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February 04 2012
NPP117: Mitschnitt von “Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami”
Wir machen einen live-Audiostream der heutigen Konferenz zu Überwachunstechnologien; Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami.
Hier gehts zum Stream als MP3 oder OGG. Der Hashtag zur Veranstaltung lautet #rav42.
Das Programm bis 19h:
11.00 – 13.00 Uhr – Mitschnitt als OGG (76 MB) und MP3 (122 MB)
Podium 1: Das Handy als polizeiliches Werkzeug zur Strafverfolgung und „Crowd Control“
* Funkzellenauswertung zur Strafverfolgung in Dresden (Peer Stolle, Rechtsanwalt)
* Aufspüren von DemonstrantInnen in Echtzeit im Iran (Erich Moechel, Internetreporter)
* Die Verwaltung des digitalen Tsunami: Die Rolle der EU-Sicherheitsforschung (Eric Töpfer, Statewatch/ CILIP)
Moderation: N.N.
14.00 – 16.00 Uhr – Mitschnitt als OGG (59 MB) und MP3 (99 MB)
Podium 2: Mathematik gegen Dissens – Computergestützte Repression
* Deep packet inspection und Vorratsdaten (Ralf Bendrath, Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Jan Philipp Albrecht, MdEP/ Grüne)
* Ermittlungssoftware, Data Mining, voraussagende Analyse (Matthias Monroy, Journalist, Gipfelsoli)
* Polizeiliche Ermittlungen in Sozialen Netzwerken (Rena Tangens, Foebud)
Moderation: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Münster
16.30 – 19.00 Uhr – Mitschnitt als OGG (80 MB) und MP3 (129 MB)
Was tun: Digitaler Selbstschutz, Rechtsschutz, Online-Petition? Gegenstrategien in den Wogen des „digitalen Tsunami“
* Alternative Provider und digitaler Selbstschutz (NADIR)
* Die Kampagne gegen Vorratsdatenspeicherung: Ein Modell für zukünftige Initiativen? (Katharina Nocun, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung)
* Wer macht eigentlich Netzpolitik? (Sandra Mamitzsch, Digitale Gesellschaft e.V.)
* Mit Recht und Gesetz gegen ausufernde digitale Kriminaltechnik? (Thilo Weichert, Landesbeauftragter für den Datenschutz Schleswig-Holstein)
* Aus dem Arsenal der polizeilichen Beschaffungsabteilung: Was da ist, wird auch benutzt (Josephine Fischer, Initiativgruppe „Sachsens Demokratie“, Dresden)
Moderation: N.N.
Die Tagung beginnt um 11.00 Uhr im Südblock, Admiralstraße 1, 10999 Berlin (U8, Kottbusser Tor), die Teilnahme ist kostenfrei.
Auf Twitter: #RAV42
Veranstalter: Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V., Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/ CILIP, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V., data:recollective, Kritische Jurist_innen der FU
Mit freundlicher Unterstützung der Holtfort-Stiftung.
January 24 2012
NPP116: Jeremie Zimmermann über ACTA, Netzneutralität & Hadopi
Der Netzpolitik-Podcast Folge 116 ist ein rund 53 Minuten langes Gespräch mit Jeremie Zimmermann über La Quadrature du Net, ACTA, Netzneutralität, Netzzensur, sowie die Hadopi-Gesetzgebung und die Vorratsdatenspeicherungsdebatte in Frankreich.
Der Podcast ist in englisch und liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
Und das sind die einzelnen Punkte:
0:00 Begrüßung
0:30 Vorstellung
1:06 Geschichte von La Quadrature du Net
- HADOPI-Leak
- Angriff auf das freie Internet
2:15 Organisationsstruktur
- Beispiel: Telecomix
- die Vorteile einer schlanken Organisationsstruktur
- Finanzen
5:45 Finanzierung
- Spenden
- Soros-Foundation (Open Society Foundations)
6:46 Kritik in der Gründungsphase?
