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December 04 2013

Nach sieben Monaten freiwillige Abos: 50.000 Euro sind erreicht!

Im April hatten wir detailliert unsere Finanzen offengelegt. Unsere Motivation war darauf hinzuweisen, dass wir gerne unabhängiger von Werbung werden wollen und als weitere Refinanzierungssäule unseres journalistischen Angebotes freiwillige Abos ausprobieren wollen.

Nach sieben Monaten kann ich eine kleine Zwischenbilanz ziehen.

Die gute Nachricht ist: Seit Start unseres freiwilligen Abo-Modells sind bis Ende November 49.119,77 Euro reingekommen. Das ist großartig und wir bedanken uns vom ganzen Herzen bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern! Die schlechte Nachricht ist, dass das zwar eine Menge Geld ist, aber umgerechnet aufs ganze Jahr wir damit gerade mal das Minus der monatlichen Unkosten ausfinanziert haben. Im April hatten wir ein Minus von umgerechnet 4.000 Euro offengelegt, aber eigentlich sind die Ausgaben nochmal etwas gestiegen. Damals hatten wir bei der Redaktion zwei 30 Stunden Stellen kalkuliert, die sind aber jetzt zwei volle Stellen geworden und wir haben noch einen zweiten Praktikantenplatz.

Aber was toll ist: Wir machen keinen Verlust mehr!

Vor mehr als einem halben Jahr waren wir verhalten optimistisch, ob es uns tatsächlich gelingen könnte, durch Euch mitfinanziert zu werden. Jetzt sind wir glücklich sagen zu können: Bis jetzt hat es funktioniert und besser geklappt als wir gedacht haben. Aber das eigentliche Ziel haben wir immer noch nicht erreicht: Toll wäre es, wenn wir mehr Menschen einstellen könnten, um tiefer und umfassender über viele Themen zu berichten. Zumal mit einer möglichen nahenden Großen Koalition und einer neuen EU-Kommission und und EU-Parlament im kommenden Jahr die Themen und Debatten nicht weniger werden, ganz im Gegenteil.

Ein Monat im Überblick: Der November 2013.

Wir bieten vor allem vier Bezahlmodelle an: Überweisung, Dauerauftrag, Paypal und Flattr. Der Dauerauftrag ist uns am liebsten, weil er eine kontinuierlicher Geldfluss ist und uns besser bei der Planung hilft.

spendennovember

Der vergangene Monat war relativ normal. Koalitionsverhandlungen einer möglichen Großen Koalition mit einigen Auswirkungen auf unsere Grundrechte und Netzpolitik, die üblichen EU-Debatten und der NSA-Überwachungsskandal. Per Überweisung kamen 952,40 Euro von 48 Personen rein, das ist der zweiniedrigste Wert (nur im Oktober war es etwas weniger). Darin eingeschlossen war alleine eine Einzelspende in Höhe von 320 Euro (Betreff: “Spende für netzpolitik.org gesammelt auf einem 70. Geburtstag”. Wir sagen Danke!) Erfreulicherweise gingen dafür die Daueraufträge hoch. Wir wissen nicht so genau, wieviele davon monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich sind. Aber im November kamen 2166,88 Euro über 259 Spender rein (Nur der Oktober war mit 2244,38 quotenstärker). Die 25 Paypal-Spenden waren mit 365,42 im Mittelfeld, hier gab es im August mit 16,95 Euro einen Ausreißer nach unten und im September mit 916,68 einen Ausreißer nach oben. Warum auch immer. Flattr ist mal stark gestartet, sinkt aber konstant. Einzelne Artikel werden so gut wie nie geflattert, das scheinen fast alles Monatsabos zu sein. Im November kamen 850,20 Euro rein, nur der Oktober war mit 817,35 noch niedriger. Auf allen Wegen kamen damit im November 4334,90 Euro rein. Das ist aber von allen Monaten seit Start des freiwilligen Abos der niedrigste Stand. Und auch ein Grund, warum wir jetzt mit einem Overlay-Banner experimentieren.

Wie schaut es mit der Planungssicherheit aus?

NP_popcorn_banner

Im April sind wir gestartet und haben gesagt, dass uns mindestens 4.000 Euro fehlen, wir aber am liebsten mehr in den Ausbau unserer Redaktion investieren wollen. Nach sieben Monaten haben wir nach damaliger Kalkulation den Break-Even erreicht und damit das Minus wieder wett gemacht. Nun könnte man anhand der Zahlen der letzten Monaten hoffen, dass weiterhin konstant 4.000 Euro reinkommen oder wir den Anteil der freiwilligen Spenden sogar noch erhöht bekommen. Aber Planungssicherheit sieht natürlich etwas anders aus. Und bevor wir eine weitere Person als Halb- oder Ganztagsstelle einstellen können, müssen wir wohl auch erstmal ein Polster ansparen, weil es unschön ist, jemand nach kurzer Zeit wieder entlassen zu müssen. Aber es gibt Hoffnung!

Gern gebrachtes Argument: Ihr bettelt um Geld.

