der Guardian-Journalist hat das Passwort in seinem Wikileaks-Buch publiziert. Eine Verkettung unglücklicher Zufälle.

Das ist nun alles aufgeklärt und um die ganze Sache noch skurriler zu machen, geht Wikileaks jetzt gegen den Guardian-Journalisten (und eine Person in Deutschland vor, mir ist gerade unklar, ob damit der Freitag-Journalist oder Daniel Domscheit-Berg gemeint ist) mit einem Anwalt vor und lässt gleichzeitig auf Twitter abstimmen, ob sie jetzt die ganzen Depeschen ohne Quellenschutz veröffentlichen sollen, die eh schon zuviele Menschen und Behörden haben dürften.

Ein klassischer Fall von Datengau durch Verpeilung.

Christian Stöcker hat bei Spiegel-Online das “Depeschen-Desaster in sechs Akten” beschrieben.

August 29 2011

Leck bei Wikileaks bestätigt

Am Donnerstag habe ich ja schon mal über den Artikel im Freitag geschrieben, in dem Steffen Kraft berichtet, dass alle Wikileaks-Cables frei im Netz verfügbar sind – und das zum Entschlüsseln notwendige Passwort auch.

Wikileaks reagierte mit einer Riesenwelle an neu veröffentlichten Cables – wohl um Schadensbegrenzung bemüht – und der Behauptung, der Bericht des Freitag sei falsch – und außerdem habe wohl Daniel Domscheit-Berg dem Freitag die Dateien gegeben. Das konnte der Freitag natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Man bat Markus und mich um eine unabhängige Bestätigung und bot an, uns unter Verschwiegenheitsverpflichtung einen Beweis zu liefern.

Aus verschiedenen Gründen war das jedoch nicht mehr notwendig, denn auch der Spiegel bestätigt nun, im Besitz der Dateien zu sein, und verrät sogar mehr über deren Herkunft, als vielleicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

Mit Bradley Manning im Knast, den Cables dort draußen, also mit Sicherheit auch schon in den Händen diverser Geheimdienste kann man von einem ziemlichen Desaster für das Vertrauen in Leaking-Plattformen generell sprechen – quasi ein Cablegate^2.

August 25 2011

PATRIOT-Act-Request an Wikileaks’ Domain-Registrar

Als die US-Regierung ausgerechnet von Twitter Nutzerdaten und Informationen über Wikileaks-nahe Persoenen verlangte, drängte sich ja schon der Verdacht auf, dass es sich um einen Serienbrief handelte: Es wurden Zahlungsinformationen verlangt. Von Twitter.

Wie Wikileaks gestern bekannt gab, wurde an den Anbieter Dynadot, über den die Domain wikileaks.org registriert wurde, am 4. Januar 2011 ein so gut wie wortgleicher Brief (Vergleich: Twitter, Dynadot) verfasst. Zur Rechtfertigung bezog sich das Gericht laut Wikileaks auf das US-Anti-Terrorgesetz PATRIOT Act.

Wikileaks ist nicht bekannt, ob und welche Informationen Dynadot herausgegeben hat. Ebenso darf über eine Dunkelziffer spekuliert werden, welche Anbieter wohl noch solche Briefe bekommen haben.

Leck bei Wikileaks?

Es bleibt spannend: Der Freitag berichtet heute von einer im Internet kursierenden Datei, die unredigierte und unveröffentlichte Cables enthalte, und spekuliert, es könnte sogar der vollständige Wikileaks-Cablegate-Datensatz sein.

Die Datei mit dem Namen „cables.csv“ ist 1,73 Gigabyte groß und enthält schon veröffentlichte Botschaftsdepeschen sowie zahlreiche unveröffentlichte Berichte, unter anderem über Gespräche von US-Botschaftsmitarbeitern mit namentlich oder anderweitig identifizierbaren „Informanten“ sowie „mutmaßlichen Geheimdienstmitarbeitern“, etwa aus Israel, Jordanien, dem Iran und Afghanistan.

Julian Assange ist wegen dieser Datei anscheinend beunruhigt, und und rief aus Sorge um die Sicherheit der Informanten bei Freitag-Herausgeber Jakob Augstein an, der ihm versicherte, daraus nicht zu veröffentlichen. Die Datei sei zwar mit einem Passwort geschützt, aber… 

Das geheimnisvolle Passwort, das zur Entschlüsselung der Daten notwendig ist, soll von Assange selber weitergegeben worden sein. Die Person, die das Passwort von Assange erhalten haben will und es inzwischen veröffentlicht hat, gibt an, keine Kenntnis von der Datei im Besitz des Freitag zu haben. Sie sei davon ausgegangen, dass es sich bei der von Assange übergebenen Phrase um ein temporäres Passwort gehandelt habe, das nach einer Zeit seine Gültigkeit verliere.

