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June 17 2013

PRISM: NSA hört Telefone ohne richterlichen Beschluss ab

Die NSA hat in einem geheimen Briefing mit amerikanischen Abgeordneten erklärt, dass sie keinerlei gerichtlichen Befugnisse benötige um inländische Telefonate abzuhören. Das teilte der amerikanische Abgeordnete Jerrold Nadler mit, wie CNET berichtet.

If the NSA wants “to listen to the phone,” an analyst’s decision is sufficient, without any other legal authorization required, Nadler said he learned. “I was rather startled,” said Nadler, an attorney and congressman who serves on the House Judiciary committee.

Die Aussagen Nadlers legen nahe, dass das amerikanische Justizministerium die inländischen Gesetze zur Überwachung von Bürgern so interpretiert, dass sogar einfache Analysten die Berechtigung haben jegliche Telefongespräche mit zuhören. Dieses scheint Aussagen von Edward Snowden zu bestätigen der in einem Videointerview mit Glenn Greenwald vom Guardian angab:

I, sitting at my desk, certainly had the authorities to wiretap anyone, from you, or your accountant, to a federal judge, to even the President if I had a personal email.


Auch wenn die NSA sich in dem Briefing scheinbar nur zur Telefonüberwachung äußerte scheinen die Aussagen jedoch eine weitaus größere Tragweite zu haben wie CNET erklärt:

Because the same legal standards that apply to phone calls also apply to e-mail messages, text messages, and instant messages, being able to listen to phone calls would mean the NSA analysts could also access the contents of Internet communications without going before a court and seeking approval.

Wie jedoch bis immer in der Debatte um PRISM, gibt es zu jeder Aussage und jeder Vermutung eine Gegenaussage. So äußerte sich der Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, James Clapper, persönlich zu diesen Vorwürfen und gab an:

The statement that a single analyst can eavesdrop on domestic communications without proper legal authorization is incorrect and was not briefed to Congress.

Clapper gab jedoch nicht an was genau denn eine “ausreichende Autorisierung” sei. Gerüchten zufolge reicht nämlich bereits die Genehmigung eines Schichtleiters. Darüber hinaus hat die Washington Post am Wochenende ein weiteres geheimes Spionageprogramm der NSA mit dem Namen NUCLEON aus dem Hut gezaubert. Im Rahmen dessen sollen Telefongespräche überwacht und die gesprochenen Worte in eine Datenbank geleitet werden. Sämtliche Anfragen wie viele Bürger davon betroffen seien, werden jedoch von der Obama Regierung zurückgewiesen.

Alles in allem scheinen wir noch längst nicht an dem Punkt angekommen zu sein, an dem auch nur annähernd alle Informationen rund um PRISM und die Überwachung durch NSA bekannt sind. Zur Zeit werden mit neuen Aussagen oder Veröffentlichung mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Die Frage ist, ob sich das jemals ändern wird.

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August 03 2012

Was sonst noch so war

US-Behörde liest Mails von kritischen Mitarbeitern
Nach einem Futurzone Bericht überwachte die US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) 21 Angestellte.

Die für die Arzneimittel-Kontrolle zuständige US-Behörde FDA hat nach einem Bericht der “New York Times” 2010 eine großangelegte Spähaktion gegen kritische eigene Wissenschaftler ausgeführt. Tausende private E-Mails von insgesamt 21 Angestellten an Kongressmitglieder, Rechtsanwälte, Journalisten und sogar an Präsident Barack Obama seien mit Hilfe von Spionage-Software heimlich mitgelesen worden, meldete die Zeitung am Sonntag.

Berlin: Unübersichtliche Demonstrationen sollen wieder gefilmt werden
Der Berliner Senat hat beschlossen einen entsprechenden Gesetzentwurf in das Abgeordnetenhaus einzubringen. Kundgebungen und Demonstrationen sollen zukünftig mit weitwinkligen Aufnahmen überwacht werden dürfen. Ein Gericht hatte 2010 Übersichtsaufnahmen von Demonstrationen für nicht rechtmässig erklärt.
Mehr auf berlin.de

Scan in Mobilfunknetzen: Tausende ungeschützte Geräte

Mit einem simplen Portscanner hat der deutsche Sicherheitsforscher Collin Mulliner die Netze von europäischen Mobilfunkanbietern untersucht. Ergebnis: Haufenweise Geräte wie Smart Meter, Straßenverkehrskontrollsysteme, KfZ-Ortungshardware oder GSM-/GPRS-Ethernet-Router. Schutz durch Passwörter? Fehlanzeige.

Mehr auf: heise.de

Telefonüberwachungen in Berlin steigen
Im vergangen Jahr hörte die Berliner Polizei bei mehr als 1,5 Millionen Telefonaten mit. Im Vergleich zu 2010 ist das eine Steigerung von fast 50%.
Mehr auf berlin.de

Wildkameras erfassen auch Menschen
Mit Wildkameras sollen die Lebewesen im Wald erfasst werden.

Auch Jäger stellen gut getarnte Kameras auf, um einen besseren Überblick über den Wildwechsel zu erhalten. Doch erweist sich, dass immer wieder Menschen unbewusst in diese Foto- und Videofallen tappen. In Kärnten wurde ein Fall publik, bei dem das außereheliche Schäferstündchen eines Politikers im Wald abgelichtet wurde. [...] Die Opfer der Fotofallen merken selten etwas von den Aufnahmen. Die Geräte verfügen über Infrarotblitze, die für Mensch und Tier unsichtbar sind.

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