- Vergleich zu Digitale Gesellschaft
- Rechtfertigung für Kosten gegenüber Dritten
- Zentralisierung, um schnelle Entscheidungen treffen zu können
8:56 HADOPI
13:40 Enforcement 2.0
- Post-HADOPI: ACTA und SOPA
- Details zu ACTA
- ACTA-Kampagne
22:15 Netzneutralität
- Situation in Frankreich, Niederlande, Deutschland
- Marktversagen
- Deep-Packet-Inspection
- respectmynet.eu
35:40 Neue politische Akteure
- Wikileaks, Anonymous, Telecomix, Occupy
37:15 Reaktion der Regierungen
- e-Commerce-Eingriffe
- Wird Anonymous als nächstes Al-Kaida propagiert werden?
- Telecomix
- Umgang der Medien mit Occupy Wall Street
40:19 Ausblick auf 2012
- Netzneutralität
- ACTA
- Neuregelung der EU-Datenschutzgesetze
41:44 Neue Zensurdebatte?
- SOPA
- ACTA
- Deep-Packet-Inspection
- weitere Zensur-Technologien
47:05 Vorratsdatenspeicherung
January 16 2012
NPP115: Alexander Morlang – Piraten im Abgeordnetenhaus
Alexander Morlang ist einer der 15 Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus und Vorsitzender des Ausschusses für digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit (Im Volksmund auch “Piraten-Ausschuß” genannt, “Netzpolitik-Ausschuß wäre aber wohl passender).
Im Netzpolitik-Podcast erzählt Alexander Morlang ausführlich über seine Erfahrungen als Pirat, die ersten Tage im Berliner Abgeordnetenhaus und die Anforderungen der selbstverschriebenen Basisdemokratie. Er twittert als @alx42 und will zukünftig hier mehr bloggen.
Das Interview dauert 1:50h und ist als mp3 (100MB) und ogg (66 MB) erhältlich.
Zur Orientierung:
Anfang: Background Jugend im CCC, Hamburger “Wahlstift”
Ab Minute 5:30 Persönliche Vorgeschichte
Ab 8:30 Exkursion zum Thema FREIFUNK
Ab 16:00 Wie funktioniert Liquid Feedback
- Wie geht man mit dem Versprechen der Basisdemokratie um
- Papier des wissenschaftl. Dienstes über Online-Parteitage (25:48)
- Transparenz vs Datenschutz, Klarnamen im Internet für politische Debatten
- Neue Liquid-Feedback Version mit Gebietsmanagement
Ab 48:00 Situation der Piratinnen
- Zurückhaltende aber kompetente Leute nach vorne bringen
Ab 58:00 Über die ersten Tage im Parlament
- Wie läuft die Arbeit im Abgeordnetenhaus
- Raumfrage, Persönliche Refernten
- Schnittstelle zur Liquid Democracy
- Mitgliedschaft in Ausschüssen
Ab 1:14:00 Ausschuss für digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit (IT-Dat) mit Piratenvorsitz
- Wie kommt es zu einem Ausschuss
- Was sind die Ziele?
- Wie funktioniert ein Ausschuss?
- Wer sagt was zu OpenData
- Einsatz von OpenSource in der Verwaltung
- Netzpolitik068: Leonard Dobusch über Linux in Kommunen
- Pläne für die Zukunft
Ab 1:33:00 Kommunikationsverhalten als Abgeordneter
- Umgang mit “Shitstorms”
- Einsatz des Internets zur Politikkommunikation (Blog, Beleidigungsseite, “Klowand”, Jabber, Twitter, Wiki, LQFB, Etherpad)
- Blog als zentraler Kommunikationsort
- Wie schafft man Transparenz?
November 02 2011
NPP113: Blogging is a risky business – die äthiopische Blogosphäre
Äthiopien hat vermutlich die kleinste Blogosphäre auf dem afrikanischen Kontinent: Etwa 20 Blogs buhlen um die Gunst der Leserinnen und Leser. Sie bieten eine alternative Informationsquelle zu den vom Staat an der kurzen Leine gehaltenen Print- und Rundfunkmedien. Nicht nur politisch ist bloggen in Äthiopien alles andere als ungefährlich, auch technisch stellt das langsame Netz und die niedrige Internetdurchdringung von 0,5 Prozent die Bloggerinnen und Blogger vor Herausforderungen.
