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July 24 2012

Afghanistan-Kriegstagebuch: Wie aus großen Datensätzen die Zukunft vorhergesagt werden soll

Afghan map at different times with intensity colorsAus großen Datensätzen lassen sich mitunter Prognosen für die Zukunft ableiten. Ein Forscherteam hat jetzt aus den von WikiLeaks veröffentlichten Afghanistan-Kriegstagebüchern berechnet, wo und wie stark kriegerische Auseinandersetzungen in den Jahren nach den Daten auftreten würden. Im Vergleich mit den tatsächlichen Entwicklungen waren die Vorhersagen erstaunlich korrekt.

Während WikiLeaks derzeit eher mit boulevardesken Meldungen Schlagzeilen macht, werden erste wissenschaftliche Untersuchungen aus den veröffentlichten Datensätzen bekannt. Jetzt wurde die Dissertation Point process modelling of the Afghan War Diary veröffentlicht, in der Andrew Zammit-Mangion zusammen mit einem kleinen Team die Afghan War Diary analysiert hat. Aus dem Abstract:

Unsere Ergebnisse zeigen, dass unser Ansatz ermöglicht, tiefere Einsichten in die Dynamik von Konflikten zu erhalten und eine erstaunlich genaue Vorhersage von bewaffneten Kämpfen im Jahr 2010 zu treffen, ausschließlich auf der Basis von Daten aus früheren Jahren.


Das Paper besteht zu einem Großteil aus statistischen Konzepten und Formeln. Erst im letzten Kapitel wenden sie ihre statistischen Herleitungen auf die 77.000 veröffentlichten Berichte an. Dazu nahmen sie vor allem die präzisen Zeit- und Ortsangaben jedes Berichts. Aus diesem Datensatz prognostizierten sie, wie stark die Kämpfe in den einzelnen Regionen Afghanistans in 2010 sein würden. Auf GitHub gibt’s den verwendeten Code.

Die Ergebnisse der Forscher kamen der Wirklichkeit erstaunlich nahe, wie Jon Bardin in der Los Angeles Times zusammenfasst. Das Modell wurde nicht einmal durch die Entsendung von weiteren 30.000 amerikanischen Soldaten durch Obama beeinflusst. Und es war auch in relativ ruhigen Regionen wie dem Norden erstaunlich genau.

Das ist nicht die erste Prognose der Zukunft aus großen Datensätzen der Vergangenheit oder Gegenwart. Bereits vor zwei Jahren haben Forscher von HP Labs aus öffentlichen Tweets den Umsatz von Filmen an der Kinokasse berechnet. Ebenfalls 2010 investierten Google und die CIA in das Startup Recorded Future, dass aus Webseiten, Blogs und Tweets Prognosen abgeben will. Und gleich mehrere Forschungsteams wollen aus Twitter Prognosen für Börsenkurse errechnen.

Noch immer nicht alle Dokumente veröffentlicht

Neben Twitter bieten auch die von WikiLeaks veröffentlichten Daten noch viel Raum für spannende Forschung. Leider sind noch immer 15.000 Berichte der Afghan War Diaries nicht veröffentlicht. Damals hieß es, diese werden auch öffentlich, wenn man Hinweise auf Quellen entfernt hätte. Das ist bis heute nicht geschehen. Die Domain wardiary.wikileaks.org geht gar nicht mehr.

In einem Feature von WDR und DLF geht Marc Thörner diesen Berichten nach. Auch er bekam damals den vollständigen Datensatz von WikiLeaks, um sie für Tagesspiegel und WDR aufzuarbeiten. Durch seine Erfahrungen vor Ort in Afghanistan verfasste er eine Analyse mit tiefgehender politischer Einordnung des Konflikts. Doch kurz vor der koordinierten Veröffentlichung flog der Tagesspiegel aus dem Team der veröffentlichenden Medien heraus. Seine einen Tag später veröffentlichte Analyse fand kaum Beachtung.

Ein Uni-Forschungsseminar in Frankfurt bestätigt seinen Unmut:

Die Studentinnen Franziska Kreische und Katharina Ochsendorf werten zunächst die Medienberichte vom 26. und 27. Juli 2010 aus. Dabei stellen sie fest: Eine politisch gewichtete Analyse findet sich allein im Tagesspiegel vom 27.7.2010. Nur hier hätten sie Informationen über die Doppelspiele afghanischer Politiker und Parteien gefunden, Hintergründe über den Putschversuch gegen Karzai und die ethnisch motivierten Auseinandersetzungen.

