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February 17 2012

Praktikum bei Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland sucht eine Praktikantin/einen Praktikanten (bezahlt, 40 Stunden/Woche, für mindestens drei Monate) zur Unterstützung des Aufgabenbereiches Projektmanagement. Konkret geht es um die Unterstützung bei folgende Aufgaben:

* Organisation der Wikimedia Conference
* Begleitung des Zedler-Preises für Freies Wissen
* Organisation der Wikipedia Academy
* Unterstützung verschiedener Community-Projekte 
* Organisation des Wikimedia Hackathon
* Betreuung der Projektpartner und Neukonzeption des Ideenwettbewerbes WissensWert

Deine Aufgaben sind u.a.:
* konzeptionelle und organisatorische Unterstützung bei Veranstaltungen 
* Betreuung von und Kommunikation mit Teilnehmern der Veranstaltungen und Aktionen
* Schreiben von Texten für Blog, Website und weitere Vereinskanäle
* Buchungen von Anreise und Unterkunft für Veranstaltungsteilnehmer
* Übernahme verschiedener kaufmännischer und organisatorischer Aufgaben

Du solltest:
* sehr internetaffin sein, 
* vorzugsweise auch schon mal mit Wikis und WordPress gearbeitet haben,
* Erfahrungen in der Veranstaltungsorganisation mitbringen, 
* gut auf Deutsch und Englisch kommunizieren können (in Wort und Schrift), 

Die offizielle Stellenausschreibung findest du hier, das Praktikum wird fair vergütet, Arbeitsort ist Berlin, Arbeitsbeginn 1. März 2012. 

Und weil es dazu schon einige Rückfragen gab: Es geht bei dem Job nicht um Handlangertätigkeiten; Praktikant_innen bekommen einen guten Einblick in die Arbeit eines gemeinnützigen Vereins und die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen. Ihr könnt bei uns viel lernen und arbeitet außerdem noch mit den weltbesten Kolleg_innen zusammen. Und es gibt Club Mate!

Interessenten wenden sich bitte schnellstmöglich an jobs@wikimedia.de.

February 16 2012

Studie: Verzögerte Kino-Releases führen zu Filesharing

Eine heute veröffentlichten Studie der US-Wissenschaftler Brett Danaher und Joel Waldfogel bringt Erkentnisse zutage, die der Verwertungsindustrie nicht schmecken dürften:

So wird in der statistischen Erhebung, die sich auf US-Produktionen im Zeitraum von 2003 bis 2006 bezieht, belegt, dass illegale Filmdownloads kaum Einfluss auf die Einspielergebnisse in den USA hat. Die Ergebnisse an europäischen Kinokassen gingen allerdings um bis zu 7% zurück, und zwar umso mehr, je mehr Zeit zwischen der US- und europäischen Kinopremiere lag. Besonders von diesem Effekt betroffen sind vor allem das Action- und SciFi-Genre. Diese beiden Genres gelten traditionell als besonders Piraterie-anfällig.

Statt allerdings zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen Online-Piraterie aufzurufen, fordern die Autoren der Studie ein schnelleres Release von US-Filmen im Ausland, um der Verbreitung in BitTorrent- und anderen Filesharing-Plattformen zuvorzukommen.

Reposted bypnktfoabltimecodekampfbrotareyouboredeglerionworm23Arkelanfallelsariontcmdatenwolfderzw3rgrampantnobodylikesyouwitzeclownHalliabigbear3001mactuxrenanaYYYlydercoloredgrayscaleaperturepascalmhVo0DoOmondkroeteRagamuffin

Teil 4: Everything is a Remix

Kirby Ferguson hat den vierten und letzten Teil seiner Serie “Everything is a Remix” veröffentlicht – und wird dabei grundsätzlich. Das Zusammenspiel von “Copy – Transform – Combine” macht für ihn den Kern von sozialer Evolution aus.

Hier finden sich Teil 1, Teil 2 und Teil 3 der Serie, die in ihrer Gesamtheit vor allem die Notwendigkeit eines Rechts auf Remix auch im europäischen Urheberrecht deutlich macht.

February 15 2012

Verlag verschenkt eBook – und wird abgemahnt

Wieviel ist ein eBook eigentlich wert? Schließlich erwirbt man mit der digitalen Literatur ja keinen materiellen Gegenstand, und auch der Weiterverkauf des Buches ist meist nicht möglich. Durch ein Experiment wollte der Berliner Verlag “Berlin Story” darauf eine Antwort finden.

Als der Verlag sich deshalb entschied, sein eBook “Der Letzte macht das Licht aus…” kostenlos im Internet anzubieten und die Leser lediglich zu Spenden nach eigenem Ermessen aufforderte, hatte man eigentlich nichts Böses im Sinn. 200 Downloads in einer Woche waren ein klarer Erfolg für den kleinen Verlag, es gab keine Beschwerden. Bis ein Abmahnschreiben eines Rechtsanwaltes eintraf.