Bereits vor einiger Zeit hörte ich aus vertrauenswürdiger Quelle erste Gerüchte über diese Datei, die erwähnte Person und das (veröffentlichte) Passwort, hielt es aber trotzdem zunächst für eine Schauergeschichte. Bisher waren alle Cables bekanntlich nur redigiert veröffentlicht worden, um Gefahr für Betroffene (Kollaborateure etc.) auszuschließen. Wenn dieses Wissen nun also tatsächlich in die Hände der falschen gelangt ist, war all diese Arbeit umsonst und das Ansehen Wikileaks’ nimmt erheblichen Schaden.

So etwas darf ganz einfach nicht passieren. Der Freitag spekuliert dass dieses Leck ein möglicher Grund sein könnte, weshalb Daniel Domscheit-Berg sich geweigert hat, Julian die berühmten Daten auszuhändigen. Daniels Verhalten könnte man dann fast schon als edelmütig bezeichnen: Lieber den Shitstorm durchstehen und der Buhmann sein, weil man die Platte gelöscht hat, als durch einen Hinweis auf das Leck, oder gar durch das Aushändigen der Platte die Betroffenen und Wikileaks noch mehr in Gefahr zu bringen.

Sicherlich aber wird eine Version der Geschichte, dass Daniel selbst diese Datei in Umlauf gebracht haben soll, auch nicht lange auf sich warten lassen, sonst wäre es ja langweilig.

Der Freitag betont einen wichtigen Punkt: Es ist der menschliche, und nicht der technische Faktor, der Whistleblower und Leaking-Plattformen in Gefahr bringt, sei es im vorliegenden, oder im Fall von Bradley Manning.

August 23 2011

Daniel Domscheit-Berg vs. Julian Assange als Shakespeare (Update)

Dieses Blog bietet seit Beginn die Möglichkeit, auch Kommentare abzugeben. Nicht jeder davon ist qualitativ hochwertig, ab und an finden sich dort aber Perlen. “Dramaking” hat den Streit um die Löschung der Wikileaks-Daten durch Daniel Domscheit-Berg als kurzes Shakespeare-Drama beschrieben. Wenn es nicht alles so traurig wäre…

(Letzter Stand übrigens laut dpa: Die Daten sind alle gelöscht, nicht nur die Schlüssel und Daniel Domscheit-Berg akzeptiert den Rauswurf aus dem Chaos Computer Club e.V., will aber Mitglied im lokalen Chaos Computer Club Berlin bleiben.)

Und hier beginnt der Kommentar:

(Im Büro des Notars, das eher einer düsteren Schmiede gleicht, an einem alten Tisch mit einer Pergamentrolle stehen DDB und der alte Notar.)

DDB:
“Herr Notar: Bei meinem Bart und meiner Katze schwöre ich hoch und heilig, dass ich niemals nicht keine Kopie der Daten, welche ich in wenigen Sekunden vor Ihren Augen den Flammen übergeben werde, angelegt habe. Und hätte ich sie jemals auf USB oder DVD, Magnetband oder HDD gespeichert, so möge im nächsten Moment der Gott der Whistleblower mich strafen, und der Bart soll mir abfallen und zu Boden fusseln.”

Notar:
“Herr Domscheit-Berg: So sei es, so stehe es geschrieben. Der Bart soll Ihnen aus dem Gesicht fallen, so Sie unrechtmässig Kopien angelegt haben jener Daten, welche die Whistleblower dem Herrn Assange anvertraut in gutem Glauben. Der Gott der Whistleblower möge Sie strafen, so Sie ihn gelästert. – So mögen die Geheimnisse der Pfeifenbläser nun in Asche aufgehen. – Bursche! Schür das Feuer!”

(Ein Bediensteter mit Kapuze tritt aus einer dunklen Ecke. Mit einem großen Blasbalg bläst er in den Kamin. Flammen schlagen hoch, das Holz knistert und knackt. Draußen nimmt der heulende Wind zu.)

DDB:
“Also.”

(greift zögernd in einen schäbigen Leinenbeutel, zieht langsam einen silbernen Gegenstand hervor.)

Notar:
“Ich bin bereit.”

(erschaudert)

DDB:

(tritt vor den Kamin)

Notar:
“So mögen die Flammen die Geheimnisse nun verzehren, und der Rauch soll sie forttragen, auf dass sie ungehört bleiben. Ich schreibe es nieder.”

(greift zu einer Feder und schreibt auf Pergamentrolle)

Bediensteter:
“Haltet ein – Verfluchte!”

Notar:

(lässt die Feder fallen, dreht sich überrascht um)

“Assange!”

DDB:
“Was geht hier vor! Notar! Wache!”

(erbleicht)

Bediensteter/Assange:

(geht einen Schritt auf DDB zu, reißt ihm silbernen Gegenstand aus der Hand.)