Doch als sie die entsprechenden Passagen bei WikiLeaks in der Online-Veröffentlichung suchen, stellen sie fest: Gerade dieser politisch brisante Teil der Afghan Warlogs ist im Netz nicht zu finden.

Daniel Domscheit-Berg sagte Marc Thörner, dass die angekündigte Aufarbeitung und Veröffentlichung der Threat Reports wichtig gewesen wäre. Aber statt dessen hat sich WikiLeaks gleich dem “Hype um die nächste Publikation, den Irak-Dokumenten” zugewendet.

Hier gibt’s die MP3.

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February 16 2012

Was weiß Twitter über dich? Verlange Auskunft!

Privacy International ruft in einer neuen Kampagne die Nutzer von Twitter dazu auf, beim Unternehmen eine Auskunft über die gespeicherten persönlichen Daten anzufordern.

Nachdem das Unternehmen wegen der umstrittenen Logging-Politik in den letzten Monaten verstärkt in Kritik geriet und neuerdings auch Zugriff auf das gesamte Telefonbuch von Smartphone-Nutzern verlangt, soll die Kampagne Twitter dazu bewegen, seine Datenschutz und -speicherungsrichtlinien zu überdenken.

Angelehnt ist der Aufruf an den Fall “Europe vs. Facebook“, bei dem der Wiener Jurastudent Max Schrem die Herausgabe seiner persönlichen Daten des sozialen Netzwerks erstritt und daraufhin einen umfangreichen Papierstapel erhielt. Enthalten waren auch mehrere Jahre alte Beiträge, die eigentlich durch einen Klick auf das “Löschen”-Button entfernt worden waren.

Der Aufruf umfasst im Wesentlichen einen englischen Text zum cutten & pasten, den der Nutzer um seine eigenen Angaben ergänzt an die E-Mail-Adresse privacy@twitter.com schicken kann.

Our campaign aims to achieve two objectives: to help European citizens exercise their rights and to raise awareness about data retention policies.

Netzpolitik.org bat Twitter bereits vor einiger Zeit um eine Stellungnahme zur Datenspeicherungspraxis. Speziell lautete die Frage, ob gelöschte Daten tatsächlich gelöscht oder nur als “gelöscht” markiert werden. Eine Rückmeldung gab es bisher nicht.

February 15 2012

Datenschutz auf dem iPhone: Auch foursquare verschickt ungefragt das gesamte Adressbuch

Das Ausspähen von E-Mail-Adressen und Telefonnummern ist auf dem iPhone scheinbar Mode. Nach Facebook und Path kommt nun raus, dass auch foursquare ungefragt das gesamte Adressbuch an seine Server schickt.

Nach einem Hinweis von Paul Haddad hat Henning Tillmann mal recherchiert und den Nachweis veröffentlicht:

Nach der Anmeldung werden weitere Daten an den Server geschickt, ohne, dass der Nutzer gefragt wird oder ein Hinweis erscheint. Die Daten enthalten die Telefonnummern und E-Mail-Adressen (URL-kodiert).

Dustin Curtis beschreibt, dass dieses skandalöse Vorgehen gängige Praxis bei iPhone App-Entwicklern ist:

I did a quick survey of 15 developers of popular iOS apps, and 13 of them told me they have a contacts database with millons of records. One company’s database has Mark Zuckerberg’s cell phone number, Larry Ellison’s home phone number and Bill Gates’ cell phone number. This data is not meant to be public, and people have an expectation of privacy with respect to their contacts.

Jennifer Van Grove führt weitere Beispiele an:

Facebook, Twitter, Instagram, Foursquare, Foodspotting, Yelp, and Gowalla are among a smattering of iOS applications that have been sending the actual names, email addresses and/or phone numbers from your device’s internal address book to their servers, VentureBeat has learned.

Einige der dafür kritisierten Betreiber winden sich nun rum und wollen wohl die Benutzerin vorher um Erlaubnis fragen. Das ist ja wohl das Mindeste.