Immer wieder lesen wir empörte Kommentare, dass es doch mal mit der Bettelei reiche. Wir sehen das aber nicht als Bettelei sondern als praktischen Hinweis. Dieses Blog kostet nunmal eine Menge Arbeit, die gemacht werden muss. Ohne freiwillige Spenden können wir wahlweise unser Niveau nicht halten und damit nicht mehr konstant über viele Themen berichten und dabei der Politik kritisch auf die Finger schauen. Die Alternative wäre eine Paywall. Da beschweren sich dann sicher auch wieder viele, dass wir Menschen ausschließen und Inhalte nur gegen Geld anbieten.

Nur ein Bruchteil der Leserschaft macht mit

Was auch zu bedenken ist: Im November haben nicht mal 400 Leserinnen und Leser heldenhaft bei unserem Modell der freiwilligen Spenden mitgemacht. Natürlich haben viel mehr über die vergangenen Monate mitgemacht und uns fehlen genaue Zahlen. Aber mehr als 1000, im besten Fall 1500 Leserinnen und Leser haben sich bisher nicht beteiligt. Das ist ein Bruchteil unserer Leserschaft, da ist noch Platz nach oben, wenn wir das Argument widerlegen wollen, dass niemand bereit ist, für guten und kritischen Journalismus mit Haltung zu bezahlen, der zudem kostenfrei und offen verfügbar ist.

Beinahe reich durch Bitcoin!

Nach einigen Monaten Beobachtung haben wir irgendwann im September vier Bitcoins zum Preis von 110 Euro das Stück verkauft. Konnte ja niemand ahnen (also wir mit unserer naiven Vorstellung zumindest), dass die mal richtig teuer werden. Weitere 2,5 Bitcoins haben wir zum Preis von 350 Euro das Stück kurz vor dem riesen Hype vorvergangene Woche verkauft. Heute sind wir klüger, hätten wir die erst heute verkauft, wäre die Spendenaktion deutlich erfolgreicher gewesen. Wo ist die Zeitmaschine, wenn man sie mal braucht?

Nächste Herausforderung: Neuer Werbe-Vermarkter ab Februar?!

Seit rund zwei Jahren werden unsere Werbeplätze hier von Zeit-Online vermarktet. Der Vertrag brachte uns zumindest eine konstante Finanzierung ein, wurde aber zum Februar gekündigt. Wir sind zu klein, als dass sich das zur Vermarktung lohnt und wiederum zu groß als dass wir komplett ohne Werbung uns finanzieren können. Die Frage, die wir uns derzeit stellen: Finden wir einen neuen Vermarkter, ohne unsere Seele zu verkaufen und hässliche Werbeformate einführen zu müssen? Oder müssen wir Werbung zukünftig komplett selbst vermarkten, wo die Margen höher sein könnten, wir aber mit Werbeaquise unnötig beschäftigt sind? Unser Ziel ist ja vor allem, Zeit für journalistische Berichterstattung zu haben und nicht Zeit, um Werbung zu verkaufen.

Wir sind offen für Angebote zur Vermarktung unseres Blogs.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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Netzpolitik-Spenden: Wir sind gemeinnützig

Anfang des Jahres hatten wir den Netzpolitik e.V. gegründet, um darüber Spenden im Rahmen eines freiwilligen Abos einsammeln zu können. Für alle Spenderinnen und Spender haben wir jetzt die gute Nachricht: Das Finanzamt hat den Netzpolitik e.V. als gemeinnützig anerkannt und alle seit April eingegangenen Spenden sind damit von der Steuer absetzbar!

Für die Steuererklärung reicht es aus, bis 150 Euro den Kontoauszug als Beweis zu nehmen. Wir können auch Spendenquittungen ausstellen. Das werden wir aber von uns aus nur Spenden ab 150 Euro automatisch machen. Wer seine Kontoauszüge nicht mehr findet oder aus welchem Grund auch immer eine Spendenquittung für Beträge unter 150 Euro will, schickt eine Mail an spenden@netzpolitik. Die Spendenquittungen planen wir für das Frühjahr 2014.

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Jetzt neu und temporär: Ein freundlicher Spendenhinweis.

Angelehnt an die Paywall von taz.de experimentieren wir jetzt auch temporär mit einem Overlay-Banner herum, was auf die Spendenmöglichkeit hinweist. Das machen wir, weil sich die Spenden freundlicherweise positiv entwickelt haben, aber leider immer noch nicht ausreichen, um unseren Service und Unabhängigkeit weiter auszubauen. Ich werde im Laufe des Tages nochmal einen detaillierten Bericht zum Spendenstand mit vielen Zahlen bloggen, um einen tarnsparenten Überblick zu geben. Die Paywall ist vom Design her rudimentär und der Text wird sich öfters ändern. Wer uns ein schöneres CSS für das Overlay-Banner basteln will: Nur zu, wir freuen uns über Beiträge.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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October 28 2013

Wie das Bundesinnenministerium den E-Perso mit einer PR-Strategie schönredet und dabei netzpolitik.org und den CCC fürchtet

Mit mehreren Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz hatten AktivistInnen versucht, die Einführung des biometrischen Personalausweises zu durchleuchten. Hintergrund war etwa die Frage, wie es dazu kam dass fortan nur noch vom “Neuen Personalausweis“ gesprochen wurde. Dass es dabei durchaus mehr zu entdecken gab zeigt ein Hinweis des Bundesinnenministeriums (BMI), wonach die Einführung des Dokuments von einer PR-Strategie begleitet wurde die immerhin 76.000 Euro gekostet hat. Dies geht aus einem 50seitigen “Handbuch zur Kampagne” hervor, das 2009 erstellt wurde und lange geheim blieb.