In diesem wurde der Inhaber des Verlages aufgefordert, den kostenlosen Vertrieb des Buches einzustellen, da eBooks als Buchsubstitute nicht von der Buchpreisbindung ausgenommen seien. Außerdem seien Buchhändler generell verpflichtet, den Preis eines Buches anzugeben.

Auch wenn er der Abmahnung Folge geleistet und das Buch offline genommen hat, nimmt Verlagschef Enno Lenze in seinem Blog Stellung: Er werde nie verstehen, warum ein Erstkontakt mit Interessenvertretern über einen Anwalt laufen müsse. Außerdem würden sich langfristig Flatrate-Modelle durchsetzen, auch wenn Verleger auf veralteten Geschäftsmodellen verharrten.

In Deutschland gibt es keine Revolution, weil das Betreten des Rasens verboten ist!

Angeblich liegt dem Verlagsinhaber schon ein Angebot vor, das eBook in Uruguay (ohne Buchpreisbindung) gegen Spenden zum Download anzubieten.

Dokumentation: WikiLeaks – Geheimnisse und Lügen

Auf ARTE lief gestern eine US-Dokumentation über “WikiLeaks – Geheimnisse und Lügen“. Ich hab sie noch nicht gesehen, die nächsten Tage steht sie aber in der Mediathek, bzw. hier:

February 13 2012

APuZ: Digitale Demokratie

“Digitale Demokratie” ist das Thema der heute erschienenen Ausgabe von Aus Politik und Zeitgeschichte, die wie immer auch als pdf verfügbar ist.

Inhaltlich bietet das Heft einen Überblick zu ziemlich vielem, was uns hier in den vergangenen Monaten beschäftigt hat:

Jan-Hinrik Schmidt geht auf die mehrschichtige Rolle von Internet und sozialen Medien im Bezug auf Demokratisierung ein, von der Revolutionskatalysierung in der arabischen Welt bis zu den Auswirkungen auf die Kommunikationssymetrien. Besonders die Problematik der Vereinnahmung der Netzwelt durch Konzerne stellt er in diesem Zusammenhang heraus:

Mit Ausnahme der Wikipedia sind die dominierenden Plattformen des social web im Besitz von Unternehmen und Konzernen, die wiederum ein Interesse daran haben, möglichst umfassende Informationen über ihre Nutzerinnen und Nutzer zu sammeln. [...] Es ist offen, inwiefern eine gesellschaftliche Mehrheit auf Dauer damit einverstanden sein wird, dass an solch zentraler Stelle von Mediennutzung nicht nur eine Einschränkung ihrer informationellen Selbstbestimmung droht, sondern auch eine Machtfülle entsteht, der keine ausreichende demokratische Legitimierung und Kontrolle entgegensteht.


Christian Stöcker, der Ressortleiter Netzwelt von Spiegel Online, stellt “aktuelle netzpolitische Brennpunkte” vor und bietet dabei einen Schnelldurchlauf, in dem die Facebook-Datenschutzproblematik ebenso wie die Vorratsdatenspeicherung und der Zusammenhang von Urheberrechten und Zensur erklärt werden.

Daniel Roleff geht auf das sich durch e-Government, Open Data und weitere Trends verändernde Verhältnis zwischen Bürger und Staat ein, Karl-Rudolf Korte auf die veränderten Anforderungen an die Politik in einer beschleunigten Informationsgesellschaft und Christoph Bieber hat sich mit der Piratenpartei beschäftigt. Miriam Meckel arbeitet sich zum Abschluss einmal mehr am Verhältnis zwischen Mensch und Maschine ab und zeichnet das dystopisch-esoterische Zukunftsbild aus ihrem Buch Next – Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns vor:

Es gibt keine Zauberformel, die wie in Goethes Ballade vom “Zauberlehrling” Mensch zu Mensch und Maschine zu Maschine zurückverwandeln könnte. Und es wird auch kein Meister kommen. Denn es gibt keinen. Wenn wir keine Beweise und keine Unterscheidungsmöglichkeiten mehr haben, ergeht es uns in der Unbeobachtbarkeit unserer Menschlichkeit schlimmer als dem Zauberlehrling: “Heute wissen wir Zauberlehrlinge nicht nur nicht, daß wir die Entzauberungsformel nicht wissen, oder daß es keine gibt; sondern noch nicht einmal, daß wir Zauberlehrlinge sind.”

February 11 2012

Wie die BamS eine Guttenberg-Party inszenierte

Am Freitag, den 10.02. besuchte ich zusammen mit einem Freund den auf Zeit Online angekündigten “Guttenberg Carnival in der ‘Wohngemeinschaft.’” Wenige Tage zuvor war Karl-Theodor von und zu Guttenberg in dieser kleinen Kneipe des Berliner Stadtteils Friedrichshain von Anonymous und den “digitalen Konditioren” bei seinem Versuch, als EU-Berater für Netzfreiheit ein politisches Comeback vorzubereiten, getortet worden.

