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July 23 2013

Auch Paypal verweigert Zahlungen an den schwedischen VPN-Anbieter IPredator

Anfang Juli wurde bekannt, dass die Kreditkartenunternehmen Mastercard und VISA keine Zahlungen mehr an schwedische VPN-Anbieter ausführen. Neben den VPN-Anbietern ist auch der schwedische Zahlungsdienstleister Payson betroffen, der die Zahlungen von Mastercard und VISA entgegen nahm und dann an die entsprechenden Ziele weiterleitete. Der schwedische, vom Pirate-Bay Mitgründer Peter Sunde ins Leben gerufene, VPN-Anbieter IPredator meldete heute Morgen nun über Twitter, was damals schon vermutet wurde: Auch Paypal ist nun auf den Zug aufgesprungen und leitet keine Zahlungen mehr an IPredator weiter.

Torrentfreak vermutete bei den Zahlungsstopps von Mastercard und VISA an die VPN-Anbieter, dass es sich um Maßnahmen im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen handelt. Und auch Paypal wurde bereits damals im Zusammenhang mit solchen Methoden erwähnt.

There’s an unwritten rule that Mastercard and Visa don’t accept file-hosting sites that have an affiliate program and PayPal has thrown out nearly all cyberlockers in recent months.

Inwieweit Mastercard und VISA Paypal zu diesem Schritt gedrängt haben ist zur Zeit unklar. Ebenso ist noch nicht klar, ob auch andere VPN-Dienstleister in Schweden von Accountkündigungen seitens Paypal betroffen sind. Sobald es weitere Einzelheit gibt, werden wir diese hier selbstverständlich veröffentlichen.

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July 10 2013

Heml.is: Peter Sunde will abhörsicheren Messenger für Smartphones entwickeln

Der Schwede Peter Sunde, einer der Mitgründer von The Pirate Bay, hat angekündigt einen abhörsicheren Messenger für Smartphones entwickeln zu wollen. Der Messenger soll auf den Namen heml.is hören – hemlig bedeutet auf schwedisch so viel wie “geheim” – und soll eine Anwendung für “Jedermann” werden und der “nutzerfreundlichste Messenger aller Zeiten”. Zusammen mit Leif Högberg und Linus Olsson hat Sunde bereits eine Webseite erstellt und bittet dort um Spenden um das Projekt verwirklichen zu können.

Heml.is baut nach eigenen Angaben auf bereits vorhanden Technologien auf, darunter XMPP und PGP. Die Bedienung von heml.is soll dabei so einfach und intuitiv wie möglich gestaltet werden, um auch Nutzer ohne technisches Hintergrundwissen anzusprechen und ihnen verschlüsselte Kommunikation über das Smartphone zu ermöglichen. Um heml.is zu finanzieren hat Peter Sunde zu einer Crowdsourcingkampagne aufgerufen, mit dem Ziel 100.000 Dollar einzunehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist mit rund 30.000 Dollar bereits ein Drittel der Summe eingenommen worden. Sollte die Endsumme nicht erreicht werden, erhalten alle Spender ihr Geld zurück.

In einer ersten Version soll heml.is für Android und iOS erscheinen. Die Entwickler halten es sich offen, später weitere Betriebssysteme zu unterstützen. Angedacht ist eine kostenlose Version, welche einzig das Versenden von Textnachrichten erlaubt, sowie eine Pro-Version, welche Zusatzfunktionen wie das Versenden von Bildern erlauben soll.

Heml.is ist aber keineswegs der einzige Messenger für Smartphones, der verschlüsselte Kommunikation ermöglicht. Ein Messenger mit einem ähnlichen Fokus auf Benutzerfreundlichkeit ist Threema. Der aus der Schweiz stammende Messenger ist ebenfalls für Android und iOS erhältlich, ist allerdings keine Open-Source Software. Daher lässt sich nichts über die Qualität der Verschlüsselung im Code sagen. Eine weitere Alternative für Android ist TextSecure, welches Open-Source-Software ist und ebenfalls eine verschlüsselte Kommunikation über das Smartphone ermöglicht.

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July 04 2013

Mastercard und VISA sperren Zahlungen zu VPN-Providern

Wikileaks hat in dieser Woche bekannt gegeben wieder Zahlungen über Mastercard abwickeln zu können. Das Unternehmen habe nach fast drei Jahren die Blockade der Zahlungen an Wikileaks aufgelöst. Dieser eigentlich positive Schritt wird allerdings durch eine neue Einschränkung stark getrübt: Mastercard und VISA gaben an, keine Zahlungen mehr an VPN-Provider ausführen zu wollen. Das bestätigte der schwedische Dienstleiter für Zahlungsabwicklung Payson gegenüber Torrentfreak.

Torrentfreak sieht in der Sperrung von VPN-Providern durch Mastercard und VISA einen weiteren Schritt gegen Webseiten und Services im Internet die mit Urheberrechtsverletzungen in Verbindungen stehen.

There’s an unwritten rule that Mastercard and Visa don’t accept file-hosting sites that have an affiliate program and PayPal has thrown out nearly all cyberlockers in recent months. It now turns out that these policies have carried over to VPN providers and other anonymizing services.


Betroffen ist hiervon zunächst der schwedische Dienstleister Payson. Dieser nahm die Zahlungen über Mastercard oder VISA entgegen und leitete das Geld an die entsprechenden Unternehmen, wie VPN-Provider, weiter. Wie Payson in einer E-Mail an seine Kunden mitteilte, ist damit ab sofort Schluss:

Payson has restrictions against anonymization (including VPN services). As a result Payson can unfortunately no longer give your customers the option to finance payments via their cards (VISA or MasterCard).

Von dieser Zahlungsblockade sind eine Reihe von VPN-Provider betroffen. Torrentfreak nennt unter anderem, Anonine, Mullvad, VPNTunnel und Privatvpn. Ebenfalls von der Sperrung betroffen ist aber auch iPredator, ein VPN-Provider welcher von Peter Sunde, dem Mitbegründer von PirateBay, ins Leben gerufen wurde. Sunde sprach dabei gegenüber Torrentfreak ein enormes Problem der Zahlungsblockade an:

It means that US companies are forcing non-American companies not to allow people to protest their privacy and be anonymous, and thus the NSA can spy even more. It’s just INSANE.

Denn keineswegs wird VPN nur genutzt um Urheberrechtsverletzungen zu begehen. Mit VPN ist es dem Nutzer möglich, sich einen gewissen Grad an Anonymität beim Surfen im Internet zu verschaffen, indem er sich mit einem privaten Netzwerk (dem VPN-Server) verbindet und sämtliche Kommunikation dann über dieses Netzwerk läuft. Der eigentliche Nutzer dahinter ist nicht mehr zu erkennen. VPN kann demnach auch von Filesharern genutzt werden, aber genauso auch von Nutzern denen einfach ihre Privatsphäre am Herzen liegt. Besonders in Zeiten von PRISM und Tempora wirken solche Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre nicht mehr übertrieben.

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August 10 2012

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