Im Dokument ist unter anderem davon die Rede, dass das BMI einen Monitoringprozess starten wollte um kritische Berichte auszuwerten. Damit sollte ein “Frühwarnsystem“ geschaffen werden, dessen Zweck die Behörde so angab:

Nur so kann die Kommunikationskampagne so fein justiert werden, dass sie substanziellen Einfluss auf die Akzeptanz des neuen Dokuments nehmen kann.

Laut dem “Handbuch“ existieren unter der Bevölkerung zahlreiche Ängste vor biometrischer Datenspeicherung. Bedenken bestünden auch wegen der unabsehbaren Folgen des neuen Ausweises, etwa wenn zukünftig der Zugang zum Internet davon abhängig gemacht würde. Statt Datenschutz wird laut dem “Handbuch“ in Deutschland ein “gläserner Bürger” und eine ausufernde “Datensammelwut des Staates” befürchtet. Dem sollte gegengesteuert werden:

Ohne zielgerichtete Kommunikation droht diese Bewertung im Laufe des kommenden Jahres in eine negative Bewertung umzuschlagen. In der Bewertung der meisten Menschen überwiegen emotionale Aspekte gegenüber rationaler Argumentation. […] Aus diesem Grunde müssen wir rationale Argumente emotional aufladen. Dabei müssen wir durch unsere Sprache Negativassoziationen vermeiden.

Allerdings wurden nicht alle angeregten Maßnahmen tatsächlich übernommen. So fehlten in der späteren Kampagne etwa die vorgeschlagenen “Überzeugungsbegriffe”, die vorher im Slogan “Freiheit, Offenheit und Selbstbestimmung” gipfelten.

Im “Handbuch“ geht es auch um “Krisenprävention“, etwa wenn das BMI die Deutungshoheit über den Ausweis verliert. Gefürchtet werden Situationen, die “eine abgestimmte und einheitliche Reaktion des Bundesinnenministeriums und seiner Partner gegenüber der Öffentlichkeit einfordern“. Als Beispiel gilt der Chaos Computer Club, wenn von diesem “dem Ausweis Sicherheitslücken vorgeworfen“ würden. Präventiv sollten deshalb die Redaktionen von Zeitungen, Zeitschriften und Fachzeitschriften “besucht” werden um mit diesen “mögliche Kooperationen” zu entwickeln.

“Der neue Personalausweis ist erklärungsbedürftig”

Der Leitfaden liegt lediglich als schlechter Scan vor. Die BloggerInnen von freiheitsfoo haben ihn deshalb in wesentlichen Teilen transkribiert und kommentiert. Kritisiert wird etwa die manipulative Art und Weise des BMI, die Schwächen und Gefahren des “neuen Personalausweis” zu verheimlichen. Die Zusammenarbeit mit Medienunternehmen sowie geplante Einflussnahmen auf die “Blogosphäre” habe “ungeheure Ausmaße“ angenommen. Contra-Argumente würden pauschal als “emotional” und irrational verurteilt. Tatsächlich wollte das BMI seine BürgerInnen “auf der emotionalen Ebene“ ansprechen und überzeugen.

Gefahr droht laut dem Dokument aber vor allem von kritischen Blogs:

Die Blogosphäre gewinnt bei der Meinungsbildung in Deutschland weiter an Bedeutung. Insbesondere bei netzpolitischen und Medienthemen stellen Blogs immer öfter eine Gegenöffentlichkeit zu klassischen Medien dar. Dabei machen in Deutschland wenige Blogs einen Großteil der Meinungsbildung aus, während viele kleine Blogs sich in ihren Beiträgen häufig auf die relevanten Großen beziehen. Charakteristisch für die Blogosphäre ist weiterhin, dass sich brisante Themen durch die starke Vernetzung untereinander zu einer großflächigen Diskussion entwickeln können, wie es beispielsweise bei dem Thema Internetsperren geschehen ist.

Am Ende werden jene Blogs aufgezählt, in denen das BMI mit Widerstand rechnet. Hierzu gehören netzpolitk.org, lawblog.de, blog.odem.org, blog.koehntopp.de, de.engadget.com und datenschutzbeauftragter-online.de. Angeregt wurde daher eine “aktive Teilnahme an BarCamps und alternativen Events” sowie “Kooperationen” mit Heise Online und Netzpolitik. Ob hiermit netzpolitk.org gemeint ist, bleibt unklar. An anderer Stelle wurde im “Handbuch“ auf kritische Blogbeiträge von Kristian Köhntropp, Alvar Freude und Ralf Bendrath verwiesen.