“Unglücklicher, deine Ränkeschmiede finden hier ihr Ende! Gott der Whistleblower, steh mir bei!”

(Es donnert. DDBs Bart fällt zu Boden.)

DDB:
“Nein! Dies kann nicht möglich sein! Muss ich so meinen Erzfeind wieder treffen, auch in der Stunde meines größten Triumphes die Niederlage kosten? ”

(Donner)

Gott der Whistleblower:
“Wer wagte es, mich zu lästern? Er hat seine Strafe empfangen.”

(Vorhang)

Update: Das oben eingebundene Bild wurde von Alexander Svensson erstellt. Verwendete Fotos CC-by-sa Wally Hartshorn (http://www.flickr.com/photos/wallyhartshorn/3249423704/), CC-by-sa New Media Days / Peter Erichsen (http://www.flickr.com/photos/newmediadaysdk/4130304983/), CC-by Jonas Fischer/re:publica (http://www.flickr.com/photos/re-publica/5618985226/)

August 21 2011

Streit um Wikileaks & Openleaks eskaliert

Der Streit zwischen Wikileaks und Openleaks eskaliert. Heise berichtete heute Nachmittag, dass Daniel Domscheit-Berg die bei seinem Ausstieg bei Wikileaks mitgenommenen Daten löschen will. Der Spiegel-Redakteur Holger Stark twitterte am Abend, dass diese bereits gelöscht seien, mehr gebe es im neuen Spiegel zu lesen. (Update: Hier ist die Spiegel-Meldung) Das finde ich sehr bedauerlich.

Die Antwort von Julian Assange war eine längere Verschwörungstheorie auf Twitter, wonach die Frau von Daniel-Domscheit-Berg, Anke Domscheit-Berg, mit Geheimdiensten und der Regierung zusammenarbeite und durch ihre Hochzeit mit Daniel Domscheit-Berg Wikileaks zersetzt hätte. Das finde ich echt billig und unglaubwürdig. Im Rückblick erscheint mir daran vor allem unlogisch, dass der Bruch erst nach den Vergewaltigungsvorwüfen gegen Julian Assange und dem Umgang mit diesen erfolgte und mehr aktive Beteiligte als Daniel dabei Wikileaks Richtung Openleaks verlassen haben. Da war die Hochzeit längst Geschichte und wie wäre es ohne diese Geschichte weitergegangen? Wir wissen es alle nicht . In einem längeren Statement drückt man sich etwas anders aus und unterläßt diese Verschwörungstheorie.

Unklar ist immer noch, ob es sich bei den gelöschten ca. 3000 Datensätzen um die Inhalte der Insurrance-Datei handle, die Wikileaks vor einem Jahr über Torrent als Absicherung verbreiten ließ. Ehrlich gesagt finde ich das etwas unlogisch, irgendwo muss doch das Passwort zur Entschlüsselung liegen und das wird man doch nicht einfach auf ner Festplatte versteckt haben, ohne sich zu erinnern. Aber alle Informationen zu dieser Geschichte wurden im vergangenen Jahr über Medien transportiert und in dieser Geschichte hat man oft gemerkt, dass darüber auch viele Fehlberichterstattungen durch Verständnisfehler entstanden sind und man nicht mehr weiß, was PsyOp der beteiligten Projekte, Menschen und anderer Interessengruppen, Kommunikationsfehler und Realität ist.

Schade ist, dass dieser Streit so eskalieren musste. Davon haben weder die Whistleblower etwas, die Aufmerksamkeit auf Mißstände haben wollten als sie Dokumente einschickten, noch die beteiligten Personen, die sich gerade mit härteren Dingen als Sand beschmeißen noch die globale Öffentlicheit, der ein sicherer Hafen für geleakte Dokumente fehlt. Echt traurig.

August 19 2011

OpenLeaks’ komisches Verhältnis zu Crypto-Schlüsseln

Wie heise und der Freitag gestern Abend meldeten, haben OpenLeaks-Aktivisten angekündigt, ihre “Wikileaks-Schlüssel” unter “anwaltlicher Aufsicht” vernichten zu wollen.

Gemeint sind die Codes zur Entschlüsselung jenes ominösen Datenträgers, der 3.000 Dateien unbereinigtes Rohmaterial aus der Wikileaks-Submission-Queue beheimaten, und vom “Architekten” zu Zeiten der Trennung einem Wikileaks-Server entnommen worden sein soll. Der Streit um diesen Datenträger eskalierte bekanntermaßen beim diesjährigen CCC-Camp.

