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May 17 2013

Datenvisualisierung zum internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie

Zum heutigen internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie hat die europäische Agentur für Grundrechte (FRA) die Ergebnisse der bisher größten Online-Umfrage in der EU veröffentlicht. Seit 2007 trägt die FRA “dazu bei, dass der Schutz der Grundrechte von in der EU lebenden Menschen gewährleistet wird”.

Zur Online-Umfrage hat die FRA nun eine beeindruckende Datenvisualisierung bereitgestellt und die Ergebnisse interaktiv aufbereitet. Anstatt also eine seitenlange Studie durchzublättern, kann man sich einfach durch die Zahlen in den EU-Mitgliedstaaten klicken:




Eine kurze Übersicht über die Umfrageergebnisse gibt es hier.

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May 13 2013

The Sky is Rising 2: Studie zur Entwicklung der Unterhaltungsindustrie

Eigentlich sind sämtliche Vertreter von Firmen aus der Unterhaltungsindustrie permanent am jammern: Mit Musik lässt sich in Zeiten des Digitalen kein Geld mehr verdienen, Filme und Videospiele werden sowieso nur noch illegal heruntergeladen und nicht mehr gekauft und Bücher lese heutzutage ja eh niemand mehr. Die Unterhaltungsindustrie scheint seit Jahren ihrem Ende geweiht – zumindest wenn man den jeweiligen Branchenvertretern Glauben schenkt.

Nach ihrer Studie The Sky is rising aus dem Jahr 2012, legen Michael Masnick und Michael Ho – beide Redakteure beim amerikanischen Tech-Blog Techdirt – nun die Nachfolgestudie vor: The Sky is Rising 2. Ging es in ihrer ersten Studie noch um die Entwicklung der Unterhaltungsindustrie in den USA und Kanada, werfen sie nun einen genaueren Blick auf Europa. Masnick und Ho schauen sich hierbei die Entwicklung in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland und Spanien jeweils in den Feldern der Musik-, Film-, Videospiele-, und Buchindustrie.

Überraschend ist das Ergebnis ihrer Studie dabei nicht unbedingt. Auch wenn die Ergebnisse in den einzelnen Ländern erwartungsgemäß unterschiedlich ausfallen, ist doch eine durchgehende Entwicklung erkennbar: aufwärts.

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Es ist dabei bemerkenswert festzustellen, wie von Jahr zu Jahr in nahezu jedem Segment die Anzahl an Veröffentlichen steigen würden. An vorderster Front befinde sich hier die Bücherindustrie mit einer Steigerung an Veröffentlichungen von 29% in Deutschland bis hin zu 266% in Russland, jeweils im Vergleich von 2011 und 1995. Doch auch die Videospiele-Branche lege kräftig zu mit einer Steigerung von 138% bei den regelmäßigen Spieler im Jahr 2010 im Vergleich zu 2008. Und auch eine Steigerung des Umsatzes von 65% wie in Großbritannien kann sich sehen lassen.

Auch die Musikindustrie hat laut Masnick und Ho positive Zahlen zu vermelden. Diese seien einerseits in den Umsätzen zu finden – ausgenommen Russland mit einem Minus von 41% – andererseits aber auch in der Anzahl der produzierten Lieder, welche von Jahr zu Jahr weiter wachsen würden. Also Grund hierfür nennen Masnick und Ho die große Anzahl neuer digitaler Vermarktungsstrategien für Musik, seien es Marktplätze wie iTunes oder Streamingangebote wie Spotify.

Und auch in der Filmindustrie sei ein ähnliches Bild erkennbar. Immer mehr Filme werden pro Jahr hergestellt – die Ausnahme in diesem Fall ist Frankreich mit einem Minus von 4% – und auch die Einnahmen würden steigen – trotz weniger produzierter Filme habe Frankreich hier ein Plus von 4,7% vorzuweisen.

Die Studie ist insgesamt sehr viel detailreicher als es in dieser verkürzten Form hätte dargestellt werden können. Da sie gute (und viele) Infografiken aufzuweisen hat ist sie auch zum kurzen überfliegen gut geeignet. Zu finden ist sie auf https://www.documentcloud.org/documents/561023-the-sky-is-rising-2.html. Zusätzlich kann sie hier als pdf heruntergeladen werden.