Das Problem sitzt aber tiefer. Die hier übermittelten Daten betreffen ja nicht nur den Anwender der App, sondern alle Menschen in seinem Adressbuch. Diese Daten zu übermitteln, ohne die Einwilligung vom Eigentümer der jeweiligen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu haben, verstößt nicht nur gegen deutsches Datenschutzrecht, sondern ist einfach völlig daneben. Und mal ehrlich: Hand hoch, wer wirklich alle Leute in seinem Adressbuch einzeln gefragt hat!

Jeder Mensch hat das Recht, sich im Internet nackig zu machen. Aber alle anderen haben auch das Recht, das nicht machen zu müssen. Wenn du dein Addressbuch mit Internet-Diensten synchronisierst, dann will ich da nicht drin stehen.

January 26 2012

“Dieser Tweet ist in deinem Land nicht verfügbar” – Twitter führt offenbar länderspezifische Zensur ein

Wie Jannis Kucharz von netzfeuilleton.de berichtet, führt Twitter offenbar gerade eine länderspezifische Zensur-Infrastruktur ein. Twitter hat am Donnerstag Abend in einem Blogbeitrag mit dem euphemistischen Titel “Tweets still must flow” angekündigt, zukünftig bestimmte Tweets für User in bestimmten Ländern zu sperren.

As we continue to grow internationally, we will enter countries that have different ideas about the contours of freedom of expression. Some differ so much from our ideas that we will not be able to exist there. Others are similar but, for historical or cultural reasons, restrict certain types of content, such as France or Germany, which ban pro-Nazi content.

Until now, the only way we could take account of those countries’ limits was to remove content globally. Starting today, we give ourselves the ability to reactively withhold content from users in a specific country — while keeping it available in the rest of the world.

Begründet wird die Filterung u.a. mit Regelungen in Deutschland und Frankreich, die “pro Nazi”-Inhalte verbieten würden, was so natürlich schon mal überhaupt nicht stimmt. Es trifft stattdessen vermutlich leider eher Jannis’ Einschätzung zu, dass es bei der Maßnahme eigentlich um Länder wie China geht, zu dessen Markt sich Twitter mit dieser Selbstunterwerfung der Zensur Zugang verschaffen könnte.

-> Zum Artikel auf netzfeuilleton.de

Tweet: "Dieser Tweet ist in Ihrem Land nicht verfügbar"

January 16 2012

Spot: Alle Tweets auf einen Blick

Am besten einfach ausprobieren: Die Twitter-Live-Visualisierung “Spot”.

Tweets werden hier nach Themenkreisen, auf einer Timeline oder nach Schlagwörtern präsentiert. Spot zeigt die relevanten Informationen übersichtlich an und bietet einen guten Startpunkt für Recherchen in der Twitter-Welt.

January 09 2012

#NOLOGS: Wikileaks gegen Twitter-Logging

Mit der Kampagne “#NOLOGS” versucht die Whistleblowing-Plattform Wikileaks, den Kurznachrichtendienst Twitter zu einer Änderung seiner Datenspeicherpraktiken zu bewegen.

Hintergrund ist eine Grand-Jury-Verhandlung in den USA, bei der Daten über die Nutzeraktivität einiger Netzaktivisten bei Twitter abgefragt wurden, um sie auf mögliche Kontakte zu Wikileaks zu durchsuchen. Besonders kritisch ist hierbei die Auskunft über Nicht-US-Bürger wie der isländischen Parlamentsabgeordneten Birgitta Jónsdóttir und Rop Gonggrijp.

Mit der Kampagne will Wikileaks erreichen, dass Daten über die Nutzeraktivität bei Twitter in wesentlich kleinerem Umfang angelegt und gespeichert werden, um derartige Abfragen in Zukunft zu erschweren.

Aktuell wurde ein von der American Civil Liberties Union (ACLU) unterstützter Antrag der betroffen Personen, die Herausgabe der Daten bis zu einem endgültigen Urteil zu verschieben, abgelehnt.

December 09 2011

Was Rick Perry und der Kreml (u.a.) gemein haben

Netzpolitik-fernen Politikern wurde in den letzten Jahren ja gerne beigebracht, dass sie Social-Media-Angebote nutzen müssen um transparent und bürgernah zu wirken. Das kann schnell aufgesetzt und peinlich wirken – andererseits ist genau das ja auch eine Form von Transparenz: Eine weitere einfache Möglichkeit zu haben, einzuschätzen, wie vertrauenswürdig manche Politiker – oder gelegentlich auch ganze Regierungen – wirken.