Bisher lautete die Legende, man wolle das Material an Wikileaks (i.e. Julian Assange) zurückgeben, wenn dort für die Sicherheit des Materials garantiert werden könne. Openleaks selbst habe kein Interesse an der Nutzung. Zwischendurch hatte es dann auch mal geheißen, man habe noch nicht einmal einen Schlüssel dafür – den hätte nur Julian. Jetzt wiederum stellt sich also heraus, dass man den wohl doch hat, während Julian in einem Tweet den Eindruck erweckt, er selbst habe keinen und das auch gegenüber Holger Stark betont. Inzwischen blickt da wohl niemand mehr durch, weil alles und sein Gegenteil – inklusive der Leugnung, den Datenträger zu haben – behauptet wurde.

Wie stelle ich mir jetzt also die “anwaltlich beaufsichtigte Vernichtung” vor?

  • Ja, hallo, guck mal: Hier ist die Datei – und die lösche ich jetzt und überschreibe sie 20 Mal. Jetzt ist sie weg. Jo, danke, einmal bitte hier unterschreiben… Tschö!

Alles prima, oder? Dass nicht etwa vorher eine Kopie davon gemacht wurde, kann der Anwalt ja glauben und deshalb ist die ist dieser Vorgang samt seiner anwaltlichen Beaufsichtigung ja auch so überaus bestechend sinnvoll. Deswegen soll wohl noch eine eidesstattliche Versicherung des Paket abrunden.

Detlef Borchers beschreibt in seinem Artikel, die Daten hätten ohnehin schon als Torrent die Runde gemacht. Das wiederum würde den Streitwert der nun 11-monatigen Auseinandersetzung auf grob geschätzt allenfalls ein paar Hundert Euro für einen Datenträger (minus Wertverlust) beziffern. Ich muss sagen, diese Sache wird mir langsam zu blöde.

Das interessante Verhältnis von Openleaks zu Schlüsseln und Verschlüsselung geht aber noch weiter: OpenLeaks hat nämlich die mir unerklärliche Fähigkeit, verschlüsselte Dateien verändern zu können, ohne darauf Zugriff zu haben. Das geht so:

Wer Material bei Openleaks einreicht, adressiert dieses Material an einen Empfänger, und es wird mit einem Schlüssel verschlüsselt, den nur dieser Empfänger hat (Minute 3:10)

Wir bekommen gar kein Material in die Hand. Das wird auch so verschlüsselt, dass nur die Partner, an die es eingesandet wurde, bzw. die Partner, an die es dann auch später verteilt wird, in einem zweiten Schritt das verschlüsselt wird mit deren Keymaterial.

Aha. Dem entnehme ich: Die Datei kommt mit einer Verschlüsselung an, die OpenLeaks nicht öffnen kann, sondern nur der Empfänger. Prima, so sollte es sein. Ehrlich gesagt sehe ich aber nicht, wie beim OpenLeaks-Formular eine Verschlüsselung vorm Absenden der Datei stattfindet. Die unverschlüsselte Datei wird über eine verschlüsselte Verbindung übertragen und kommt unverschlüsselt bei OL an, wenn ich das richtig diagnostiziert habe. Die nächste Frage im Interview lautet dann: Welche Arbeit übernimmt OpenLeaks dann überhaupt noch? (Minute 3:25)

Wir kümmern uns um den Schutz der Quelle. Dazu gehört auch das Bereinigen der Dokumente. Diese Dokumente werden dann von uns neu veröffentlicht für  die Partner, die das bekommen. Also die Partner bekommen schon eine standardisierte Version, die bereinigt ist von allen Metadatenspuren, und ähnlichem, mit dem sich die Quelle zurückverfolgen ließe.

Wie OpenLeaks Dateien bereinigen will, obwohl sie so verschlüsselt sind, dass sie gar keinen Zugriff darauf haben, muss mir dann noch erklärt werden. Auch der früher schon angekündigte und auch in diesem Video im Detail noch einmal betonte Plan, dass Material, das von einem Partner abgelehnt wird dann noch an andere gehen kann, ist unter der Vorraussetzung, dass OpenLeaks keinen Zugang zu den Dateien hat, unvorstellbar bis unmöglich.

Die Bereinigung und das Weiterverteilen wären in der beschriebenen Form nur möglich, wenn Openleaks auch Zugriff auf die Dokumente hat (was sie natürlich auch haben!). Das jedoch wird mehrfach verneint. Wer ein bisschen Ahnung von Cryptographie hat, kann sich zwar ungefähr denken, wie es wohl gemeint sein wird, wenn aber eine Gruppe heller Köpfe 11 Monate an einem System arbeitet und dieses mit großem Pomp vorstellt, dann sollten solche Unklarheiten wirklich nicht auftreten, vor allem nicht zum wiederholten Male.

Zusammen mit der ziemlich sinnlosen Aktion, nun unter anwaltlicher Aufsicht Schlüssel löschen zu wollen, erscheint hier der Eindruck, dass die betroffenen Personen entweder nur ein rudimentäres Verständnis von Cryptographie und dem Kopieren einer Datei haben, oder aber bewusst irgendwelche unsinnigen Nebelkerzen zünden. Vom logischen Anspruch her bewegen wir fast auf dem Niveau wie PJ Crowley, der ernsthaft eine Rückgabe der Cables gefordert hatte – was haben wir damals gelacht!