Die Reaktion der Betreiber, aus dem Medien-Event, das sich in ihren Gemäuern ereignet hatte, einen kleinen PR-Gag zu machen, empfand ich eigentlich als nachvollziehbar und recht sympathisch. Sie hatten sowohl Anonymous- als auch Guttenberg-Masken vorbereitet und auch an kleinen Törtchen bestand kein Mangel. Sogar einen DJ hatte man für den Abend engagiert.

Als wir die kleine Bar gegen 21 Uhr betraten, hatten bereits einige Gäste die verteilten Masken vor sich liegen und machten in kleineren Gruppen vereinzelt Scherze über den Plagiator und seine Bloßstellung. Ansonsten aber schienen sie sich auf ihre Gespräche zu konzentrieren, wenn sie gerade nicht vom Personal belästigt wurden, das sie immer wieder aufforderte, mit den Masken für Photos zu posieren.

Die dominierenden Sprachen waren Französisch und Spanisch, was uns dann doch sehr verwunderte. Hatte der Betrug des Herrn Guttenberg etwa sogar europaweit Wellen geschlagen, so dass sogar Erasmus-Studenten und Touristen seine Tortung feiern wollten? Ein junger Mann mit einer professionellen Foto-Ausrüstung erhärtete aber bald meinen Verdacht, dass hier mehr als nur eine kleines gemütliches Zusammensein bei Kaffe und Kuchen geplant war.

Gegen 22:00h füllte sich die Kneipe schlagartig und der Fotograf begann, die Anwesenden zum Aufsetzen der Masken aufzufordern. Das Personal verteilte kleine Törtchen und auf Kommando des Fotografen, der inzwischen auf einem Hocker stand, positionierte sich das maskierte Publikum vor dem Tresen. Spätestens jetzt bemerkte ich, dass hier etwas inszeniert werden sollte und begann, aus meiner entfernten Perspektive das Geschehen zu fotografieren.

Dass die Gäste größtenteils nicht deutsch sprachen, hatte bereits meine Zweifel daran genährt, dass sie mit den Hintergründen, geschweige denn der Bedeutung der Aktion, überhaupt vertraut waren. Die Aufforderungen des Fotografen, näher zusammen zu rücken, um für ein Bild zu posieren, sollte mich bestätigen.
Das Publikum begann, sich wahllos gegenseitig zu torten – natürlich jeweils nur auf Kommando des Fotogragen. Dabei war es egal, ob das ‘Opfer’ nun eine Guttenberg- oder Anonymous-Maske trug, was auf eine weitgehende Unkenntnis sowohl des Vorgangs, als auch der Randbedingungen schließen ließ.
Dem Fotografen schienen solche Details ziemlich egal zu sein. Hauptsache, alle standen eng beieinander und machten viel “Action”.

Nach wenigen Minuten war das Foto-shooting beendet und man widmete sich wieder seinen Getränken und Gesprächsrunden. Der Fotograf verließ kurz danach die Kneipe. Ich folgte ihm, um ihn nach seinem Auftraggeber zu fragen.

Es war –natürlich – die Bild am Sonntag.

Nach allem, was ich beobachtet hatte, überraschte mich das überhaupt nicht mehr. Es war viel mehr die Bestätigung des faden Beigeschmacks, den ich nicht erst seit dem Betreten der Kneipe, sondern schon beim Lesen der Ankündigung “des Events” verspürt hatte. Von der Bild am Sonntag ist wohl nichts anderes zu erwarten – von den Kneipiers und war ich aber mehr als enttäuscht.

Auf die morgige Ausgabe der BamS bin ich aber mehr als gespannt. Die Inszenierung der Bilder lässt auf eine noch weitreichendere Verzerrung der inszenierten Tatsachen hoffen.

Die BamS mal bei der “Recherche” zu sehen, war auf jeden Fall eine erhellende Erfahrung.

February 07 2012

SWR-Schulfernsehen erklärt Demokratie 2.0

Das SWR-Schulfernsehen hat vor kurzem Morgens um 7:30 Uhr über “Demokratie 2.0: Chance oder Bedrohung für das politische System?” berichtet. Der 30 Minuten lange Beitrag steht jetzt auch im Netz.

Soziale Netzwerke bilden, Kurznachrichten versenden, im Sekundentakt Informationen, Bilder und Texte austauschen – das gehört mittlerweile zum Alltag einer hauptsächlich jüngeren Generation, die heute in der Netzwelt aufwächst. Doch allmählich schwinden die Berührungsängste in allen Gesellschaftsgruppen. Die unzähligen Kommunikationsmöglichkeiten in digitalen Netzwerken könnten in Zukunft verhärtete Strukturen unseres politischen Systems aufbrechen und eine als politikverdrossen geltende Gesellschaft zu neuer politischer Teilhabe erwecken. Aber ist eine über das Web 2.0 ausgetragene Willens- und Entscheidungsfindung wirklich demokratisch? Der Film lotet anhand verschiedener Beispiele politischer Netzwerke die Chancen aber auch die möglichen Gefahren der neuen Kommunikationsplattformen für unsere parlamentarische Demokratie aus.