Aktuelle Beispiele finden sich genug, die spektakulärsten dürften diese beiden sein: Da ist zum einen der (hoffentlich endgültige) Tiefpunkt des amerikanischen Präsidentschafts-Vorwahlkampfs, Rick Perrys Anti-Schwulen-Wahlwerbespot, der auf YouTube alle Rekorde für das unbeliebteste Video bricht (allerdings bei der Stammkundschaft ganz gut ankommt).[1] Aktionen, die dazu aufrufen, das Video von YouTube zu verbannen, weil es eine Hassbotschaft enthält, haben einen Nachteil: Sie könnten bei Erfolg dem politischen Kalkül hinter dem Video dienen, wenn aus dem Täter ein Opfer der Zensur und Anhänger der Meinungsfreiheit stilisiert werden kann. Dass das Video mittlerweile ausserhalb jeden Zensur-Zugriffs viral verbreitet wurde macht das Ganze noch unsinniger.

Und da ist Russland. Dort fiel zunächst Präsident Medwedjew unangenehm auf, als er (bzw. sein Account) eine Nachricht retweetete, der zufolge ein oppositioneller Blogger Geschlechtsverkehr mit einem Schaf habe. Und als kurze Zeit später bei Protesten gegen die Umstände, unter denen die gerade abgehaltenen Parlamentswahlen stattfanden, der Twitter-Hashtag #триумфальная von Protestierenden genutzt wurde, tauchten plötzlich über 60 Spambots auf, die die regierungskritischen Nachrichten verdrängten. Beides hilft bei der Einschätzung, beides stellt den Verursacher bloß und ist damit so transparent und bürgernah, wie es entfremdete autoritäre Politiker besser nicht sein sollten. Nebenbei bemerkt führen solche Vorfälle sicherlich auch nicht dazu, dass am Samstag, den 10.12.2011 um 17:00 vor der Russischen Botschaft (Unter den Linden 63-65) in Berlin weniger Menschen stehen.

[1] Die Hintergründe des Spots werden ausführlich auf queer.de beleuchtet.

November 12 2011

Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte

Birgitta Jónsdóttir kommentiert im Guardian, wie es ist, wenn die US-Regierung den eigenen Twitter-Account hackt.

Profiling has become a default with companies such as Google and Facebook. These companies have huge databases recording our every move within their environment, in order to groom advertising to our interests. For them, we are only consumers to push goods at, in order to sell ads through an increasingly sophisticated business model. For them, we are not regarded as citizens with civic rights. [...] What I have learned about my lack of rights in the last few months is of concern for everyone who uses the internet and calls for actions to raise people’s awareness about their legal rights and ways to improve legal guidelines about digital media, be it locally or globally. The problem – and the dilemma we are facing – is that there are no proper standards, no basic laws in place that deal with the fundamental question: are we to be treated as consumers or citizens online? There is no international charter that says we should have the same civic rights as we have in the offline world.

October 20 2011

Kann mal passieren: Erotiklinks von der Bundesregierung

Das Blog chriszim.com berichtet, dass unser Regierungssprecher bei Twitter wohl versehentlich einen Link zu einem Erotikangebot getwittert hat. Ich kann das nicht verifizieren, da der Tweet gelöscht wurde. Aber in der Twitter-Suche findet man einige Nutzer, die das auch lustig fanden.

Hier ist ein Screenshot:

(Ich hab wohl chriszim.com abgeschossen. Der Server war eben noch da)

Update:

Eine mögliche Erklärung: l und I sehen gleich aus, wie in den Kommentaren erklärt wurde:

Glyphenkompetenz! https://bitly.com/pQI13G+ vs https://bitly.com/pQl13G+

Der eine Link geht zur Bundesregierung, der andere zu dem Erotikangebot. Da ich nicht dabei war, kann ich jetzt nicht sagen, wie das genau abgelaufen ist. Vielleicht machen die im Bundespresseamt kein Copy&Paste, sondern tippen die Kurz-URLs noch händisch ab?