Im Übrigen halte ich es persönlich für nicht besonders gut, wenn die Dateien der Whistleblower unverschlüsselt versendet werden, sei es auch durch Tor und eine CAcert-signierte SSL-Verbindung, aber darauf werde ich in den nächsten Tagen nochmal eingehen.

August 13 2011

Ein weiterer Rückschlag für Whistleblower

Auf Spiegel Online erschien gerade eine Vorabmeldung für ein Interview, das CCC-Vorstandsmitglied Andy Müller-Maguhn gegeben hat, und das wohl erst am Montag im Print-Spiegel erscheinen wird. Das ist deshalb etwas ungünstig, weil diese Ankündigung die etwas sehr drastische Überschrift “Hacker distanzieren sich von OpenLeaks” trägt. Im eigentlichen Interview hat Andy sich aber auch zu anderen Aspekten geäußert, vor allem dazu, warum der CCC sich aus der Vermittlungsposition zwischen Open- und Wikileaks zurückzieht.

Dass man bei SpOn in Vorbereitung auf den lauen Sonntag gerne mal noch etwas Schaum schlägt, ist allgemein bekannt. Gnadenlos spekulär muss alles sein. Fefe, der gerne das “ehemalige Nachrichtenmagazin” kritisiert, macht es in seiner Meldung zu diesem Artikel auch tatsächlich besser. Er erklärt die Affäre um die verschlüsselte Festplatte, die DDB bei Wikileaks mitgenommen haben will, um sie Julian zurückzugeben, wenn er für die Sicherheit der Daten garantieren kann:

Der CCC hat sich dann angeboten, als die beiden Parteien nicht miteinander reden wollten, als Mittelsmann bei der Übergabe zu helfen, und damals auch die Zusage von Daniel gekriegt, dass wir die Platte innerhalb von zwei Wochen übergeben kriegen. Das war vor 11 Monaten. Seit dem ist nichts passiert. Daher gibt Andy Müller-Maguhn jetzt auf und stellt offiziell das Angebot ein, die Daten übergeben zu wollen.

Auch Kai Biermann stellt auf Zeit Online den Sachverhalt sehr viel nüchterner dar. Überspitzt könnte man sagen: Zwei Hacker zanken sich um eine Festplatte. Wer nicht in der Lage ist, so etwas wie Erwachsene zu regeln, dem rechnet man immer weniger zu, bis man irgendwann gar nichts mehr damit zu tun haben möchte.

So weit, so gut. Warum der Rückzug aber nicht einfach intern, sondern mit einem solchen Paukenschlag stattfinden musste, wird nur Andy wissen. Vermutlich fürchtet er um das Ansehen des Clubs und ist nicht bereit, dieses als unfreiwilliger Bürge für ein System aufs Spiel zu setzen, das man mangels Einsicht nicht ausreichend beurteilen kann. Ohne Frage spielen auch einige persönliche Enttäuschungen eine Rolle, auf die ich hier gar nicht weiter eingehen möchte. Weil sie nämliche egal sein sollten:

Die Reife für eine so verantwortungsvolle Aufgabe wie das Betreiben einer Leaking-Plattform zeigt sich in der Fähigkeit, von eigenen Eitelkeiten Abstand zu nehmen. In dieser Hinsicht haben sich bisher fast alle öffentlich in Erscheinung getretenen Personen früher oder später disqualifiziert. Das ist kein Zufall, sondern normal, wenn man sich in den Fokus der medialen Öffentlichkeit stellt. Ich habe das vor einigen Monaten schon einmal in meinem Artikel zur Domscheit-Berg-Assange-Schlammschlacht angesprochen.

Sehr selten fordert eine Person die andere zum Medialen Schlamm-Duell heraus. In der Regel wird die Schlammschlacht von den Medien selbst lanciert, ausgewertet, und dann, wenn alle Beteiligten dort sind, wo man sie haben möchte, als erbärmlich angeprangert.

Und so wird jetzt auch OpenLeaks hoch- und runtergeschrieben. Die einzigen Leidtragenden sind dabei die demokratische Öffentlichkeit und potenzielle Whistleblower. Wir alle sind uns einig, dass wir eine Leaking-Plattform (besser viele) haben wollen. Viele von uns wissen auch, dass die technische Seite keine Hexerei ist. Mit einer Kombination bestehender Verschlüsselungs- und Anonymisierungtechniken lässt sich ein sicheres Submission-System bauen. (Die eigentliche Herausforderung, den Umgang mit den eingereichten Materialien lasse ich jetzt mal außen vor)

Stattdessen blockieren wir uns seit einem knappen Jahr mit Kindereien. Diese Spiegel-Nummer ist nur eine weitere davon ein erneuter Rückschlag. Im Fegefeuer unserer Eitelkeiten sähen wir uns selbst Angst, Unsicherheit und Zweifel. Die inhaltliche Kritik ist ohne Zweifel korrekt – wir sollten sie aber im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung hier im Camp gemeinsam abarbeiten, und nicht in in der Presse. Auch nicht weil der andere damit angefangen hat.