Gibts hier auch als MP4 zum herunterladen.

January 30 2012

Dokumentation des Chaos Communication Camp

Nerds in den Ferien: Eine 42 Minuten lange Dokumentation über das vergangene Chaos Communication Camp gibt es auf Youtube zu sehen.

Call-for-Papers für re:publica12 endet Morgen

Ein letzter Hinweis für alle, die immer gerne kurz vor Schluß bei einem Call-for-Papers mitmachen: Morgen endet der Call-for-Papers für die kommenden re:publica’2012 mit dem Motto ACT!ON. Diese findet vom 2. bis 4. Mai 2012 in Berlin statt.


Du forschst, publizierst, entwickelst, lehrst, vernetzt? Du hast Ideen für eine bessere digitale Gesellschaft und bist aktiv dabei, diese umzusetzen? Dann bist du genau richtig bei uns, denn die re:publica 2012 ist vor allem eins: ACTION!

ACTION! steht für die Schubkraft sozialer Medien für politische Bewegungen. Es bedeutet für uns aber auch, dass sich die Bedeutung der Digitalisierung in fast allen gesellschaftlichen Bereichen manifestiert hat. Uns geht es nun darum, die technischen Erneuerungen voranzutreiben, Themen wie Mobilität, Ressourcenverteilung oder Finanzen zu überdenken, interaktive Designs und Spiele zu entwickeln, gesellschaftliche Denkmuster und Geschäftsmodelle auf den Kopf zu stellen und im Zuge der DIY-Bewegung Produktion und Konsum neu zu definieren.

WIR BIETEN: eine der aufregendsten Konferenzen in Europa – mit internationalen RednerInnen und 3.000 BesucherInnen die größte ihrer Art in Deutschland. 2012 findet die re:publica vom 2. bis 4. Mai in einer neuen, atemberaubenden Location statt: der STATION-Berlin. Wir bieten dir eine Bühne und Platz für ACTION.

WIR SUCHEN: deine Idee, dein Projekt, dein Thema. Wir suchen kreative und anspruchsvolle Vorträge, spannende Diskussionen, praxisorientierte Workshops und natürlich ACTION! für unser Programm. Bewirb dich mit deiner Session beim Call for Papers.

BIS WANN? Das Online-Formular für die Einreichung der Session steht bis zum 31. Januar hier zur Verfügung.

Die re:publica lebt von ihren tollen Beiträgen und BesucherInnen – wir freuen uns auf dich!

Du hast noch Fragen? Hier sind unsere FAQ.

Heute: dorkbot.bln

Heute Abend findet in der c-base wieder das jährliche “dorkbot.bln – People doing strange things with electricity“ in der c-base im Rahmen des Transmediale-Partnerprogrammes statt.

Beginn ist um 20 Uhr, evtl kostet der Eintritt ein paar Euro, aber traditionell lohnt sich der jährliche Event. Durch die heutige Veranstaltung führt Frank Rieger. Das Programm findet sich auf der Webseite.

Morgen startet dann offiziell die Transmediale 12 mit dem Motto “in/compatible”.

January 26 2012

Facebook-Studie: Das Internet ist doch keine “Echo Chamber”

In einer letzte Woche vorgestellten Studie von Eytan Bakshy ergibt sich ein überraschendes Resultat: Die Nutzung des Internets, speziell sozialer Netzwerke wie Facebook, führe nicht wie zuvor behauptet zu einseitiger Information aus den immer gleichen Quellen. Im Gegenteil bekämen Nutzer ein breiteres Spektrum an Nachrichten zu Gesicht.

In den letzten Jahren erfreuten sich die Theorien der “Echo Chamber” und der “Filter Bubble” von Eli Pariser großer Beliebtheit. Sie besagen, dass Internetnutzer sich immer mit Informationen aus den gleichen Quellen versorgen und andere Sichtweisen nicht zulassen würden. “Intelligente” Algorithmen in Suchmaschinen und sozialen Netzen wie Googles PageRank oder Facebooks EdgeRank, die dem Nutzer nur die Informationen anzeigen, die für ihn von Interesse sind, würden diesen Prozess unterstützen. Auf lange Sicht führe dies zu einer Aufspaltung der (digitalen) Gesellschaft in kleine, abgeschottete Interessengruppen.

Die neue Studie wirft ein neues Licht auf die Rolle der sozialen Medien bei der Nachrichtenrezeption: Durch die Manipulation der Facebook-Newsstreams von 125 Millionen Usern war es möglich, eine “Blindstudie” durchzuführen. Dazu wurde die Facebook-Gemeinde in zwei Gruppen aufgespalten: In der Kontrollgruppe wurde nichts verändert, während in der Timeline von Usern der eigentlichen Testgruppe etwas seltener Nachrichten von Personen angezeigt wurden, die weniger oft in Kontakt zur jeweiligen Testperson standen. So wurde beobachtet, wie sich Nachrichten aus externen Quellen (also Weblinks) durch das Facebook-Netz verbreiten.

