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January 14 2014

Studie der Otto-Brenner-Stiftung: “Verdeckte PR in Wikipedia”

Cover-Oppong-StudieWährend Wikipedianer Dirk Franke im netzpolitik.org-Interview von bezahltem Schreiben noch als “kommende[m] Problem” spricht, kommt der Journalist Marvin Oppong in einer Studie für die gewerkschaftsfinanzierte Otto-Brenner-Stiftung (OBS) zu dem Schluss, dass verdeckte PR in der Wikipedia (PDF der Studie) bereits heute ein großes Problem ist. So heißt es in der Pressemeldung zur Veröffentlichung der Studie:

Im seltsamen Kontrast zu dem ungebrochenen Siegeszug von Wikipedia als Informations-, Orientierungs- und Deutungsquelle steht die interne Struktur von Wikipedia, die es bisher nicht vermag, „PR in Wikipedia effektiv zu verhindern und Manipulationen in Wikipedia wirksam zu unterbinden.

Zu diesem harten Urteil kommt Oppong unter anderem an Hand von Fallstudien einzelner Artikel, u.a. über Daimler, RWE oder den FDP-Politiker Christian Lindner. Oppong argumentiert, bei Wikipedia handle es sich um eine “Diktatur der Zeitreichen”, weshalb die finanziell gut ausgestattete PR-Branche im Vorteil sei und über verschiedene Manipulationswege verfüge (S. 39). Als eine jener Branchen, in der es mutmaßlich die meisten Manipulationen gibt, nennt Oppong deshalb auch die finanzstarke Pharma-Branche (S. 41).

Community, Foundation und Verein

Ein besonderes Augenmerk legt Oppong auch auf mutmaßliche Interessenskonflikte von (ehemaligen) MitarbeiterInnen der Wikimedia Foundation bzw. des deutschen Wikimedia-Vereins. So widmet Oppong zum Beispiel dem ehemaligen deutschen Vorstandsmitglied der Wikimedia Foundation Arne Klempert eine eigene Fact-box (S. 47f.), weil dieser jetzt für die PR-Agentur Fleishman-Hillard Germany tätig ist. Dort ist Klempert u.a. für die Erstellung des Wikipedia Corporate Index verantwortlich.

Was Oppong allerdings unerwähnt lässt, ist die relativ starke Distanz zwischen formaler Organisation und der Community aus ehrenamtlichen WikipedianerInnen wenn es um die Erstellung der Inhalte geht. Mit anderen Worten: Interessenskonflikte von Wikimedia-FunktionärInnen wirken sich in der Regel weniger stark und unmittelbar auf Inhalte aus, als das beispielsweise bei leitenden Redakteuren in klassischen Medienhäusern der Fall ist; gleichzeitig haben Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland aber natürlich auch weniger Durchgriffsrechte was Regeln und Inhalte betrifft.

Oppong sieht das offenbar anders bzw. darin ein Problem und wirft Wikimedia Deutschland im 7. Kapitel seiner Studie  in einem Rundumschlag vor, PR unzureichend zu bekämpfen, nicht transparent genug zu sein und spricht von einer “Nomenklatura des Vereins”, die “Spötter” sogar “als ‘Sekte’” bezeichnen würden.

Angesichts dieser heftigen Kritik an Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland überraschen dann aber Oppongs zehn Verbesserungsvorschläge um den Missbrauch von Wikipedia für PR-Zwecke einzudämmen, die den Abschluss der Studie bilden. Denn zum größten Teil können die Foundation oder Wikimedia Deutschland diese nicht umsetzen oder wird genau daran schon gearbeitet. Zu den Vorschlägen im einzelnen:

  1. Förderung von Medienkompetenz in Ausbildungseinrichtungen: Der Forderungsklassiker. Richtet sich an Schulen. Wikimedia Deutschland leistet hier mit dem “Schulprojekt” bereits seit Jahren einen Beitrag.
  2. Mehr Informationen für Wikipedia (Neu)nutzerinnen und -nutzer sowie ihre bessere Einbindung, Vereinfachung der Wikisoftware: An der Vereinfachung der Wikisoftware wird bereits seit längerem gearbeitet, der Visual Editor soll in Kürze zum Standard für die Bearbeitung werden. Was NeunutzerInnen betrifft, so ist weniger die Menge an Information sondern eher die gewachsene Komplexität das Problem.
  3. Offenlegung der Accounts von Unternehmen und Verbänden: Erzwingen lässt sie sich die Offenlegung bei Beibehaltung der Möglichkeit anonymer Editierungsmöglichkeit nicht. Schon heute gehört es aber zu anerkannt guter Praxis, offenzulegen, wie auch die Interviews mit “PR-Profis” in Oppongs Studie belegen.
  4. Intensivierung der Quellenverlinkung: Die Zahl der Quellenverweise in der Wikipedia nimmt ständig zu, Quellenkritik steht an der Tagesordnung. Diesbezügliche Regelungen müssten aber von der Community verabschiedet werden.
  5. Registrierungsmöglichkeit für Nutzer: Hier schwebt Oppong eine Art Verifizierungsverfahren vor, ähnlich wie es das beispielsweise bei kommerziellen Plattformen wie Amazon oder Twitter gibt. Das wäre tatsächlich etwas, das die Foundation anbieten könnte. Allerdings bestünde, wie Oppong selbst schreibt, die Gefahr, dass dann sozialer Druck entsteht, Angaben zur Person zu machen.
  6. Demokratische Elemente stärken: Oppong fordert, dass bei inhaltlichen Abstimmungen AdministratorInnen kein Ermessen mehr haben sollte, sondern “Stimme für Stimme ausgezählt” werden sollte. Außerdem sind ihm Mindesterfordernisse wie einer bestimmten Zahl an Editierungen für die Teilnahme an Abstimmungen ein Dorn im Auge. Beide Vorschläge halte ich für verfehlt. Gerade weil sich über Wissen nicht einfach abstimmen lässt, ist eine Entscheidung auf Basis offen ausgetragener Diskussion einem simplen Stimmenzählen überlegen. Und die Mindestanforderungen für die Teilnahme an Abstimmungen sind nicht besonders hoch, erschweren gleichzeitig aber die Manipulation von Abstimmungen.
  7. Interessenerklärung für die Wikipedia-Führung und Wikimedia Präsidiumsmitglieder: Abgesehen davon, dass zumindest mir nicht klar ist, wer “die Wikipedia-Führung” sein soll, ist der Einfluss der Mitglieder der formalen Organisationen auf die Inhalte der Wikipedia begrenzt. Wikimedia Foundation und Vereine geben eben keine Inhalte in Auftrag. Von ihnen geht in Sachen verdeckter PR deshalb auch keine besonders große Gefahr aus.
  8. Sanktionen für Verstöße gegen Wikipedia-Regeln: Es gibt eine Reihe von Sanktionen, die bis hin zur Sperrung von Accounts reichen.
  9. Unabhängige Kontrollgremien: Es gibt bereits gewählte Schiedsgerichte.
  10. Ethik-Kodex: Es gibt es schon eine große Zahl an Regeln und Verhaltensempfehlungen im Autorenportal der Wikipedia.

Hinsichtlich der Verbesserungsvorschläge lässt sich also festhalten, dass sich mit Ausnahme der (durchaus zweifelhaften) Punkte 5 und 7 sämtliche Vorschläge entweder an die Community oder überhaupt an externe Akteure wie Schulen oder Unternehmen richten.