Im “Handbuch“ wird auch erläutert, wie die MitarbeiterInnen bei den zuständigen Meldebehörden auf den neuen Ausweis eingestimmt werden könnten. Um ihnen die Anstrengungen mitunter kritischer Nachfragen der Betroffenen zu versüßen, könnten “Schminkspiegel oder Make-up Etui (alternativ ein Halstuch) für die Damen und ein Kamm oder eine Krawatte für die Herren“ verteilt werden. Ganz unisex würden auch “Erfrischungstücher, Halsbonbons und Schokotafeln“ zur Akzeptanz des biometrischen Ausweises beitragen:

Der neue Personalausweis ist erklärungsbedürftig. Mit Erfrischungstücher und Halsbonbon sind die Berater für die täglichen Beratungsgespräche ausgerüstet. Schokotafeln im Ausweisformat bringen die nötige Energie, wenn ein Gespräch mal etwas länger gedauert hat.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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August 15 2013

Wir diskutieren ein potentielles Werbeformat und freuen uns auf Feedback (Update)

Seit einiger Zeit machen wir uns vermehrt Gedanken um die Refinanzierung unserer Redaktion. Das eigentliche Ziel dabei ist, dass wir die Redaktion mehr ausbauen wollen. Und dafür können wir nicht mehr weiter Minus machen. Wir haben den gesamten Prozess bisher öffentlich gemacht und haben das weiter vor.

Wir haben ein Angebot erhalten, als Medienpartner eines Online-/TV-Wahlformates täglich ein Video hier zu bringen. Das ist etwas vergleichbar mit dem “Jung und Naiv” – Format von Tilo Jung, was wir interessant fanden und wovon die meisten Folgen auch hier kommen. Der Unterschied zu dem Format: Wir finden das neue auch spannend, aber wir würden dafür auch Geld bekommen. Es geht zwar nicht um einen hohen Betrag, aber es ist schon vergleichbar mit 1,5 Monaten bei uns ein Banner schalten.

Wir haben das innerhalb der Redaktion diskutiert und sind noch zu keiner Entscheidung gekommen. Zu unserer unserer eigenen Einstellung gehört auch, solche Diskussionen transparent zu machen. Also machen wir das einfach.

Was spricht dafür, was spricht dagegen?

Dafür spricht, dass wir das Format interessant finden und es uns selbst anschauen. Ich werde in einer Folge der Protagonist sein und kenne die Kameras und die Personen dahinter deshalb schon. Die Inhalte werden unter eine Creative Commons Lizenz gestellt und wir würden wahrscheinlich einen Großteil der Folgen eh bloggen, weil es passt und Wahlkampf ist. Und wir keine Ressourcen haben, im Wahlkampf ein eigenes Videoformat zu machen, was wir aber gerne gemacht hätten. Es handelt sich auch nicht um PR-Texte von Krankenversicherungen oder Telekommunikationsunternehmen. Es wird über die Haushaltsabgabe von uns mitfinanziert.

Dagegen spricht, dass es irgendwie Paid-Content ist, wenn auch nicht aus der PR-Abteilung. Wir würden dafür bezahlt, dass wir jeden Tag die neueste Folge hier einstellen, Ihr müsste die neueste Folge irgendwie sehen (nicht ansehen, aber sie kommt im Nachrichten-Stream) und Euch schützt kein Adblocker davor. Natürlich würden wir dazu schreiben, dass wir Geld dafür erhalten. Aber deshalb haben wir Bauchschmerzen. Weil damit die klare klassische Trennung von Inhalt und Werbung verletzt würde.

Der aktuelle Fall ist eine grundsätzliche Fragestellung.

Das Angebot bringt jetzt keine Geldmassen, die wir unbedingt brauchen um zu überleben. Dank Eurer finanziellen Unterstützung durch Spenden und freiwillige Abos sind wir unabhängiger geworden. Das reicht zwar immer noch nicht ganz, um in eine größere Redaktion investieren zu können. Wenn alles so weiter läuft, kommt aber bald der Zeitpunkt, wo wir uns das leisten können. Wir wissen beispielsweise noch nicht, wie regelmäßig Spenden und freiwilligte Abos kommen oder ob jetzt alle mal was gezahlt haben, die uns immer schon einmal Geld geben wollten und das für einige Zeit nicht mehr machen wollen.

Wir haben bisher vieles offengelegt und dachten daher: Warum nicht auch mal eine Diskussion über dieses konkrete Angebot führen und dann erst entscheiden? Wir stellen uns die Frage: Spricht mehr dafür oder mehr dagegen, das Geld zu nehmen? Falls ja, bräuchten wir eine Art Kodex, um genau zu definieren, wann wir was wie annehmen? Wenn nein, bekommen wir heute ausreichend Spenden, um morgen das Angebot einfach ausschlagen zu können? :-)

Update:

Danke für das viele Feedback in den Kommentaren. Obwohl der überwältigende Teil damit keine Probleme hätte, sofern alles transparent abläuft, haben wir uns dazu entschlossen, das so nicht zu machen. Die Gründe sind etwas Kommunikationschaos mit dem potentiellen Partner auf der einen Seite (was sich erst offenbarte, als wir diesen Text veröffentlichten) und weiterhin Bauchschmerzen, dass wir selber solche Werbeformate woanders nicht mögen.

Wie läuft das derzeit mit Werbung bei uns?

