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June 10 2011

Soziale Software: Polizei identifiziert Verkehrssünder

Ich habe es immer schon gesagt: Leute, wenn ihr schon eure Bilder in sozialen Netzwerken postet, denkt bitte auch daran, sie ordentlich zu taggen. Nein, ernsthaft. Ohne gewissenhafte Verschlagwortung hat niemand was von euren Bildern!

Weder eure Freunde, noch eure Freunde und Helfer. Gerade letzteren kann man durch sauber referenziertes Bildmaterial eine echte Freude machen. Zum Beispiel bei der Identifizierung des Fahrers auf “Blitzerfotos”. Da gibt es nämlich ein echtes Problem: Liegt nach ein paar Wochen endlich der Anhörungbogen auf dem Tisch, will es wieder keiner gewesen sein.

Das Resultat: Erhöhter Aufwand für die Behörden, die in der Nachbarschaft von Tür zu Tür ziehen müssen, um jemanden zu finden, der den Fahrer identifizieren kann. Ein Aufwand (Hallo, Steuergelder!), der völlig unnötig wäre, wenn jeder (Daten-)Verkehrsteilnehmer seine Bilder ordentlich taggen würde. Glaubt ihr nicht? Dann bitte hier entlang, zu einer aktuellen Meldung bei Focus Online:

[...] einem Bericht der „Hamburger Morgenpost“ zufolge, greifen Polizeibeamte gezielt auf die frei zugänglichen Aufnahmen [in sozialen Netzwerken] zurück und gleichen sie mit Blitzerfotos ab. [...] Auch wer tatsächlich in einem fremden Wagen geblitzt wird, kann sich nicht mehr sicher sein: Verbindungen zwischen Personen, die sich ein Auto teilen, sind schließlich auch in sozialen Netzwerken sehr wahrscheinlich. Wer Rückschlüsse der Polizei vermeiden will, dem bleibt nur ein Deckname oder ein unkenntliches Bild auf Facebook und Co.

PS: Wer sein Fahrzeug stets rücksichtsvoll und in Einklang mit der Straßenverkehrs-Ordnung bewegt, darf seine Bilder natürlich trotzdem taggen. Maschinenlesbarkeit ist kein Verbrechen! #datalove!

 

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Schweinderl