Es stellte sich heraus, dass in der Regel die meisten Nachrichten, die ein User liked oder kommentiert, diejenigen sind, die aus dem engeren Freundeskreis stammen. Das ist an sich nicht überraschend. Es stellte sich aber heraus, dass Facebook-Nutzer fast genauso gerne Links von weiter entfernten Freunden weitergeben. Da aber die meisten Facebook-Nutzer weniger “enge Freunde” als “entfernte Bekannte” haben, verbreiten sich neue Sachverhalte über Facebook schneller und effizienter als zuvor angenommen.

Die Studie wurde mit Einverständnis und in Zusammenarbeit mit Facebook durchgeführt. Vor allem die schiere Größe der Testgruppen macht dieses Experiment einzigartig: 250 Millionen Menschen nahmen über sieben Wochen lang daran Teil – und merkten es nicht einmal. Beobachtet wurde die Verbreitung von über 75 Millionen externen Links. Das wirft auch ein neues Licht auf die Manipulierbarkeit sozialer Netzwerke – wer garantiert, dass die Bewertungsalgorithmen immer neutral oder zum Besten des Users agieren?

Mal schauen, was die nächste Studie zum Thema sagt. Die kommt dann vielleicht wieder zum gegensätzlichen Ergebnis.

Urheberrecht, Kunst und Kultur: Initiative und Gegen-Initiative in Österreich

Nach längerer Vorlaufzeit hat sich diese Woche in Wien die Initiative “Kunst hat Recht”  der Öffentlichkeit präsentiert. Die selbsternannte “Initiative für das Recht auf geistiges Eigentum” listet eine Reihe von Kunstschaffenden als Initiatoren – unter ihnen die ehemalige grüne EU-Parlamentarierin Mercedes Echerer –  und führt als Partner auf ihrer Homepage bislang ausschließlich Verwertungsgesellschaften wie zum Beispiel das österreichische GEMA-Pendant AKM an. In der Gründungsdeklaration singt die Initiative das altbekannte Klagelied von der Gratiskultur im Netz:

Es hat sich die Meinung verbreitet, dass die Durchsetzung unseres Rechts „falsch“ wäre. Teile der Internet-Industrie leben gut von der „Gratiskultur“, die ein Missbrauch unserer Werke ist. Die massenhafte Enteignung der Kunstschaffenden hat nichts mit Informationsfreiheit zu tun. Wir Kunstschaffenden können das nicht länger hinnehmen.

Bereits zwei Tage nach Veröffentlichung dieser Plattform hat sich nun über einen Gastbeitrag in der Tageszeitung “Der Standard” eine, ebenfalls von Kunstschaffenden getragene, Gegeninitiative konstituiert. Die Initiatoren aus dem Umfeld des Wiener World Information Institutes argumentieren, dass sich Kunstschaffende mit einer Forderung nach einer Stärkung geistiger Eigentumsrechte ins eigene Fleisch schneiden. Sie warnen, dass bereits der bisherige Ausbau insbesondere von Urheberrechten der Mehrheit der Kunstschaffenden mehr geschadet als genützt hat:

Global wie national wurden die Urheberrechte massiv ausgebaut, dennoch wurden die Arbeitsbedingungen und Lebensgrundlagen für freie Kulturschaffende immer schlechter. Wie kann das sein? Der Ausbau der Urheberrechte schafft neue Einkommensquellen, vor allem aber neue Kosten. Leider sind diese nicht gleichmäßig verteilt. Die zunehmend verschärfte und unübersichtliche Rechtslage nützt vor allem Großkonzernen und ihrem juristischen Personal. Kleine und unabhängige Produzenten hingegen sind in mehrfacher Weise benachteiligt. Für nicht industriell auf den Massenmarkt orientierte Produkte werden finanzielle und administrative Barrieren errichtet, die neue und experimentelle kulturelle Praxen schon im Keim ersticken.

Diese Dimension von Urheberrechten nicht nur als Einkommensquelle sondern auch als Kostenfaktor für Kunst- und Kulturschaffende ist in der Debatte in Deutschland bislang noch völlig unterrepräsentiert. Einer der Mitautoren des Gastbeitrags, Felix Stalder, hat sich aber bereits vor längerer Zeit etwas ausführlicher diesem Thema in einem englischen Beitrag für Eurozine gewidmet. Dessen angesichts der hitziger werdenden Urheberrechtsdebatte durchaus programmatischer Titel: “Relax!”

January 24 2012

NPP116: Jeremie Zimmermann über ACTA, Netzneutralität & Hadopi

Der Netzpolitik-Podcast Folge 116 ist ein rund 53 Minuten langes Gespräch mit Jeremie Zimmermann über La Quadrature du Net, ACTA, Netzneutralität, Netzzensur, sowie die Hadopi-Gesetzgebung und die Vorratsdatenspeicherungsdebatte in Frankreich.

Der Podcast ist in englisch und liegt als MP3 und OGG auf dem Server.