Die letzten zwei Jahre kam ein Großteil der Einnahmen über die Vermarktung durch Zeit-Online. Die verkaufen war leider so gut wie keine Werbeflächen, dafür bekommen wir einen festen monatlichen Betrag. Das bezahlt zwar nicht einmal eine ganze Stelle, ist aber trotzdem mehr als wir immer wieder von Vermarktungs-Konkurrenten angeboten bekommen. Wir haben echt keine Lust auf Konsumgüter-Banner-Werbung im kleinen einstelligen Euro-Bereich für 1000er Einblendungen. Dann lieber arm sterben als sich weit unter Preis verkaufen und das Blog für diejenigen hässlich machen, die auf einen Adblocker (bei uns) verzichten, auch um uns mit zu finanzieren.

Dazu haben wir auch angefangen, einzelne Bannerplätze unabhängig an Sponsoren zu vermarkten. Im Moment findet sich rechts Bannerwerbung von Viprinet und unter den Artikeln eine Bannerwerbung vom Linuxhotel. Wer Interesse daran hat, hier Werbung zu schalten, kann uns gerne eine Mail an werbung@netzpolitik.org schicken.

Wir freuen uns über die Diskussion mit Euch.

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August 14 2013

Die ersten Videos von unserem neunten Geburtstag mit Infos rund ums Blog

Wir haben gestern neun Jahre netzpolitik.org in der c-base gefeiert. Hier sind die ersten beiden Talks von Andre und mir zum aktuellen Stand rund um unser Blog, den letzten Entwicklungen und etwas Ausblick.

9 Jahre netzpolitik.org mit markus beckedahl from c-base on Vimeo.

9 Jahre netzpolitik.org Die Top-Themen der letzten Jahre from c-base on Vimeo.

Den Vortrag von Elizabeth Stark bloggen wir später noch, wenn die Fragen und Antworten online sind.

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August 13 2013

Heute: Neun Jahre netzpolitik.org in der c-base

Kleiner Reminder: Heute Abend feiern wir den neunten Geburtstag von netzpolitik.org in der c-base in Berlin und im Stream auf c-base.org. Es gibt kurze Talks von Andre und mir zu den aktuellen Entwicklungen rund ums Blog und unseren Lieblings-Themen und dann wird Elisabteh Stark über die US-Netzbewegung zwischen #SOPA und #stopwatchingus berichten. Die Videos packen wir anschließend online.

Eintritt ist frei, es wird gegrillt und eine Anmeldung braucht man nicht. Einlass ist ab 19 Uhr, die Talks beginnen 20:15 Uhr und das Barbeque kommt danach.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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August 07 2013

Kommenden Dienstag: Wir feiern neun Jahre netzpolitik.org

Am Wochenende feiert unser Blog in seiner jetzigen Form zum neunten Mal Geburtstag. Das wollen wir feiern und laden Euch deshalb für den kommenden Dienstag, den 13. August um 19 Uhr in die c-base in Berlin ein. Damit das nicht so langweilig wird, gibt es zu Beginn um 20 Uhr etwas Vortragsprogramm und anschließend grillen wir vor der Tür an der Spree. Der Wetterbericht sagt gerade 22 Grad und für den Tag etwas Regen. Das wird sicher noch besser.

Wahrscheinlich werde ich am Anfang etwas zur Entstehungsgeschichte und dem aktuellen Stand von netzpolitik.org erzählen und dann freue ich mich, dass Elizabeth Stark zu Besuch in Berlin ist. Elizabeth ist eine Netzaktivistin aus den USA, die an Stanford und Yale netzpolitischee Themen unterrichtet hat und eine der treibenden Kräfte hinter der Anti-SOPA-PIPA-Bewegung war. Sie wird darüber reden, wie die US-Bewegung entstanden ist, wer die unterschiedlichen Player sind, wie sie zusammen arbeiten, welche Strategien und Taktiken sie angewendet haben und vor allem, was die nächsten Schritte sein werden.

Beim anschließenden Grillen denken wir selbstverständlich auch an Vegetarier. Die große Party gibt es dann im kommenden Jahr zum zehnten Bestehen.

Die Veranstaltung wird gestreamt und Ihr findet den Stream ab 20 Uhr / 20:15 Uhr unter c-base.org und anschließend im Netz.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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May 07 2013

#rp13: Unser Blog soll schöner werden

Auf der re:publica´13 hab ich heute über netzpolitik.org, unsere Arbeit, unsere Motivation und wie man das Blog ausbauen und refinanzieren kann, gesprochen. Das einstündige Video ist bereits online, u.a. mit den neuesten Zahlen und Daten zu unserer Leserfinanzierungskampagne (die ich gerade aus Zeitgründen nicht gebloggt bekomme):

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung, auch um weiterhin einen Full-RSS-Feed anbieten zu können. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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August 31 2012

Umfrage: Hilf uns, netzpolitik.org besser zu machen

Bild: tup wanders. Lizenz: CC BY 2.0.

