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February 14 2012

Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft

In der ARD lief gestern die groß angekündigte 45 Minuten lange Dokumentation “Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft“. Ich bin nach rund 20 Minuten Facebook-Werbeclip eingeschlafen, was aber eher mit der späten Sendezeit zu tun hatte. Der letzte Teil soll etwas kritischer sein. Auf jeden Fall gibt es den Clip auf Youtube (Kleine Ironie der Geschichte):

February 08 2012

Das gebrochene Datenschutz-Versprechen bei Path.com

Path.com ist ein Soziales Netzwerk, das nur mobil auf iOS und Android-Smartphones funktioniert. Die Idee ist relativ einfach: Man hat nur höchstens 150 Freunde, mit denen man Fotos, Videos, Musik und Statusmeldungen tauschen kann. Vor allem zu Facebook mit seinen komplexen und unverständlichen Datenschutzeinstellungen wollte man sich abgrenzen: Path sei einfach, komfortabel und datenschutzfreundlich. Die Einfachheit von Path war wohl ausschlaggebend, warum der Dienst bisher, nach eigenen Angaben, mehr als eine Million Nutzer sammeln konnte.

Dumm, dass jetzt jemand rausfand, dass bei einer Anmeldung bei Path.com erstmal das iPhone im Hintergrund das komplette Adressbuch nach Hause telefoniert. Was man als Friendfinder vielleicht von Facebook kennt (Abgleich des Adressbuches mit einer Onlinedatenbank) ist wohl bei iOS problemlos durch wenige Zeilen Code möglich. Aus Nutzersicht ist es inakzeptabel, dass Apple sowas überhaupt ohne Rückmeldung und Opt-In zulässt. Und natürlich ist es eine Frechheit, dass Path dies einfach so macht ohne nachzufragen und um Erlaubnis zu bitten. Path versucht jetzt zu retten, was zu retten ist und verweist darauf, dass das ausspionieren so nicht geplant war und man auch eher ein Feature anbieten wollte.

Was bleibt: Ein Dienst, der heimlich im Hintergrund meine Daten ausspioniert, lasse ich nicht mehr auf mein Smartphone. Abmelden geht über ein Webformular, wenn man auf path.com eingeloggt ist.

January 23 2012

Dradio Wissen: Dezentrale Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ oder Google+ haben eines gemeinsam: Sie sind zentral organisiert und werden jeweils von einer einzigen Firma beherrscht. Bei Deutschlandradio Wissen sprach Torsten Grote von der Free Software Foundation Europe heute (MP3) über sinnvolle Alternativen in Form von dezentralen sozialen Netzwerken. Im Gegensatz zu ihren zentralisierten Pendants laufen diese mit Freier Software auf vielen verschiedenen Servern, die auf Basis Offener Standards ein gemeinsames Netzwerk bilden. Damit hat kein Server-Betreiber die alleinige Macht über die sozialen Interaktionen und die Daten aller Teilnehmer, sondern lediglich über die Daten auf seinem Server. In Kombination mit Freier Software und Ende-zu-Ende Verschlüsselung wird diese Macht weiter reduziert.

Bei Netzwerken wie Facebook hat eine Firma alle Macht über die Plattform. Das gesamte Erscheinungsbild sowie auch die Nutzungsbedingungen können nach Belieben der Firma jederzeit geändert werden. Inhalte können zensiert und Menschen von der Teilnahme ausgeschlossen werden. Wer nicht mitmachen will, wird zunehmend sozial isoliert. Auf alternative soziale Netzwerke wechseln und trotzdem die sozialen Kontakte mitnehmen ist unerwünscht und deswegen sehr schwer. Facebook bestimmt also was möglich ist und was nicht. Neben dem vendor lock-in tritt hier noch social lock-in auf, der noch viel gefährlicher ist.

Initiativen wie Diaspora und Friendica haben es sich zum Ziel gesetzt, derartige Plattform-Monokulturen aufzubrechen und soziale Interaktion soweit zu öffnen, dass sie nicht an Plattformen gebunden ist, sondern frei vernetzt stattfinden kann. Das wichtigste dabei ist ein Offener Standard, der technisch definiert, wie die Kommunikation zwischen verschiedenen sozialen Knoten ablaufen muss. Für Statusnachrichten gibt es bereits OStatus , aber für alles andere wie Fotos und Veranstaltungen muss sich noch ein Standard durchsetzen. Dabei möchte die vom FoeBuD gestartete Initiative Social Swarm helfen. Nachdem ein Standard gefunden und die Technologie gereift ist, soll eine Kampagne Bewusstsein schaffen und Benutzer zum Umstieg motivieren.

Wirklichen Erfolg in der ganzen Gesellschaft wird solch ein dezentrales soziales Netzwerk aber wahrscheinlich nur haben, wenn die heutigen Platzhirsche ihre Plattformen für andere soziale Knoten öffnen und sich mit ihnen über gemeinsame Offenen Standards verbinden. Ob sie das freiwillig tun werden, darf bezweifelt werden. Vielleicht wird es am Ende auch eine Frage der Politik sein, das Facebook-Monopol zu brechen. Eine Möglichkeit wäre es, Facebook zu verpflichten, sich anderen soziale Knoten zu öffnen. Alle anderen sozialen Netzwerke wie Xing, Google+ oder LinkedIn müssten sich dann ebenfalls anschließen. In einer solchen Entwicklung wären die Benutzer wieder frei, selbst zu entscheiden, mit welcher Software sie auf welchen sozialen Knoten zugreifen und wie sie ihre verschiedenen Identitäten dort mit anderen verknüpfen.