Und das sind die einzelnen Punkte:

0:00 Begrüßung
0:30 Vorstellung
1:06 Geschichte von La Quadrature du Net
- HADOPI-Leak
- Angriff auf das freie Internet
2:15 Organisationsstruktur
- Beispiel: Telecomix
- die Vorteile einer schlanken Organisationsstruktur
- Finanzen
5:45 Finanzierung
- Spenden
- Soros-Foundation (Open Society Foundations)
6:46 Kritik in der Gründungsphase?
- Vergleich zu Digitale Gesellschaft
- Rechtfertigung für Kosten gegenüber Dritten
- Zentralisierung, um schnelle Entscheidungen treffen zu können
8:56 HADOPI
13:40 Enforcement 2.0
- Post-HADOPI: ACTA und SOPA
- Details zu ACTA
- ACTA-Kampagne
22:15 Netzneutralität
- Situation in Frankreich, Niederlande, Deutschland
- Marktversagen
- Deep-Packet-Inspection
- respectmynet.eu
35:40 Neue politische Akteure
- Wikileaks, Anonymous, Telecomix, Occupy
37:15 Reaktion der Regierungen
- e-Commerce-Eingriffe
- Wird Anonymous als nächstes Al-Kaida propagiert werden?
- Telecomix
- Umgang der Medien mit Occupy Wall Street
40:19 Ausblick auf 2012
- Netzneutralität
- ACTA
- Neuregelung der EU-Datenschutzgesetze
41:44 Neue Zensurdebatte?
- SOPA
- ACTA
- Deep-Packet-Inspection
- weitere Zensur-Technologien
47:05 Vorratsdatenspeicherung

Piraten in der Politik – 100 Tage einer Aufsteigerpartei

Gestern Abend lief in der ARD die 45 Minuten lange Dokumentation “Piraten in der Politik – 100 Tage einer Aufsteigerpartei“. Diese findet sich in der ARD-Mediathek und auf Youtube:

Von Null auf 15 – Fünfzehn Abgeordnete der Piratenpartei wurden am 18. September 2011 ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Ein Erfolg, der seit den Grünen keiner anderen Partei-Neugründung in Deutschland mehr gelungen ist. Innerhalb weniger Wochen liegen sie in den Umfragen bundesweit zwischen 8 und 10 %. Nicola Graef und Torsten Mandalka begleiten vier Abgeordnete während ihrer ersten 100 Tage im Berliner Parlament: Andreas Baum, den Fraktionsvorsitzenden und besonnenen Vermittler zwischen den parteiinternen Strömungen; Susanne Graf, die einzige Frau und die mit 19 Jahren jüngste Abgeordnete; Christopher Lauer, enfant terrible und “Medien-Rampensau’; Schließlich: Martin Delius, der redegewandte parlamentarische Geschäftsführer der Piratenfraktion in Berlin.

January 23 2012

SOPA Blackout: Warum Wikipedia Frauen braucht

Der Artikel erschien zuerst am 18.01.12 in der Huffington Post und wurde mit freundlicher Genehmigung durch Sarah Stierch von Katrin Rönicke übersetzt. Sarah Stierch schrieb diesen Beitrag, während die englischsprachige Wikipedia gerade für einen großen Blackout vorbereitet wurde. Auf Entschluss der Wikipedia-Community hin, war die Enzyklopädie am 18. Januar, dem Tag, an dem weltweit Aktionen gegen SOPA stattfanden (wir berichteten), für 24 Stunden nicht benutzbar. Sarah Stierch ist Wikimedia Fellow und bekannt durch ihr Engagement für mehr Frauen in der Wikipedia. Was die Gefahr, die von SOPA ausgeht mit dem geringen Frauen-Anteil der Wikipedia zu tun hat – diese Gedanken teilt Sarah dankenswerter Weise hier.

Kennt ihr Ada Lovelace? Sie wird als die weltweit erste Programmiererin angesehen. Ich hätte niemals davon erfahren, dass eine Frau die erste war, die Computer programmierte, gäbe es nicht diese eine Website: Wikipedia. Das ist diese Seite zu der viele Leute gehen, wenn sie schnell mal nach biografischen Informationen suchen – in meinem Fall: Wie sah Ada Lovelace aus? Was war ihr Vermächtnis? Aber heute [das war am 18.01.2012] ist es nicht möglich, die Wikipedia-Seite, mit der ich den Namen oben verlinkt habe, zu erreichen. Man muss sich durch Google Suchergebnisse klicken, um eine größere Bandbreite von Meinungen über sie und Würdigungen zu erhalten – um sicherzugehen, dass man sich ein ausgewogenes, komplettes Bild von ihr machen kann. Dass man sie nicht in der Wikipedia nachschlagen kann, hat zwei sehr wichtige Gründe: SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect IP Act).