Wir sind im Moment am überlegen, wie wir dieses Blog unabhängig weiter entwickeln können. Also sowohl weiterentwickeln im Sinne von neuen Formaten und mehr Inhalten, aber auch in die Richtung, wie wir das finanzieren könnten. Seit acht Jahren gibt es netzpolitik.org, und sehr viele Menschen lesen dieses Blog jeden Monat. Leider wissen wir nur von einem Bruchteil dieser Menschen, also von Euch, wie Ihr diese Seite eigentlich wahrnehmt und lest. Daher haben wir eine Umfrage gestartet, deren Ergebnisse uns helfen soll, dieses Blog noch besser zu machen.

Bitte nehmt euch die fünf Minuten Zeit, die gut 30 Fragen zu beantworten. Nur wenn möglichst viele Menschen mitmachen, werden die Antworten auch möglichst repräsentativ. Zur Umfrage geht’s unter diesem Link oder nach dem Klick:

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August 21 2012

Kommentarkultur neu entwickeln

Gestern schrieb ich, leicht frustriert, einen Kommentar zu unserer Kommentarkultur in diesem Blog. Dieser hat zum jetzigen Stand in weniger als 24 Stunden bereits 280 weitere Kommentare angesammelt. Meine Intention war, generell mal die Ist-Situation und damit die verbundene Arbeit und die Auswirkungen zu beschreiben. Das scheint auch geklappt zu haben, wenn man sich die vielen Kommentare durchliest.

Natürlich haben wir uns schon intern lange Gedanken gemacht, wie wir Verbesserungen einführen können. Diesen Prozess haben wir jetzt geöffnet, um ihn gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern weiter zu entwickeln.

Ohne jetzt auf alle Kommentare einzeln einzugehen, beschreibe ich mal die wichtigsten Überlegungen:

  • Sehr häufig wurde vorgeschlagen, alle Kommentare erst mal freischalten zu lassen. Das ist mit Aufwand verbunden, den man selbstverständlich auch durch freiwillige Moderatoren erledigen könnte. Einige haben auch bereits ihre Hilfe angeboten. Das ist für uns nur derzeit kein gangbarer Weg, weil wir schon die Möglichkeit weiter haben wollen, ad-hoc Kommentare und damit Debatten zu ermöglichen. Gleichzeitig steigt damit auch das rechtliche Haftungsrisiko. Einen professionellen Community-Manager zur Betreuung des Troll-Zoos, wie größere Medienhäuser ihn oder sie haben, ist für uns nicht finanziell möglich. Die Werbebeiträge und die Flattr-Einnahmen auf dieser Seite ermöglichen gerade mal die Finanzierung von 1,5 Stellen (Und dafür muss ich auch noch regelmäßig Vorträge halten, um über Honorare die Stellen quer zu finanzieren). Diese Stellen nutzen wir lieber für Recherche und vor allem zum Schreiben. Der Großteil unserer Autoren schreibt zum Spaß und aus politischer Motivation.
  • Vorregistrierungen für Kommentare wollen wir vorerst nicht einführen. Die Kommentare sollen immer noch ohne die Verifizierung von Mailadressen, etc. stattfinden und auch eine kurzfristige Kommentierung ohne Zwangsregistrierung ermöglichen. Die Möglichkeit, auch weiterhin anonyme Kommentare zu publizieren, ist uns persönlich und politisch sehr wichtig.
  • Wir werden ein paar Regeln aufschreiben und nochmal zur Diskussion stellen. Auf Basis dieser Regeln werden wir Kommentare auch vermehrt löschen. Dazu werden Kommentare zählen, die destruktiv sind und keinen Mehrwert bieten, weder für den Autor, noch für die Debatte oder gar für die Leser. Das wird nicht jeden freuen, aber steigert hoffentlich unsere Laune und auch die Laune der Leserinnen und Leser, wieder vermehrt die Kommentare für konstruktive Beiträge zu nutzen – die selbstverständlich auch eine andere Meinung als der Autor/die Autorin abbilden können.
  • Wir nutzen hier die Blog-Software WordPress. Es sind einige Beispiele genannt worden, wie man die Kommentare durch bessere Erweiterungen managen kann. Diese werden wir evaluieren und damit herum experimentieren. In einem Beitrag werden wir unsere Erfahrungen mit Euch teilen und Euch in die Bewertung einbeziehen. Wir haben leider nicht die Ressourcen, um eigene Entwicklungen voran zu treiben und sind daher auf die WordPress-Community angewiesen. Aber vielleicht gibt es ja Erweiterungen, die zu 90% sinnvoll sind und wo wir die Restentwicklung übernehmen können.
  • Erweiterungen von externen Diensten wie Disqus oder Facebook kommen dabei für uns nicht in Frage. Wir bemühen uns, die Datensammlungen durch fremde Tracking-Systeme in diesem Blog weitgehend zu minimieren und müssen da eh noch ein paar Hausaufgaben machen, wenn wir mal dafür die Kapazitäten haben. Externe Forensysteme wollen wir dabei nicht verwenden. Wir träumen immer noch vom Idealfall, wo Kommentare Artikel erweitern, neue Perspektiven rein bringen, Korrekturen anmahnen und eine Debatte stattfindet. Das gehört unter den Artikel.