Hier ist noch ein Screenshot von @rauskucker:

Aber skandalisieren sollte man das nicht. Es ist aber trotzdem eine lustige Geschichte, die einen weiteren Aspekt zeigt, was alles im Netz schief gehen kann. Auch bei Profis.

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September 21 2011

Ilse Aigner twittert (nicht)

Gestern tauchte auf einmal @ilseaigner in der deutschen Twitterwelt auf. Der Account wurde bereits im April 2010 mit einem ersten Posting mit dem Inhalt “Höre Supertramp” freigeschaltet, aber erst gestern gab es etwas mehr Inhalt und damit fast 1000 Follower. Die ersten Tweets lasen sich wie das etwas unbeholfene Ausprobieren von Twitter und der dazu passenden Kommunikation. Soweit so gut. Lustig wurde es aber, als Dorothee Bär gegenüber vielen skeptischen Nutzern ob der vielen Politiker-Fakes auf Twitter die Echtheit des Accounts bestätigte: “@ilseaigner ist echt. [...] Habe mich aus sicherer Quelle rückversichert! :-)”. Ihre Kollegin Julia Klöckner sprang ihr unterstützend zur Hilfe und mit zwei prominenten CxU-Twitterinnen gab es also prominente Fürsprecher für die Echtheit des Accounts.

Schade nur, dass heute Morgen das Verbraucherministerium auf Anfrage des ZDF-Journalisten Frederic Huwendiek die Echtheit des Accounts verneinte: “O-Ton: Frau Aigner twittert weder über den Ministeriums-Account noch über einen persönlichen Account.” @ilseaigner nutzte noch den Rest-Aufmerksamkeit für einen Scherz “Ach, wenn man entlarvt ist, twittert es sich doch viel leichter. Ich hatte immer Angst, Ihr merkt, dass ich das R gar nicht rollen kann.”, Dorothee Bär entschuldigte sich und hofft, dass Ilse Aigner demnächst richtig mit dem twittern anfängt.

Wir warten nun auf die Pressemitteilung von Günter Krings und/oder Hans-Peter Uhl, in der eine Passkontrolle beim Anlegen eines Twitter-Accounts gefordert wird.

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July 29 2011

Schönes Anti-Tracking Plugin für Firefox

Wie man unten sieht, habe ich mal wieder ein paar mehr Social-Media-Buttons eingebaut. Da diese Buttons sich dazu eignen, Nutzer bei ihren Bewegungen durch das Netz zu verfolgen – der Code wird immer vom Facebook/Google/Twitter-Server geladen – blockieren viele Leser sie per Browser-Plugin vollständig. Der Nachteil: WENN man dann +1en/sharen/twittern möchte, dann hat man nicht den 1-Klick-Komfort.

Das Fiefox-Plugin ShareMeNot soll dem Nutzer beide Wünsche erfüllen: Die Buttons werden angezeigt und funktionieren auch, aber das Tracking wird verhindert, indem die Kommunikation mit den Drittanbieter-Servern nur dann stattfindet, wenn der Nutzer den Button tatsächlich klickt. Gute Idee, so soll das sein.

Interessanter Nebeneffekt dürfte sein, dass man dem Anbieter nicht gar kein, sondern stattdessen ein unbrauchbares Tracking-Profil bietet, weil keine Daten mehr darüber anfallen, was man sich sonst so anschaut und was einem nicht (oder nicht so gut wie etwas anderes) gefällt – denn auch diese Daten sind natürlich interessant.

ShareMeNot ist noch in der Entwicklungsphase, hat aber schon eine Versionsnummer mit einer 1 vorne.

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July 15 2011

ZDF Morgenmagazin – Bilanz: Twitter feiert Geburtstag

Das ZDF-Morgenmagazin berichtete heute Morgen über “Bilanz: Twitter feiert Geburtstag”. Das gibts in der Mediathek und auf Youtube zu sehen:

Früher haben nur die Vögel gezwitschert, heute macht es fast die ganze Welt: Twitter, der Kurznachrichtendienst der Generation Internet, wird fünf Jahre alt. Wir blicken zurück.

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July 12 2011

Flickr- / Twitter-Streams visualisiert

Eric Fischer hat offensichtlich die Geo-Location-Informationen von Tweets und auf Flickr hochgeladene Bilder genommen und faszinierende Visualisierungen daraus gemacht. Diese finden sich in seinem Flickr-Account und stehen unter der CC-BY-Lizenz. Von einigen Städten gibt es auch Bilder, allerdings sind da keine deutschen Städte dabei.