Ich kann mit schwer vorstellen, dass Andy, auch wenn er in allen angesprochenen Punkten Recht haben mag, mit der Wirkung seines Interviews mittelfristig zufrieden sein wird.

August 04 2011

Wie The Pirate Bay und WikiLeaks die Diskurse durcheinander bringen

Lesenswerter Text von Felix Stalder in der Berliner Gazette: Leaks, Downloads und Remixes: Wie The Pirate Bay und WikiLeaks die Diskurse durcheinander bringen.

Zwei der radikalsten Medienprojekte der letzten zehn Jahre, The Pirate Bay und WikiLeaks, haben in kürzester Zeit entscheidend dazu beigetragen, bestehende „Kontrollprinzipien“ diskursiver Ordnungen außer Kraft zu setzen, zumindest an diesen Prinzipien zu rütteln. In der Folge entsteht der Raum für neue Visionen. Der Medientheoretiker und Berliner Gazette-Autor Felix Stalder erkennt darin das Potential für einen reflektierten öffentlichen Umgang mit Inhalten. Eine Bestandsaufnahme.

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July 14 2011

Das komplette Chatlog von Bradley Manning und Adrian Lamo

Dem Online-Chat zwischen bradass87 und info@adrianlamo.com kommt historische Bedeutung zu. Einer von beiden ist ein Held, der andere ist ein Verräter. Darüber, wem welche Rolle zukommt, herrscht zumindest in der amerikanischen Öffentlichkeit noch Uneinigkeit.

I’m a journalist and a minister. You can pick either, and treat this as a confession or an interview (never to be published) & enjoy a modicum of legal protection.

Ich bin Journalist und Pastor. Du kannst dir einen davon aussuchen, und das hier als Beichte oder nie zu veröffentlichendes Interview sehen, um ein Mindestmaß an gesetzlichem Schutz zu genießen.

…schrieb Lamo darin. Kurz darauf meldete er seinen Gesprächspartner, der sich ihm anvertraut hatte, den US Behörden. Bradley Manning ist seit über einem Jahr in Haft, am 21. April wurde seine Isolationshaft etwas gelockert. Man wirft ihm vor, an Wikileaks Daten (Afghan War Diaries) und Material (Collateral Murder) weitergegeben zu haben.

Bisher waren nur Ausschnitte des verhängnisvollen Gesprächs öffentlich – das vollständige Chatlog wurde nun bei Wired.com veröffentlicht.

Spenden für Bradley Manning bitte an das Bradley Manning Support Network.

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July 13 2011

Anonymous: Der lange Schatten von WikiLeaks

Erich Moechel schreibt auf fm4 über “Anonymous: Der lange Schatten von WikiLeaks”.

Der Umgang von Politik und Justiz mit der WikiLeaks-Affäre hat eine ganze Generation junger Hacker weltweit politisiert. Julian Assange mag vorübergehend kaltgestellt sein – aber seine Erben machen weiter.

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June 30 2011

Wikileaks: Image-Video als Mastercard-Parodie

Von Wikileaks gibt es jetzt ein neues Image-Video, was eine Parodie auf eine Mastercard-Werbung ist. Das ist ganz lustig geworden, auch wenn man wieder den etwas unrealistischen Spin bemüht, dass Wikileaks eine Mitschuld an den Veränderungen im arabischen Raum trägt. Mal schauen, ob Mastercard reagiert und die Anwälte einschaltet. Das ist wohl bewusst einkalkuliert.

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June 02 2011

Daniel Mathews über Wikileaks

Wikileaks-Mitgründer Daniel Mathews hat sich am vergangenen Wochenende erstmals öffentlich über seine Zeit bei Wikileaks geäußert.

Hier gibt es das Video seines Gesprächs mit Anne Roth.


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May 29 2011

Heute, in Berlin: Treffen mit Daniel Mathews, Ex-Wikileaks (Update: Malzcafé!)

Normalerweise bin ich ja der Ansicht, dass man Politik nicht mit Bier mischen sollte (“Don’t mix beer with politics …“), Rausch und Ratio vertragen sich einfach nicht. Andererseits heißt die Veranstaltung, auf die ich hiermit kurzfristig hinweisen möchte, nun einmal “Netzpolitisches Biertrinken” und überhaupt sind wir ja alles vernünftige Menschen.

