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May 15 2013

Britische Studie: Wer viel illegal herunterlädt, kauft auch viel

In der Urheberrechtsdebatte melden sie gerne unterschiedliche Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche zu Wort und beklagen sich lautstark über das illegale herunterladen von Musik, Filmen oder Videospielen aus dem Internet. Diese sei nicht nur unmoralisch, auch würden den Unternehmen wichtige Umsätze verloren gehen. Sie fordern daher oftmals die Sperrung von Internetseiten, welche Zugang zu illegalen Inhalten anbieten – siehe Internet-Zensur: mehrere griechische Torrent-Seiten vor Sperrung.

Eine Studie, welche nun von der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom veröffentlicht wurde, zeichnet aber nun ein anderes Bild. Zusammengefasst ist das Fazit der Studie an der knapp 10.000 Personen teilnahmen, dass die Personen die am meisten illegale Inhalte aus dem Internet herunterladen, gleichzeitig am meisten Geld für Unterhaltungsmedien ausgeben.

The Top 10% Infringers accounted for just 1.6% of the 12+ internet user population, but were responsible for 79% of infringed content. The Top 20% infringers, accounting for 3.2% of 12+ internet users, were responsible for 88% of infringements.

sowie

Despite their high levels of infringement, the Top 20% Infringers also accounted for 11% of the legal content consumed.

Die Studie besagt also, dass 3,2% der über 12 Jahre alten Internetnutzer für 11% des Umsatzes von Unterhaltungsmedien verantwortlich seien. Weiter in der Studie:

The Top 20% Infringers also spent significantly more across all content types on average than either the Bottom 80% Infringers or the non-infringing consumers (£168 [$250] vs. £105 [$160] vs. £54 [$83] over the six month period covered).

Als Gründe für da illegale herunterladen von Inhalten nannten die Top 20% der Downloader vor allem, dass es kostenlos sei, es schnell ginge und darüber hinaus nicht kompliziert sei. Im Gegenzug sagten sie das sie nicht auf legale Inhalten zugreifen würden, da sie zu teuer seien, nicht alle gewünschten Inhalte verfügbar wären und dass die Nutzung nicht komfortabel genug sei.

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch schon Studien aus dem Jahr 2009, wie wir berichteten. Die komplette Studie ist als pdf direkt bei Ofcam herunterzuladen.

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Schweinderl