Mein persönliches Fazit nach der Lektüre der Studie fällt gemischt aus: Jedenfalls liefert die Studie eine große Menge an Material und damit einen wichtigen Beitrag zur Debatte über den Umgang mit bezahltem Schreiben und PR in der Wikipedia. Auch die Lösungsvorschläge am Ende können eine guten Ausgangspunkt für weiterführende Diskussionen liefern. Gleichzeitig liest sich die Studie bisweilen sehr stark so, als ginge es nur darum, die Ausgangsthese – Wikipedia ist der PR-Übermacht schutzlos ausgeliefert – zu belegen. Dabei belegt gerade die vom Autor selbst dargebotene Materialfülle, dass Wikipedia gegenüber klassischen Medien auch Vorteile hinsichtlich PR-Anfälligkeit aufweist. Denn natürlich ist Wikipedia relevant für PR-Strategien von Unternehmen. Gleichzeitig lassen sich diese auf Wikipedia aber leichter nachvollziehen, als das in herkömmlichen Medien der Fall ist. Die zahlreichen Screenshots mit Versionsvergleichen in Oppongs Studie sind der beste Beweis dafür.

Bei MDR Figaro gibt es ein Interview mit dem Studienautor zum Nachhören.

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January 11 2014

Interview mit Dirk Franke über “Grenzen der Bezahlung” in der Wikipedia

Die Entlassung von Sarah Stierch durch die Wikimedia Foundation, weil sie neben ihrer offiziellen Tätigkeit gegen Bezahlung in der Wikipedia geschrieben hatte (vgl. “Neue Probleme mit bezahlten Artikeln in der Wikipedia“), sorgt immer noch für Diskussionen. So widmet sich auch die aktuelle Ausgabe der Wikipedia-Onlinezeitung “Signpost” fast ausschließlich der Angelegenheit.

Die Kontroverse bietet aber auch einen guten Anlass, noch einmal etwas grundsätzlicher über die Frage des Für und Wider von bezahltem Schreiben in der Wikipedia zu diskutieren. In Deutschland bietet sich in diesem Zusammenhang besonders der langjährige Wikipedia-Autor und seit 1. Januar 2014 Wikimedia-Deutschland-Mitarbeiter Dirk “Southpark” Franke an. Denn Dirk Franke hat bis vor kurzem zu “Grenzen der Bezahlung” in der Wikipedia gearbeitet und wird sich auch weiterhin in seiner Freizeit mit dem Thema beschäftigen. Das folgende Interview hat deshalb auch nichts mit seiner Tätigkeit für Wikimedia Deutschland zu tun und seine Aussagen sind rein persönlicher Natur.

Dirk Franke (Foto: Tobias Schumann, CC-BY-SA-3.0)

Dirk Franke (Foto: Tobias Schumann, CC-BY-SA-3.0)

Du hast Dich für die Wikimedia Foundation in einem Projekt mit den “Grenzen der Bezahlung” auseinandergesetzt. Was war da die Fragestellung?

Dirk Franke: Das stimmt so nicht so ganz. Gefördert wurde das Projekt vom Verein Wikimedia Deutschland, der rechtlich unabhängig von der Stiftung ist. Ich habe es auch nicht für den Verein gemacht, sondern im Rahmen eines Förderprogramms in dem Mitglieder der Community verschiedene Projekte vorschlagen können – ich habe das immer so verstanden, dass ich das Projekt für die Wikipedia-Community mache, und nicht so sehr für den Verein. Die Fragestellung war auch eher eine praktische: bezahltes Schreiben ist einfach absehbar ein kommendes Problem und eine kommende Entwicklung: Wie schaffe ich es, die Community dazu zu animieren, sich Gedanken zum Thema zu machen, noch bevor das Problem in der Tür steht, und es eigentlich zu spät ist?

Was waren die wichtigsten Erkenntisse aus Deinem Projekt?

Dirk Franke: Ganz grundsätzlich muss die Community eine Entscheidung treffen, welcher Grundwert der Wikipedia ihr wichtiger ist: Offenheit oder totale Nicht-Kommerzialität. Entweder ist Wikipedia offen für alle, und es ist möglich, Wikipedia anonym zu bearbeiten – dann ist es quasi unmöglich, ein Paid-Editing-Verbot konsequent durchzusetzen. In dem Fall stellt sich allerdings weniger eine Verbotsfrage, sondern eine Regulierungsfrage: Wie kann man bezahltes Schreiben sinnvoll lenken, und möglichst nur auf seine nicht-schädlichen Aspekte eingrenzen.

