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August 05 2013

taz: Warum der Protest gegen Prism und Co. bisher so gering ausfällt

Die taz geht der Frage nach, warum die Empörung über die Überwachungs-Enthüllungen bislang eher in den Medien als auf der Straße stattfindet. Zu Wort kommen die Bewegungsforscher Peter Ullrich und Roland Roth sowie Wiebke Johanning von der Bewegungsstiftung. Als Gründe werden genannt: Ferienzeit, abstrakte Bedrohung, keine klaren Gegner, keine klare Opfergruppe, keine zentralen Bewegungs-Akteure.

Ich glaube ja zudem, dass Überwachung/Datenschutz noch nicht in unserem Normhorizont verankert ist, wie es auch Evgeny Morozov jüngst formuliert hat.

Das Gegenteil darf gerne bewiesen werden. Es gibt einen offenen Brief, den ihr unterschreiben könnt, eine Freiheit statt Angst Demo im September und Platz für viel mehr kleine, dezentrale Aktionen wie den BND-Spaziergang in der vergangenen Woche.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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July 10 2013

Die Bundesregierung über den größten Überwachungsskandal der Geschichte: “Ich kann das nicht beantworten”

2013-07-10-taz-titelDie Bundesregierung will keine Ahnung über die größte Überwachungsmaschinerie der Menschheitsgeschichte haben. Das sagte gestern Steffen Seibert, Sprecher der Bundeskanzlerin in der Regierungspressekonferenz. Die taz hat ein Protokoll der Fragestunde und Nichtantworten veröffentlicht – und entlarvt damit, wie wenig ernst die Regierung das Thema nimmt.

Die tageszeitung hat dem “Geheimcode” vom Regierungssprecher die heutige Titelseite gewidmet. Hier das Protokoll der Nichtinformation:

Journalist: (…) Jetzt hat ja Frau Merkel mit Herrn Obama letzte Woche (…) gesprochen. Mich würde schon interessieren: Ist denn auch konkret über diesen Vorwurf gesprochen worden, dass Wanzen in EU-Einrichtungen sind, und hat er dazu etwas entgegnen können? (…)

StS Seibert: Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. Vernünftig ist, dass über die tatsächliche Art dessen, was nachrichtendienstlich auf der einen oder anderen Seite getan worden ist, diejenigen sprechen, die die intensive Detailkenntnis davon haben.

Gesunder Menschenverstand: Hä? Gegenvorschlag: Vernünftig ist, beherzt draufloszuschwurbeln, wenn’s einem zu heiß wird.

Wir haben ja bereits aufgeschrieben, was die Regierung wirklich fragen sollte.

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