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March 26 2013

#OpRohingya: Anonymous beleuchtet Lage der Rohingya in Myanmar

CC BY-SA by AK Rockefeller

CC BY-SA by AK Rockefeller

Die Rohingya sind eine muslimische Volksgruppe in Myanmar. Von den etwa drei Millionen Rohingya leben aufgrund von Repressionen und Verfolgungen etwa die Hälfte außerhalb des Landes, in Bangladesch und weiteren Ländern Asiens, aber auch in Europa und Australien. Offiziell gelten die Rohingya nicht als eine der 135 einheimischen Bevölkerungsgruppen und haben damit keinen Anspruch auf die myanmarische Staatsbürgerschaft. Sie werden ausgegrenzt, angefeindet, vertrieben und getötet, und sind laut UNO eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt.

Das lose Kollektiv Anonymous startete am Sonntag eine Operation Rohingya, um auf die Lage der verfolgten Minderheit hinzuweisen.

While politicians occasionally pay lip service to the horrific conditions in Myanmar no action is ever taken. The only people neglecting the situation in Myanmar worse than the U.S. are the press who consistently ignored these atrocities or reported them as ‘ethnic clashes’. We consider the media to be complicit in concealing them from the rest of the world. The Rohingya have been told to expect a third massacre starting the last week in March.

Anonymous rief dazu auf, über die Lage der Rohingya mit dem Hashtag #RohingyaNow zu twittern:

Auf Pastebin wurden einige dieser Tweets dann gesammelt, insgesamt sollen es mehr als 24.000 gewesen sein. Gleichzeitig wurden Webseiten der myanmarischen Regierung mit DDoS-Aktionen angegriffen, viele davon sind noch immer nicht erreichbar.

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“Out of Sight, out of Mind”: Visualisierung der Drohnenangriffe des US-Militärs auf Pakistan

Über Drohnen wird derzeit viel diskutiert: Seien es Fragen der Ethik, der Chancen und Gefahren oder der Privatsphäre. Seit Verteidigungsminister de Maizière letztes Jahr sagte, Drohnen seien ethisch neutral, gibt es immer mal wieder Fragen nach der ethischen Einordnung von Drohnensystemen. Vor allem, seitdem bekannt ist dass die Bundesregierung die Anschaffung bewaffneter Drohnen erwägt: “Unbemannte, bewaffnete Luftfahrzeuge unterscheiden sich in der Wirkung nicht von bemannten. Immer entscheidet ein Mensch, eine Rakete abzuschießen”.

Der Einsatz von Drohnen im Rahmen völkerrechtlich zulässiger internationaler oder nicht-internationaler bewaffneter Konflikte ist völkerrechtlich nicht zu beanstanden. Doch, wie Politikwissenschaftler Niklas Schörnig schreibt:

Anders sieht es vermutlich bei den Einsätzen der USA in Pakistan, dem Jemen oder in Somalia aus. Hier herrscht zumindest unter europäischen Völkerrechtlern weitgehend Einigkeit, dass diese „gezielten Tötungen“ mutmaßlicher Terroristen gegen das Völkerrecht verstoßen.

Das Datenvisualisierungstudio Pitch Interactive aus San Francisco visualisierte nun jeden bekannten Drohnenangriff auf Pakistan seit 2004. Ihr Ziel sei es, Menschen dazu zu bewegen, einen Moment lang über die Problematik von Drohnenangriffen nachzudenken.

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Bei 366 Angriffen starben 3105 Menschen, darunter 535 Zivilisten, 175 Kinder und 2348 “Andere”, darunter angebliche Kämpfer. In der Erklärung von Pitch Interactive (>Info) heißt es:

The justification for using drones to take out enemy targets is appealing because it removes the risk of losing American military, it’s much cheaper than deploying soldiers, it’s politically much easier to maneuver (i.e. flying a drone within Pakistan vs. sending troops) and it keeps the world in the dark about what is actually happening. It takes the conflict out of sight, out of mind. The success rate is extremely low and the cost on civilian lives and the general well-being of the population is very high. This project helps to bring light on the topic of drones. Not to speak for or against, but to inform and to allow you to see for yourself whether you can support drone usage or not.