Vor allem aber dürfte es nicht sonderlich oft Gelegenheit geben, Daniel Mathews, einen der Gründer von Wikileaks zum Smalltalk zu treffen. Eine dieser Gelegenheit besteht heute, und zwar in Form eines von Anne Roth spontan organisierten “Netzpolitisches Biertrinkes” heute abend irgendwo in Berlin Prenzelberg im Malzcafé (es gibt sicher auch Saft!):

Daniel Mathews, der in Melbourne an der Gründung von Wikileaks beteiligt war, ist *nur heute* in Berlin und würde sich freuen, Interessierte kennenzulernen. Er ist bisher kaum in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten, taucht aber an mehreren Stellen im Spiegel-Buch über Wikileaks auf. Nach dem ‘Julius-Bär’-Verfahren 2008 hat er Wikileaks verlassen.

Deswegen ein spontanes “Netzpolitisches Biertrinken”, Ort wird im Laufe des Tages noch bekannt gegeben.

Mehr zum #npbb: https://npbx.wordpress.com/about

Details zur Veranstaltung gibt es beim Facebook: https://www.facebook.com/event.php?eid=148605028544796

PS: Wem Berlin zu nah ist oder der Termin zu kurzfristig ist, kann sich auch den 21. Juni notieren. Am 21. Juni wird Daniel Domscheit-Berg abends Gast an der Uni Paderborn sein. Zeit zum Plausch wird es sicher auch geben ,)

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May 19 2011

Wikileaks und Medienaktivismus

Felix Stadler hat im Online-Journal kommunikation@gesellschaft einen Artikel über “WikiLeaks: Neue Dimensionen des Medienaktivismus” veröffentlicht. (PDF)

Mit WikiLeaks hat der Medienaktivismus eine neue Dimension erreicht. WikiLeaks versteht die neuen sozio-technischen Möglichkeiten und institutionellen Widersprüche, die die gegenwärtige Phase der Entwicklung der Netzwerkgesellschaft kennzeichnen, für sein Projekt nutzbar zu machen. Politisch bleibt das Projekt allerdings schwer kategorisierbar, da es gleichzeitig eine markt-libertäre und eine institutionskritische Haltung vertritt, gleichermassen staatliche wie privat-wirtschaftliche Akteure mit einschliesst. Solche Widersprüche können ausgehalten werden, denn anders als traditionelle aktivistische Medien versucht WikiLeaks sein Material nicht in einen erklärenden Zusammenhang zu stellen, sondern überlässt die Interpetation anderen.

(via)

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May 12 2011

geleakt: Wikileaks’ NDA

Wenn man im Namen der Transparenz wie Wikileaks arbeiten will, kann man nicht vollständig transparent sein. Wie aber schützt man sich gegen Verräter / Whistleblower / Spione in den eigenen Reihen?

Anscheinend wollte Wikileaks sich auch traditioneller Methoden wie einem Non-Disclosure-Agreement (NDA) bedienen. NDAs ist zum Beispiel die Freude an der Spekulation über neue Features zu verdanken, die Apple-Fans meist bis zur offiziellen Vorstellung erhalten bleibt – oder dass man die Details des Abkommens zwischen GeoHot & Sony nicht offiziell erfährt. NDAs sind Stillschweige-Abkommen. Und Wikileaks hat(te) auch eins.

Das wurde nun anscheinend geleakt. (Ich bezweifle, dass irgendjemand bei Wikileaks die Echtheit bestätigen wird)

David Allen Green, der bereits früher schon einige juristische Auffassungen & Aktionen von Wikileaks kritisiert hat, kritisiert auch dieses NDA in seinem Artikel und lästert unter anderem über die Konventionalstrafe von 12 Millionen Pfund bei Verstoß und darüber dass Wikileaks sich das Recht vorbehält, auch auf entstandene Wertverluste oder verpassten Gewinn zu klagen. Denn, so steht auch im NDA geschrieben, “alle Informationen sind Eigentum von Wikileaks” – diese Auffassung beschäftigt Green schon seit längerem.

Auf mich persönlich wirkt das NDA eher ein bisschen wie ein amateurhafter Versuch, ein bisschen Verbindlichkeit und Druck aufzubauen. Oder wie ein Test, wem so wenig zu trauen ist, dass er sogar mit diesem Dokument zur Presse rennt. Oder wie eine Fälschung.

Inhaltlich? Ähnlich obskur wie andere NDAs auch: “valuable proprietary commercial information”, “opportunity to sell the information”, “loss of value of the information” usw.

Hier das “Dokument” zum Bilden einer eigenen Meinung.

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Tags: Wikileaks

May 02 2011

Radio Berkman 182: Fear of a Networked Fourth Estate

Yochai Benkler war zu Besuch bei Radio Berkman und hat dort über Wikileaks diskutiert: Radio Berkman 182: Fear of a Networked Fourth Estate. Hier ist die MP3.