Oder es ist der Community wichtig, bezahltes Schreiben wirklich konsequent zu verbieten? Dann allerdings lässt sich die Anonymität im Projekt nicht mehr aufrecht erhalten, und die Wikipedia würde sich inhaltlich und sozial deutlich verändern: das Projekt wäre nicht mehr dasselbe wie vorher.

Wie sieht es mit der Akzeptanz von bezahltem Schreiben in der Community aus?

Dirk Franke: Für die mehr oder weniger weitreichende Akzeptanz von bezahltem Schreiben in der Community gibt es mehrere Faktoren, die bei den bezahlten Schreibern selbst liegen. So findet es eher Akzeptanz, wenn es um nichtkommerzielle Zwecke geht, und der Autor nicht auch noch ehrenamtlich in der Wikipedia aktiv ist, oder gar eine Funktion innerhalb der Wikipedia hat. Der Idealfall aus Sicht der Community wäre es wohl, wenn eine nichtkommerzielle Organisation aus ihren eigenen Mitteln transparent Menschen mit Expertenwissen bezahlt, die bisher nicht Wikipedia editiert haben, um unparteiisch Artikel über allgemeine Themen des Wissens zu bearbeiten.

Schon heute ist es ja so, dass für einige Tätigkeiten im Bereich der Wikipedia, z.B. der Weiterentwicklung der Software, bezahlt wird. Warum darf nicht auch für das Verfassen von Artikeln bezahlt werden?

Dirk Franke: So ganz stimmt das auch heute schon nicht: Bezahltes Schreiben trifft zwar nur selten auf Freude oder Zustimmung im gesamten Wikiversum – explizit verboten ist es jedoch auch so gut wie nie. Fast alle Formen des bezahlten Schreibens bewegen sich in einer Grauzone aus informellen Gebräuchen, “man-soll-nicht”-Regeln, und einer oft ablehnenden Praxis. Dabei gibt es Formen, die mehr und weniger akzeptiert werden. Es gibt zum Beispiel einige wenige Fälle im englischsprachigen Raum, in denen Menschen von Kulturinstitutionen bezahlt werden, um Inhalte über Kunst oder Kultur zu schreiben. Schwierig wird es, wenn es auch um Artikel über die Institution an sich geht, oder die Artikel dazu dienen, einen bestimmten Themenkomplex zu bewerben.

Im Bereich Open Source Software gibt es ein nebeneinander von bezahlten und unbezahlten Beitragenden (vgl. z.B. eine aktuelle Studie “Paid versus Volunteer Work in Open Source” von Dirk Riehle und anderen) – warum ist das im Bereich der Wikipedia schwieriger?

Dirk Franke: Soweit ich weiß, ist es auch im Bereich Open Source Software nicht immer ganz einfach mit dem Nebeneinander. Bei Wikipedia fehlt allerdings bisher jede Erfahrung damit, wie so ein Nebeneinander überhaupt aussehen könnte. Viele Wikipedia-Autoren verstehen sich darüber hinaus als Nicht-Kommerziell und gegen Kommerz im Wissen ausgerichtet. Diese haben oft sehr klare und ausgesprochene Meinungen zum Thema.

Zudem unterscheidet sich Software und Wikipedia-Text auch erheblich: der Code eines Programms unterscheidet sich vermutlich nicht großartig, egal wer dafür bezahlt hat. Bei Wikipedia steht immer die Befürchtung im Raum, dass derjenige der bezahlt, auch die Ausrichtung und die Neutralität des Textes beeinflussen will.

Die Frage der Bezahlung ist auch im Kontext mangelnder Vielfalt ein Thema. In ihrem Vortrag “Diversity initiatives that worked in other open communities” (PDF der Slides) bei der Wikipedia Diversity Conference meinte beispielsweise Valerie Aurora, dass Bezahlung es unterrepräsentierten Gruppen wie z.B. Frauen leichter macht, Beiträge zu leisten. Wie siehst Du das?