Wir haben Anfang September 2011 drei der wichtigsten Blogger des Landes getroffen:
- Abel Asrat (Freedombloggers), der vor allem auch auf Facebook aktiv ist
- Markos Lemma, der das tech-orientierte Blog Eweket betreibt
- Arefaynie, der das Kultur- und Kunstblog „Addis Journal“ macht und der bekannteste Blogger aus Äthiopien ist.
Das Gespräch, das – wie man deutlich hören kann – in einem Serverraum stattfand, beleuchtet Besonderheiten des Bloggens in Äthiopien, die Vernetzung untereinander, das Verhältnis von klassischen Medien zu den Blogs und die Beziehungen zwischen inneräthiopischer Blogosphäre und der Diaspora. Dabei beschreiben die Blogger vorsichtig die Gefahren, die mit den Veröffentlichungen verbunden sind und zeigen sich zuversichtlich, dass die äthiopische Blogosphäre demnächst wachsen wird. Betont wurde im Gespräch auch die Wichtigkeit einer Vernetzung mit Bloggerinnen und Bloggern in Europa. Scheut Euch also nicht, Kontakt aufzunehmen.
Das Gespräch wurde auf Englisch geführt. Hier ist die MP3.
August 22 2011
NPP111: Gabriella Coleman über Anonymous
Der Netzpolitik-Podcast Folge 111 ist ein rund 40 Minuten langes Gespräch mit der US-Anthropologin Gabriella Coleman, die sich auf die Erforschung von Hacker-Communities spezialisiert hat. In diesem Podcast sprechen wir über das Phänomen Anonymous mit seinen vielfältigen Ausprägungen und darüber, inwiefern sich damit eine neue Form von politischem Aktivismus entwickelt. Wer sich für das Thema interessiert, sollte ihrem Twitter-Account folgen. Den Podcast gibt es als OGG (36MB) und MP3 (56 MB). Die Sprache ist englisch.
Und hier ist ein Überblick der Themen, die wir ansprechen:
00:23 Vorstellung
02:40 Was ist/sind Anonymous?
– Ursprung
– Veränderung im Selbstverständnis
– Guy Fawkes Symbolik, Memes
07:18 Scientology vs Anonymous
– Tom Cruise Video
– politische Transformierung, Anonymous lernt Öffentlichkeitsarbeit
– Anstoss einer andauernden Protestbewegung
12:41 Anonymous 2008-2010
– MPAA DDos gegen Piratebay
– Operation Payback
– Wikileaks und Attacken auf Paypal und Co.
16:50 DDos Software Loic
– Festnahmen
18:50 Argumente für/gegen DDos als Protest
22:14 Rechtliche Perspektive: Botnet Attacken vs Loic DDos Attacken
24:00 Hacker Ethics und DDos
27:00 Die Strukturen innerhalb Anonymous
– Reputationssystem
– IRC als Medium
31:20 Popkultureller Einfluss auf Anonymous
– Anonymous PR-Neigung
32:40 Wie kommt es zur Entstehung von Lulzsec?
35:30 Luzsec Ende und weitere Gruppierung
37:14 Zukuntsperspektive: Was passiert mit Anonymous?
May 04 2011
NPP110: Netzaktivismus und Digitale Gesellschaft e.V.
In dieser Folge haben wir einen Gastmoderator. Markus Beckedahl und Linus Neumann sind die Gäste, und zwar nicht nur im eigenen Podcast, sondern auch in der Metaebene, dem Podcast-Studio von Tim Pritlove, den man dem geneigten Leser wohl kaum mehr als Moderator von Chaosradio Express und einigen weiteren Podcasts vorstellen muss.
Hier die .mp3 als Download,
einen Player gibt es unten,
und hier noch den Podcast-Feed und iTunes-Link zum Abonnieren.
Themen & Shownotes:
- Die Modelle ADAC, Bloggerverband und Attac für Vereine der Netzgemeinde
- eine kleine Geschichte der Netzbewegungen
- 80er: CCC, FoeBuD, Fiff
- 90er: EFF, FITUG, FFII, FSF & FSFE, nnm
- 2000er: AK Vorrat, AK Zensur, iRights, Piratenpartei,
- Europa: la quadrature du net, EDRI, Open Society Foundation (soros), Open Rights Group, Bits of Freedom
- eine ausführlichere Zusammenfassung hat Jörg-Olaf übrigens hier verfasst.