Als Autorin in der Wikipedia, für die ich seit 2004 schreibe, habe ich mich damit abgefunden, ein Geek zu sein. Ich habe über 200 Artikel für die Wikipedia geschrieben – über Themen wie die Geschichte kleiner Städte in Tennessee oder die Künstlerin Louise Nevelson (und ja, ich habe ein Leben!). Aber habe mich in letzter Zeit auch mit etwas nicht so lustigem wie meiner Geekiness abfinden müssen: Nur neun Prozent der Leute, die Artikel in der Wikipedia bearbeiten, sind Frauen. Dieser Realität muss man sich stellen: Wir sind die sechst-wichtigste Website im Internet und die große Mehrheit ihrer Inhalte wurde von Männern geschrieben. Das betrifft auch Artikel über Menstruation, Vaginas … oh, und Ada Lovelace. Ihr Artikel wurde auch von Männern geschrieben. Versteht mich nicht falsch: Wir schätzen all diese Kerle, die sich um Qualitätsinhalte kümmern – gerade bei unseren privaten Körperteilen. Aber wäre es nicht noch viel toller, wenn diese Artikel von Frauen geschrieben wären?

Während ich diesen Artikel am 17.01.2012 um 23:15 Uhr schreibe kann ich zusehen, wie unser Team von Angestellten und Freiwilligen langsam die Wikipedia verdunkelt und ich begreife etwas: Wir neun Prozent verlieren damit während des Blackouts unsere Stimme in der sechst-wichtigsten Website der Welt. Das heißt, wenn Wikipedia für immer „dunkel werden“ würde, wären die Folgen verheerend, nicht nur im Allgemeinen, sondern auch mit Blick auf die Repräsentation von Frauen im Netz. Während Frauen zu Facebook vielleicht mehr beitragen, als Männer, werden unsere Stimmen dort nur von Freunden und Familie gehört – und deren Freunden, und Freunden von Freunden – wenn wir Glück haben. Frauen werden nicht als Nutzerinnen von Google gehört, der weltweit wichtigsten und bekanntesten Website (und Männer auch nicht). Aber durch einen Beitrag in der Wikipedia werden Frauen nicht nur gehört – wir helfen darüber hinaus auch, diesen Ort stetig weiter zu bauen. Wir nehmen teil. Ob es nun der Inhalt ist, den wir schreiben, oder ob es das Foto ist, das wir machen – wir können kontrollieren und kuratieren, was Wikipedia mit der Welt teilt. Durch unsere Stimmen (neutral selbstverständlich); wir reden ja von Wikipedia) können wir die Stimmen, die nicht gehört werden repräsentieren: Die Stimmen der Frauen, die bislang noch nicht in der Wikipedia repräsentiert werden – Feministinnen, Musikerinnen, Gelehrte – und Themen, die an denen Frauen Spaß haben. Es geht nicht darum, dass dieser Teil nicht repräsentiert wäre – es ist nur leider sehr ärmlich repräsentiert. Zum Beispiel: Für eine lange Zeit würde der Artikel zu „Hairdresser“ zum Artikel „Barber“ zurückgeleitet (zur Info: „Hairdresser“ heißt Friseur(in) und „Barber“ heißt Herrenfriseur). Erst vor kurzem haben ein AutorInnen-Team und ich geholfen, den Artikel „Hairdresser“ samt seiner Geschichte zu schreiben. Oh – und der Artikel über Mode? Der hat nicht einmal Coco Chanel erwähnt. Wikipedia ist nicht komplett wenn nicht jedermensch dazu Beitragen kann, und das tut nicht jedermensch.

Was kann man also tun, um aus Wikipedia eine stärkere und diversere Landschaft freier Informationen zu machen? Erstens: Helfen Sie uns, diese sensible Situation in Bezug auf die potentielle Zensur durch die US-Regierung zu überwinden. SOPA und PIPA würden es der föderalen Regierung erlauben Nutzer-generierte Inhalte online zu kontrollieren – das bedeutet, dass Webseiten wie Wikipedia und andere, die auf unsere Beiträge angewiesen sind, permanent „dunkel“ sein könnten oder Nutzer-generierte Inhalte werden entfernt werden, sollten sie dem FBI in die Quere kommen. Zweitens: Macht bei der Wikipedia mit! Kommt in die Community: Schreibt oder helft, einen Artikel zu verbessern, der ein Thema betrifft, dass ihr liebt. Schmeißt Editing-Parties mit euren Freunden und werdet euch darüber klar, dass eure Beiträge wirklich einen Unterschied machen. Groß oder klein – sie werden täglich von Millionen von BesucherInnen gelesen. Stellt euch vor, was eure Beiträge in der weltweit freien Enzyklopädie für andere Frauen, die sie lesen, tun könnten.

Und falls euch das alles egal sein sollte, dann tut es für Ada. Tut es für Frauen, die für uns vorgelegt haben – in ihrem Namen. Teilt ihre Geschichten, so dass andere Generationen Qualitäts-Inhalte finden können, kostenlos, online, in denen sie über diese faszinierenden Frauen lernen können. Tut es für die Frauen, die zum ersten Mal ihre Sexualität erkunden, oder vielleicht etwas über die Krankheit ihrer/s PartnerIn lernen wollen. Macht es, um mehr über Kultur zu lernen und darüber, was euch inspiriert.