“Wikileaks” has become something of a neverending story. Coverage has branched out beyond the revelations of the documents allegedly leaked by Pfc. Bradley Manning in 2010, and on to ancillary territory: the flamboyant presence of founder Julian Assange; the legal propriety of Wikileaks’ actions; and the harsh treatment of Manning as a military detainee. These last two areas have garnered the attention of today’s guest. Harvard Law Professor Yochai Benkler recently co-authored a joint letter condemning the abuse of Bradley Manning that has since been signed by 295 scholars in the legal realm.

He has also spoken out against efforts by government and private entities to stifle Wikileaks. While some have argued that facilitating the release of classified documents is unprecedented and perhaps illegal, Benkler has insisted that Wikileaks’ behavior is not only entirely constitutional, but also not exceptional. Moreover, he says, the private and governmental response to Wikileaks demonstrates an interesting insight into how networks do battle in the digital age. We sat down with Benkler this week to hear why.

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April 26 2011

Wau Holland Stiftung veröffentlicht Transparenzbericht für Wikileaks-Spenden

Die Wau Holland Stiftung hat für das Jahr 2010 einen vorläufigen Transparenzbericht (PDF) für die Spendeneinnahmen und -ausgaben für das “Projekt 04 – Informationsfreiheit verteidigen” veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Spenden und Ausgaben, die die Wau Holland Stiftung für das Wikileaks-Projekt gesammelt hat. Insgesamt gab es 2010 1’331’698.19 Euro Einnahmen und 401’824.62 Euro Ausgaben.

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April 25 2011

The Guantanamo Files

Es ist wohl der letzte große Batzen an Daten des US-Militärs, die WikiLeaks und verschiedene Nachrichtenorganisationen heute veröffentlichen.

Nach der Veröffentlichung des “Collateral Murder”-Videos, den Afghanistan- und Irak-Berichten sowie den Botschaftsdepeschen gelangen heute die Guantanamo Files an die Öffentlichkeit.

Die 779 Dokumente enthalten Informationen über jeden einzelnen der zum Teil noch immer auf dem kubanischen Festland festgehaltenen “unlawful enemy combatants” aus George W. Bushs Krieg gegen den Terror.
Sie legen offen, was vorher nur in Ausschnitten bekannt wurde. So stufen die Bewacher etwa 100 der Insassen als depressiv oder psychisch krank ein. Unter den noch immer gefangenen befinden sich auch solche, die nicht entlassen werden können, weil sie auf Grund von Folter in einer fairen Gerichtsverhandlung wohl nicht verurteilt werden könnten. Taxifahrer, die wegen ihrer Kenntnis der örtlichen Begebenheiten Informationen über die Taliban hätten liefern können; ein Al Jazeera-Kameramann, der sechs Jahre lang festgehalten wurde, weil er Informationen über den Aufbau von Al Jazeera hätte liefern sollen…

Der Leak, so die NY Times, ist unterdessen nicht komplett: “Gutachten über 75 Gefangene fehlen”.

Der Guardian, die New York Times und das britische National Public Radio beziehen sich bei den Daten nicht direkt auf WikiLeaks und in einem Tweet schreibt (vermutlich) Julian:

@</a><a href=wikileaks: Domschiet, NYT, Guardian, attempted Gitmo spoiler against our 8 group coalition. We had intel on them and published first." class="size-full wp-image-22108 aligncenter" height="236" src="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/wl-domschiet.png" width="492" />

Auch auf dem WikiLeaks-nahen WL Central wird das Drama weitergebloggt:

Like teenagers in high school, WikiLeaks selects a few “trusted” media organizations to provide the material. But, since it has sour relationships with organizations and a few disgruntled former members of WikiLeaks out there like Daniel Domscheit-Berg…, the material that is planned for release gets shared with other news organizations.

So ist die Veröffentlichung durch Guardian, NYT und NPR jetzt wohl die Reaktion auf ein Wettrennen, das Julian führt und nicht verlieren möchte:

The Guardian and the New York Times desperately wanted to beat WikiLeaks on the release.

Zu der “Koalition” aus acht Medien, die mit WikiLeaks zusammenarbeiten, gehört wohl die spanische El País.

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Tags: Wikileaks

March 12 2011

US-Gericht: Twitter muss Wikileaks-Daten an US-Behörden geben

Wir hatten hier und hier darüber berichtet, dass die USA ganz gerne “einmal alles” von Twitter über @rop_g@birgittaj@ioerror@wikileaks, Bradley Manning und allen Followern derer Accounts haben wollen. Twitter hat die Account-Inhaber informiert, und die hatten sich – unterstützt von allen möglichen Organisationen mit allen rechtlichen Kräften dagegen gewehrt.

Vergebens.

Gegen die Entscheidung des US-Bundesgerichts kann und wird Berufung eingelegt werden. Die Sache ist also noch nicht vom Tisch.

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Schweinderl