- Professionalisierung des Netzaktvismus in Europa
- Freiheitsredner
- Lobbyismus in Brüssel: Stellungnahmen, “Expertenrunden”
- Arbeit & Erfolge professionalisierter EU-Aktivisten
- Verantwortungsdiffusion im basisdemokratischen Strukturen
- Lernen von der Umweltbewegung: BUND, NABU, WWF, Greenpeace
- politischer Aktivismus im Netz: Campact, MoveOn
- Amnesty International
- Digitale Gesellschaft e.V.
- Ansatz & Zielgruppe
- Themen (Auswahl)
- 3-Strikes & 2-strikes
- Zensursula
- Satzung & Gemeinnützigkeit: ”Die Förderung von Grund- und Freiheitsrechten ist kein gemeinnütziger Zweck“
- FAQ
- Transparenz: Transparency International und Initiative Transparente Zivilgesellschaft
- vollständige Mitgliederliste?
- Die Rolle des Mitglieds
- Mitmachen
- Zweckgebundene und -ungebundene Spenden
- “Politische Gegner”
- Bitkom (hauptsächlich Telekom & Microsoft, Idee & “Gründe für die Mitgliedschaft”)
- Deutsche Content-Allianz (u.a. mit ard, zdf & Monika Piel)
- GVU
- Wie Lobbyisten arbeiten
- Lobbypedia
- Der Blick in die Zukunft
April 11 2011
NPP109: Die Datenfresser
Morgen erscheint das Buch “Die Datenfresser- Wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönlichen Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen” von Constanze Kurz und Frank Rieger im Buchhandel. Auf 260 Seiten beschreiben die Beiden, warum man sich heute noch um Datenschutz und den Schutz der eigenen Privatsphäre kümmern muss und was die technologischen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen dabei sind. Eine absolute Leseempfehlung!
Ich habe mich vorab mit den beiden für den Netzpolitik-Podcast über das Buch und die Themen unterhalten. Das rund 80 Minuten lange Gespräch findet Ihr als MP3 (80MB) und OGG (95 MB) auf dem Server.
“Die Datenfresser” kostet 16,95 Euro und wird in der Buchhandlung um die Ecke, in Bahnhöfen oder bei Online-Versendern wie Amazon (Partner-Link) erhältlich sein. Ein Kapitel gibt es als Leseprobe (PDF) im Netz.
March 08 2011
NPP108: Internet & Revolutionen in arabischen Ländern
Es wird wieder Zeit für mehr Netzpolitik-Podcasts, die wir hier in der nächsten Zeit veröffentlichen. Den Anfang macht ein rund 80 Minuten langes Gespräch mit dem freien Journalisten Zahi Alawi, der u.a. als Experte für die arabischen Länder für die Deutsche Welle arbeitet.
Mit ihm hab ich mich über die Hintergründe der aktuellen Revolutionen in Tunesien und Ägypten unterhalten und darüber, welche Rolle das Internet dort gespielt hat. Einer der Gründe, warum es gerade in diesen beiden Ländern zu den ersten Revolutionen im arabischen Raum kam, war die steigende Internetnutzung, die in den vergangenen Jahren für viele (junge) Menschen erstmals Zugang zu Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt brachten. Gerade in Ägypten gab es ab spätestens 2005 eine große Zahl an politischen Bloggern. Später nutzten viele Facebook, um sich u vernetzen und zu koordinieren.
Nach Ansicht von Zahi Alawi haben viele Machtinhaber Facebook & Co eher als Datingplattform unterschätzt und nicht gesehen, dass man sich über soziale Medien auch sehr gut vernetzen und politischen Protest organisieren kann. Die Revolutionen selbst wurden durch das Internet vorbereitet, aber während der Ereignisse spielte das Fernsehen durch Sender wie Al Jazeera eine entscheidende Rolle, um weite Teile der Bevölkerung zu informieren.
Das alles und noch viel mehr gibt es in den 80 Minuten Podcast, der als MP3 und OGG auf dem Server liegt.
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