Das wir ein dezentrales soziales Netzwerk als globalen Standard brauchen, steht außer Frage. Die Frage ist nur, wann wir es bekommen werden. Hilf mit bei SocialSwarm oder den anderen Initiativen, damit es schneller geht.

Der Artikel ist von Torsten Grote (FSFE) übernommen.

December 18 2011

Wikileaks startet Soziales Netzwerk “Friends of WikiLeaks”

Wikileaks hat mit wlfriends.org ein Soziales Netzwerk namens “Friends of WikiLeaks (FoWL)” gestartet, um Unterstützer zu sammeln und zu vernetzen. Ein Manifest beschreibt den Sinn und Zweck:

Die Veröffentlichung von Informationen die die Interessen von korrupten Organisationen aufdecken wird immer aggresive Reaktionen verursachen. Diejenigen, die solche Informationen der Welt übermitteln oder ihre Verbreitung gegen Zensurversuche unterstützen sind Angriffen ausgesetzt. Öffentliche Unterstützung schützt Organisationen wie Wikileaks durch die Anerkennung ihres moralisch legitimen Anliegens als Grundlage ihrer Aktivitäten. Dies zu unterstützen ist der Ansatz von FoWL.

FoWL wurde aufgebaut um Unterstützung (sei er materieller Form, durch Öffentlichkeitsarbeit oder in anderer Form von Solidarität) jedem zukommen zu lassen, der sich aufgrund der Veröffentlichung von Informationen zur Erwirkung einer gerechteren Gesellschaft in Gefahr befindet.

Seit seiner Gründung sind viele kleine Gruppen zur Unterstützung von Wikileaks entstanden. Sie haben sich ohne globalen Zusammenhang geformt und nur eine kleine Fraktion der Leute, die Wikileaks unterstützen haben einen Weg gefunden gemeinsam die Organisation praktisch zu verteidigen. FoWL wird diese Leute, Gruppen und Organisationen vernetzen, so dass sich Synergien ergeben können und wir gemeinsam produktiv und effizient arbeiten können. Wir wollen, dass die existierenden dezentralen Wikileaks Unterstützungs-Organisationen voll autonom, autark und unabhänging bleiben und weiterhin ihre Arbeit machen – gleichzeitig möchten wir sie vernetzen um gemeinsam an der Verwirklichung der Ziele zu arbeiten.

Die Mitglieder von FoWL können sich sammeln wenn Wikileaks oder seine Verbündeten angegriffen werden. Das Netzwerk kann diverse Wege für Aktionen und Maßnahmen aufbringen: juristische oder finanzielle Unterstützung für Aktivisten, Veröffentlichungen gegen Desinformation und Diskreditierungen, Koordination öffentlicher Demonstrationen. Was auch immer die Situation sein mag, es gibt für jeden etwas zu tun.

Eine Upload-Funktion für Whistleblower gibt es aber immer noch nicht.

October 20 2011

Der privatisierte öffentliche Raum

Planet-Interview hat mich mal vor einiger Zeit ausführlich über die Kommerzialität sozialer Netzwerke, Datenansammlungen und Pseudonyme interviewt. Das ist jetzt online: Der privatisierte öffentliche Raum.

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April 01 2011

Der Tag: Ich poste, also bin ich – Das Ich im Netz

“Der Tag” auf hr2 berichtete vorgestern über “Ich poste, also bin ich – Das Ich im Netz”:

Freundschaften schließen, Anerkennung finden, in der Gruppe Spaß haben und alle, die nicht dazugehören, so richtig gemein fertig machen. Diese alten Lieblingsbeschäftigungen der Menschheit bereiten noch einmal so viel Vergnügen im Internet. Denn das ist für viele längst nicht mehr nur Lexikon, Dienstleister und Kommunikationsmittel, sondern ein sozialer Raum: ein Ort, an dem wir eine private und berufliche Existenz führen. Vor allem in sozialen Netzwerken hat unser digitales Ich erfreuliche Möglichkeiten, sich auszubreiten, seinen Marktwert zu testen und zu steigern und sich zu vernetzen. Es wird aber auch verwundbarer: durch Tratsch und anonymes Mobbing.

Hier ist die MP3.

(via)

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March 07 2011

Weltkarte der Sozialen Netzwerke 2011

Eine schöne Infokarte zum aktuellen Stand der Ausbreitung von Sozialen Netzwerken in verschiedenen Regionen der Welt hat RIA Novosti veröffentlicht: The world map of social networks.

Während die Dominanz von Facebook und die Dominanz einzelner uns eher unbekannter Netzwerke in China, Brasilien und Russland klar sind, wundert mich zumindest die kleine Auflistung für Deutschland. Dort werden lediglich Facebook, Twitter und Xing aufgelistet, während SchülerVZ, StudiVZ und Wer kennt wen fehlen. Vor allem die ersten beiden dürften noch mehr Nutzer als Twitter in Deutschland haben. Aber das weiß man wohl in Russland nicht.

(via)

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