Ansonsten freuen wir uns über die angestoßene Debatte und die vielen Ratschläge. Danke dafür. Alles wird gut. Und die Kommentarfunktion bleibt natürlich bestehen.

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August 15 2012

Netzpolitik.TV 079: Acht Jahre netzpolitik.org

Am 7.8. feierten wir vorab in der c-base in Berlin das achtjährige Bestehen von netzpolitik.org. Der richtige Geburtstag war zwar der vergangene Freitag, der 10.8., aber unser netzpolitischer Abend findet nun mal immer am ersten Dienstag im Monat statt. Da der Livestream wegen einem spontanen Update auf dem Aufnahmerechner ausgefallen war, haben wir uns nochmal hingesetzt und den Vortrag über die Geschichte gesondert aufgenommen. Wäre ja sonst schade um die 70 Folien, die extra für den Abend zusammen geklickt wurden.

Das wurde 20 Minuten länger, ist vielleicht nicht ganz so kurzweilig wie live, weil die Interaktion mit dem Publikum fehlte, ist etwas improvisiert, dafür erhält man trotzdem viele Einblicke, wie wir hier arbeiten, was wir noch vorhaben und vor allem was wir in der Vergangenheit gemacht haben.

Hier ist das Ergebnis in 55 Minuten:

Und hier sind wahrscheinlich alle Verweise, die in dem Video erwähnt werden:

https://netzpolitik.org/2004/fsfe-linuxtag-ev-softwareentwicklung-durch-patente-bedroht/

https://netzpolitik.org/2005/microsoft-on-promo-tour-in-linux-store/
https://netzpolitik.org/2005/europaparlament-beschliesst-vorratsdatenspeicherung/
https://netzpolitik.org/2006/aktion-die-cia-spioniert-auch-auf-deinem-konto-frag-deine-bank/
https://netzpolitik.org/2006/digital-rights-management/
https://netzpolitik.org/2006/aktionremixt-lessig/
https://netzpolitik.org/2007/kinderreporter-fragen-politiker-nach-dem-internet/
https://netzpolitik.org/2007/anhoerung-im-bundestag-zur-vorratsdatenspeicherung/
https://netzpolitik.org/2008/meine-erste-unterlassungserklaerung/
https://netzpolitik.org/2009/das-memo-zu-der-rasterfahnung-bei-der-deutschen-bahn/
https://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-schickt-mir-abmahnung/
https://netzpolitik.org/2009/mahnwache-am-freitag-keine-scheuklappen-fuers-netz/
https://netzpolitik.org/2009/zensursula-oder-kreativ-gegen-internetzensur/
https://netzpolitik.org/2009/zensursula-ruf-im-bundestag-an-1-akt/
https://netzpolitik.org/2009/bericht-von-der-sperrwache-in-berlin/
https://netzpolitik.org/2009/the-dawning-of-internet-censorship-in-germany/
https://netzpolitik.org/2009/der-schaeuble-plakat-remix-wettbewerb/
https://netzpolitik.org/2009/eu-mitmachen-und-die-netzneutralitaet-zu-erhalten/
https://netzpolitik.org/2009/datenleck-bei-schuelervz/
https://netzpolitik.org/2009/exklusiv-die-buecher-der-anderen/
https://netzpolitik.org/2009/exklusiv-die-libri-shops-der-anderen/
https://netzpolitik.org/2010/offiziell-jugendmedienschutzstaatsvertrag-gestoppt-landtag-nrw-wird-jmstv-morgen-ablehnen/
https://netzpolitik.org/2011/der-schultrojaner-eine-neue-innovation-der-verlage/
https://netzpolitik.org/2012/preview-das-wulff-interview-als-audio/
https://netzpolitik.org/2012/massenhafte-funkzellenabfrage-jetzt-auch-in-berlin-was-vorratsdatenspeicherung-wirklich-bedeutet/
https://netzpolitik.org/2012/acta-wir-haben-das-unmogliche-moglich-gemacht/
https://netzpolitik.org/2012/exklusiv-die-offizielle-gasteliste-von-ackermanns-geburtstagsdiner-die-das-kanzleramt-geheim-halten-will/

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October 23 2011

Praktikum bei netzpolitik.org

Ab November oder Dezember bieten wir wieder die Möglichkeit, bei uns ein Praktikum an der Schnittstelle zwischen Netzaktivismus und Online-Journalismus zu machen. Die klassische Laufzeit beträgt zwischen drei bis sechs Monaten, weniger macht in der Regel keinen Sinn. Die Prakikumsvergütung beträgt 300 Euro pro Monat.

Wir erwarten:

Lust am selbstständigen Arbeiten
Sicherer Umgang mit der deutschen Sprache
Gute Englischkenntnisse
Twitter, RSS und Blogs muss man Dir nicht erst erklären
Schön wären bereits erste Erfahrungen mit journalistischer Praxis

Wir bieten

Spiel, Spaß und Spannung,
Gute Einblicke ins netzpolitische Berlin und in den Arbeitsalltag eines größeren redaktionellen Blogs
Flexible Arbeitszeiten
Nette Mit-Menschen im Büro
Technik zum Spielen
Einige Stammtrolle und noch mehr liebenswerte Kommentatoren unter den eigenen Beiträgen
Viele Möglichkeiten, eigene Ideen umzusetzen und zu experimentieren

Zu den Aufgaben gehören:

Recherche & Fact-Checking
Verfassen eigener Beiträge
Verfolgen und Aufbereiten aktueller politischer Debatten
Community-Management

Bewerbungen bitte an markus@ diesedomain. Zeugnisse interessiere mich weniger, dafür mehr die Motivation, warum man gerade bei uns ein Praktikum machen will und welche Erfahrung man bereits gesammelt hat.