Dirk Franke: Kurzfristig wäre dem vermutlich so. Wobei man sich vor Augen führen muss, wieviele Menschen in der Wikipedia aktiv sind. Die deutsche Wikipedia hat beispielsweise einen harten Kern von etwa 1000 Menschen, die fast täglich editieren und etwa 7000 Menschen, die regelmäßig mehrfach im Monat vorbeischauen. Wenn man da durch Bezahlung wirklich einen nennenswerten Unterschied in der Zusammensetzung der Community machen wollte, müsste man eine größere Personenzahl mit dementsprechenden Kosten bezahlen.

Welche Probleme wären abgesehen von den hohen Kosten noch zu erwarten?

Dirk Franke: Es stellen sich vor allem zwei Probleme: würden diese bezahlten Autorinnen jemals Akzeptanz unter den Ehrenamtlichen finden, oder würde das nicht eher das Problem verschärfen und zu einer Spaltung führen? Und: Wie würden sich beispielsweise die durchaus vorhandenen Wikipedianerinnen fühlen, die seit Jahren in Wikipedia aktiv sind, wenn ihnen plötzlich bezahlte Kolleginnen vor die Nase gesetzt werden? Bei solchen Projekten besteht immer eine immense Gefahr, dass man die seit Jahren aktiven Freiwilligen demotiviert, während jeglicher Effekt möglicher Bezahl-Programme sofort verpufft, sobald die Mittel erschöpft sind.

Wo lag im konkreten Fall von Sarah Stierch eigentlich genau das Problem? Sie hat schließlich aus ihrer Tätigkeit des bezahlten Schreibens kein Geheimnis gemacht, sondern sogar die Preise auf ihrem Blog transparent gemacht?

Dirk Franke: Zu dem Fall habe ich bisher deutlich zu wenig Detailwissen, um wirklich sinnvoll Auskunft geben zu könnnen. Alles was mir zur Zeit klar zu sein scheint, ist, dass Sarah Stierch etwas getan hat, von dem ihre Vorgesetzten in der Wikimedia Foundation nichts wussten. Anscheinend war dieses Handeln dann auch gravierend genug, um zu den gezogenen Konsequenzen zu führen.

Auf der Mailingliste der Wikimedia Foundation wird Sarah Stierch mit dem Argument verteidigt, dass das Problem nicht bezahltes Schreiben an sich, sondern bezahltes Lobby-Schreiben ist. Lässt sich zwischen “guter” und “schlechter” Bezahlung unterscheiden?

Dirk Franke: Wie weiter oben geschrieben; es gibt diverse Faktoren (Offenheit, Inhalt, Geldquelle etc.), die die Akzeptanz von Bezahlung erhöhen oder vermindern. Das Spektrum reicht da von hellgrau bis tiefschwarz. Für wirklich gutes Nicht-Lobby-Schreiben müsste ja eine Geldquelle gefunden werden, die mit der Bezahlung keinerlei eigene Interessen verfolgt. Das stelle ich mir in der Praxis recht schwierig vor.

Erik Möller, Vize-Direktor der Wikimedia Foundation, hat die Idee einer eigenen Organisation aufgeworfen, die Geld für das bezahlte Erstellen von Wikipedia-Artikeln einsammelt, gleichzeitig aber sicherstellt, dass mit dem Geld keine Inhalte gekauft werden können. Wäre das ein Ausweg?

Dirk Franke: Zumindest ist es ein Gedankenansatz, der meines Wissens bisher von der Stiftung her neu ist. Der geht das weiter oben angesprochene inhaltliche Problem an, löst aber noch nicht das soziale Problem, dass die Existenz von spendengeförderten Autoren möglicherweise ehrenamtliche Wikipedianer demotiviert und aus dem Projekt vertreibt.

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