SOPA und PIPA wurden entwickelt um uns unabhängig vom Geschlecht unserer der Kontrolle über einen Bereich unseres Lebens zu berauben, in dem wir bislang noch Kontrolle hatten: was wir zum Internet beitragen. Wenn wir nicht kontrollieren können, wo unsere Stimmen gehört werden und welche Informationen wir teilen, was heißt das dann für die nachkommenden Generationen? Wikipedia wurde auf dem Prinzip des Teilens freien Wissens mit der ganzen Welt gegründet. Wenn das nicht empowernd ist – was dann?

January 20 2012

WDR beantwortet offenen Brief zu Depublikationspflicht und CC

Im Dezember hatte Blogger Peter Piksa sich per offenem Brief an den WDR gewandt. Ihm (wie vielen anderen) leuchtet nicht ein, warum öffentlich-rechtliche Medieninhalte – wenn sie schon vom jeweligen Sender selbst wieder depubliziert werden müssen – nicht vorher unter CC-Lizenzen gestellt werden. Das würde es den Hörern/Zuschauern gestatten, die Sendungen ihrerseits zu verbreiten und dadurch länger verfügbar zu halten, ohne dass die Depublikationspflicht verletzt werden würde. Inzwischen hat der WDR recht ausführlich geantwortet und man sieht der Antwort an, dass man sich dort mit dem Thema schwertut.

Grundaussage der Antwort ist, dass der WDR nur schwer die für eine CC-Lizenzierung erforderlichen Rechte einholen könne, weil CC-Lizenzen immer auch das Recht zur Bearbeitung mit umfassen würden. Das stimmt so nicht. Zwar können Bearbeitungen tatsächlich das Urheberpersönlichkeitsrecht beeinträchtigen und auch die Persönlichkeitsrechte von gefilmten/aufgezeichneten Personen können dann betroffen sein. Aber gerade dafür gibt es die CC-Lizenzvarianten mit “ND” für “no derivatives”, also die BY-ND und BY-NC-ND. Sie erlauben (nur) genau das, was Peter Piksa einfordert, nämlich die öffentliche Verbreitung durch jede/n.

Man kann sicherlich darüber streiten, ob die ND-Lizenzen noch eine “Freigabe” im eigentlichen Sinne sind, ein Mittel zur Behebung von “Depublikationsschäden” wären sie allemal. Den Hinweis auf die CC-lizenzierten Formate des NDR beantwortet der WDR damit, dass dort bewusst auf eine Freigabe hin in besonderer Weise produziert werde. Das aber heißt nur, dass eine CC-ND-Lizenzierung auf eigenes Material der jeweiligen Rundfunkanstalt beschränkt werden müsste. Damit dürfte noch immer der allergrößte Teil des Contents erfasst sein. Und dass es gar nicht so schwer ist, beim Online-Stellen “unfreies” Material rauszunehmen aus den Beiträgen, beweist Deutschlandradio Kultur mit seiner Sendung Breitband jede Woche.

(Crossposting von creativecommons.de)

January 18 2012

DigitalFilmCamp 2012

Das bereits siebte DigitalFilmCamp wird am 14. und 15. Februar in der HomeBase Lounge Berlin stattfinden. Das DFC ist eine Konferenz für OpenSource- und Creative-Commons-geprägte Filmprojekte und bietet eine Plattform, um sich über die Möglichkeiten von Crowdfunding zu informieren und auszutauschen.

Gestern wurde ein erster Teil des Programms des DigitalFilmCamp bekannt gegeben. Zu den Referenten gehören unter Anderem der Crowdfunding-Experte Konrad Lauten und der chilenische Dokumentarfilmer Felipe Bustos Sierra.
Wer sich möglichst schnell Tickets sicher will, kann hier tun. Die Teilnahme inkl. kleiner Verpflegung kostet 32€ für einen Tag und 60€ für die ganze Konferenz.

 

Wie sich unser Begriff von Privatsphäre verändert hat

Michael Meyer hat für Zeitfragen auf Deutschlandradio Kultur ein Feature über “Die Welt ist nackt – Wie sich unser Begriff von Privatsphäre verändert hat” gemacht.

Die Privatsphäre, der nicht-öffentliche Bereich, in dem ein Mensch unbehelligt von äußeren Einflüssen sein Recht auf freie Entfaltung wahrnimmt, galt vielen einmal als hohes, schützenswertes Gut. Ob Staat oder privat – durchs Schlüsselloch gucken, an der Tür lauschen, das war verpönt. Doch nach und nach hat sich unsere Vorstellung von Privatsphäre verändert. Der technologische Fortschritt, allen voran das Internet, scheint uns direkt und rasend schnell in das Zeitalter der”postprivacy” zu führen. Lassen wir uns zu sehr darauf ein, aus Bequemlichkeit oder Naivität? Können wir unsere Privatsphäre überhaupt noch verteidigen, wenn wir meinen: Das geht keinen etwas an.

Hier ist die MP3.

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