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March 31 2011

re:launch – Wir sehen neu aus

Was lange auf der To-Do-Liste stand, ist jetzt endlich mal in freier Wildbahn zu betrachten. Das Blog hat einen neuen Anstrich bekommen und wir haben auch endlich mal ein neues Logo. Das neue WordPress-Theme kommt von Linus (@linuzifer) (der sich viel mit wetter beraten hat) und das Logo hat uns Markus Angermeier (@kosmar) geschenkt. Einige neue Features sind auch dabei wie z.B. endlich mal die Möglichkeit, einen Artikel oben zu halten. HTML5 wird auch schon teilweise genutzt, das wollen wir noch ausbauen und möglichst alle Inhalte auch ohne Flash anbieten. Und alle Blogger und Bloggerinnen haben jetzt auch eine eigene Seite, wo auf eigenen Wunsch Kontaktmöglichkeiten, Transparenzhinweise und Links zu Twitter, etc. untergebracht werden können.

Auch neu ist mehr Werbung. Wir haben nie Werbung abgelehnt, wollten uns aber auch nie unter Wert verkaufen. Einige Jahre haben wir es über Adnation als Blog-Vermarkter versucht, aber als Politik-Blog waren wir für die darüber Werbenden in der Regel nicht interessant. Hier gibts einfach zu wenig Boulevard und/oder Lifestyle. Ich hatte auch nie besonders viel Lust, mich selbst um Werbung zu kümmern und uns hier ständig zu vermarkten. Eine wichtige Finanzierungsquelle ist und bleibt Flattr, womit wir im Moment einen Teil der Server-Kosten und die Finanzierung eines Praktikumsplatzes abdecken können. Das ist nicht viel, aber das ist auch nicht zu verachten. Größere Sprünge sind aber mit den 600-700 Euro (minus 19% MwSt.) nicht machbar. Flattr ist aber natürlich trotzdem eine wichtige Säule zur Refinanzierung und wir unterstützen gerne weitere neue Wege zur Refinanzierung von Inhalten. Wir freuen uns vor allem auch über jeden einzelnen Beitrag, weil er uns die Wertschätzung der Leser zeigt.

Vor einigen Wochen sprach uns ZEIT ONLINE an, ob wir auch in ihre Vermarktung rein wollen. Das probieren wir jetzt mal für sechs Monate aus und hier wird dann wahrscheinlich oft dieselbe Werbung angezeigt, die auch bei Zeit.de zu sehen ist. Wenn es klappt, haben wir wohl eine Finanzierung zur Schaffung von Redaktionsstellen, so dass wir endlich mal mehr Zeit für mehr Projekte und redaktionelle Ideen haben. Und unsere Berichterstattung nicht immer davon abhängig ist, wer gerade mal Lust und Zeit zum Bloggen hat. Wenn es nicht klappt, haben wir es ausprobiert und immer noch einen Plan B in der Tasche. Es wird hier 2,5 Werbeflächen geben, die über einen Adserver ausgeliefert werden. Diesen werden wir auch selbst bespielen können, also die Werbefläche in Zeiten, wo nichts gebucht ist. Dort werden dann bald Banner zu eigenen (und anderen empfehlenswerten) Kampagnen und Projekten zu sehen sein.

Wer Werbung ablehnt, kann natürlich einen Adblocker nutzen. Wer uns aber unterstützen will, kann aber auch eine Ausnahme für dieses Blog im Adblocker definieren und dazu beitragen, dass wir unsere Berichterstattung ausbauen können, die jetzt seit sieben Jahren mehr oder weniger ehrenamtlich erfolgt ist. Für das beliebte Plugin AdBlock gibt es hier zum Beispiel eine Anleitung.

Gleichzeitig haben wir zum ersten Mal einen Sponsor. Die Tarent AG, ein Linux-Dienstleister aus Bonn, sponsort uns durch einen festen monatlichen Betrag, der wiederum zur Finanzierung einer halben Stelle genutzt wird. Dafür erhält Tarent eine Werbefläche.

Verändern wird sich nichts. Wir sind immer noch kein gewinnstrebendes Projekt und werden alle Einnahmen wieder in das Projekt reinstecken. Aber wir bekommen mehr Möglichkeiten für Experimente, können neue Ideen ausprobieren, können auch mal technisch aufrüsten, hoffentlich mehr berichten und es hängt auch nicht mehr im Extremfall alles von mir und meiner Zeit ab.

Das war der erste Streich. Hinter den Kulissen arbeiten wir an einer weiteren Neuerung für euch – die folgt dann spätestens zur re:publica. Da ist mehr Bürokratie mit am Start. Aber das wird spannend.

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Schweinderl