Diese Welt-Karte gibt es auch noch in einer etwas größeren Version mit 12211 x 7155 Pixel.

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May 02 2011

Kurz vertweetet

Unser Regierungssprecher @regsprecher wird zukünftig mehrfach vor dem Absenden seine Tweets lesen, damit es nicht mehr zu so einer Verwechslung wie heute kommt:

(Tweet ist mittlerweile gelöscht)

Die bessere Überschrift twitterte @peterglaser: Regierungsversprecher.

Update: Spiegel Online meldet dazu “und beschuldigte versehentlich den US-Präsidenten unfassbarer Taten” um dann direkt einen Militärputsch in den USA zu verkünden:

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March 30 2011

Innenminister kann nicht für die Sicherheit von Twitter garantieren

Was war das gestern für ein großes Hallo, als Familienministerin Kristina Schröder ihren Kollegen Hans-Peter Friedrich auf Twitter begrüßte:

Ein Aufschrei der Freude und der Bekräftigung ging durch die folgewillige Twitter-Riege der Christdemokraten.

Und auch Qualitätsjournalisten ließen nicht lange auf sich warten:

Dabei war es doch offensichtlich, dass der Account ein Fake war: Er ist auf Nutzerfragen eingegangen.
(das macht ein Minister doch nicht!)

Interessant war zu beobachten, wie Twitter-Nutzer, die gestern noch laut über die Sicherheitsbedenken der Qualitätsjournalisten hinsichtlich Twitter gelacht hatten, sich nun an den Account des Regierungssprechers mit der Bitte um “Verifizierung” wandten. Wäre ja auch noch schöner, wenn der Regierungssprecher auf Twitter nicht für Ordnung sorgen könnte.

Und das tat @DerRegSprecher dann auch:

Mal gucken, wie lange es dauert bis dieser Satire-Account gelöscht wird.

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March 28 2011

Ist denn Twitter auch sicher?

Der Regierungssprecher Steffen Seibert twittert jetzt auch unter @regsprecher. Das ist keine große Meldung, in Deutschland sind wir mit so einem Service eher spät dran im Vergleich zu anderen Staaten. Aber der Twitter-Account verunsichert jetzt Journalisten der Bundespressekonferenz. Thomas Wiegold hat das Transcript einer Befragung in der Bundespressekonferenz online gestellt und da finden sich tatsächlich Fragen wie diese:

ZUSATZFRAGE: Diese Twitter-Nachrichten haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Mitteilungen aufgegangen. Der Nachrichtendienst Twitter ist nicht sicher. Ich habe vorhin im Internet nachgeschaut. Es gibt zahlreiche Beispiele für Fälschungen von Schauspielern, so Beispiel Martina Gedeck bis hin zum Dalai Lama. Kann ich davon ausgehen, dass das, was dort getwittert wird, wirklich sicher ist? Das kann ja durchaus Folgen haben. Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Bundesinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer mit Twitter seine stündlichen Bewegungen der Öffentlichkeit mitteilt, kann nicht erwarten, dass der Staat ihn vor der Erstellung von privaten Bewegungsprofilen schützt.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Beim lesen kommt man aus dem Stauen nicht heraus. Der Medienwandel ist für viele Journalisten offensichtlich noch ganz schön weit weg.

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March 16 2011

Neues Twitter-Feature: Immer https

Twitter hat als neues Feature die Funktion eingeführt, dass man optional immer mit SSL auf die Seite zugreifen kann. Dazu muss man in den Settings in die Account-Einstellungen gehen und ganz am Ende findet man eine Möglichkeit, dies einzuschalten. Warum das nicht als Standardeinstellung einfach mal für alle Nutzer eingeschaltet wird, erschließt sich mir gerade nicht. Aber so ist das immer noch besser als nichts.

Twitter hat zwar schon vorher die SSL-Option immer geboten, aber viele nutzten sie (leicht fahrläßig) einfach nicht. Jetzt kann man sie einschalten und braucht nicht mehr dran zu denken.

Gibt es eigentlich noch populäre Twitter-Clients, die ohne SSL laufen?

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