Drohnen-Kampagne: Keine Kampfdrohnen!

Klar positioniert hat sich ein offenes Bündnis gegen die Etablierung von Drohnentechnologie zur Kriegsführung, Überwachung und Unterdrückung. In einem Appell richten sich fast 100 Friedens- und Bürgerrechtsgruppen an Bundesregierung und Bundestag und fordern dazu auf, weder bewaffnete Drohnen anzuschaffen noch in deren Forschung und Entwicklung weiter zu investieren.

Die Kampagne zielt auf die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren, die durch die Aufrüstung mit Kampfdrohnen und Aufklärungsdrohnen verbunden sind und fordert konkret von Bundesregierung und Bundestag, den Irrweg der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben und sich für ein weltweites Verbot und die völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen. Zudem wird sich das Bündnis um eine stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Gruppen auf internationaler Ebene bemühen.

Auch Einzelpersonen können den Appell unterstützen.

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August 31 2012

Was sonst noch am Ende war: Porno-Pranger, Netzneutralität, Domain-Beschlagnahme und Leistungsschutzrecht

Zweites Gericht urteilt gegen Porno-Pranger

Der Porno-Pranger liegt auf Eis. Am Freitag hat das Amtsgericht Regensburg eine weitere Einstweilige Verfügung gegen die Abmahn-Kanzlei U+C erlassen. Die Bayerische Landesaufsicht für Datenschutz hat die Veröffentlichung vorläufig untersagt.

regensburg-digital – Stefan Aigner

Telekom verteilt Gleitcreme auf der IFA, damit wir nicht merken, wie die Netzneutralität entfernt wird

Dem Deal Telekom/Spotify wurde ein Element untergeschoben, dass die Konsumenten hinsichtlich eines freien innovationskräftigen Internets, wie wir es seit seiner Anfangszeit kennen, betrügt. Der Daten-Bevorzugungs-Aspekt ist eine subtile Methode der Öffentlichkeit den Bruch der Netzneutralität als einen Gewinn zu verkaufen. Dieser Gewinn ist nur scheinbar und von kurzfristiger Natur. Netze ausbauen statt Netzneutralität mit Marketing-Talk zu vernebeln ist die Aufgabe der Stunde für die Telekom.

jensbest.net – Jens Best

Fünf entscheidende Fragen zum Leistungsschutzrecht

Und trotzdem wird ein so kauderhaftes, kringsiges Gesetz eingeführt, obwohl eine so breite, gesellschaftliche Front dagegen opponiert. Obwohl ganz offensichtlich vorher eine öffentliche Diskussion notwendig wäre. Das ist mehr als nur merkwürdig, das ist schon verräterisch. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, Fragen zu stellen. Und zwar solche, die aus meiner Sicht die entscheidenden sind – auf die Tatsache bezogen, dass das Gesetz auf dem besten, bzw. schlechtesten Weg ist, zustande zu kommen.

saschalobo.com – Sascha Lobo

Warum ich mir eine (vermutlich) einmalige Gelegenheit entgehen lasse.

Ich hab mich wirklich gefreut und war ein bisschen stolz, bei Jauch eingeladen zu werden. Wirklich. Das ist mir eine sehr große Ehre. Aber nicht für diesen Preis. Ich diskutiere nicht mit einem Verweigerer eines Mindestmass an sozialem Miteinander. Ich diskutiere nicht mit so einem Verkäufer. Und erst recht nicht mit solch einem Fundamentalisten. Ich diskutiere nicht mit einem Wissenschaftler, der nicht diskutieren will oder kann. Sorry Günther! Aber danke! Und viel Glück!

Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden – Nilz Bokelberg

Government admits defeat, gives back seized Rojadirecta domains

In 2011, the US government grabbed two domains, one .com and one .org, belonging to Spanish sports-TV “linking site” Rojadirecta, claiming that the site was a flagrant enabler of copyright infringement. The government then sought forfeiture of the domains, at which point Rojadirecta’s Spanish parent company fought back. A year and a half after the seizure, the government has capitulated—today it dismissed the case against Rojadirecta and will have to return the domains.

Ars Technica – Nate Anderson

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August 20 2012

Einfach mal die Kommentare schließen?

Ich hab keine Lust mehr. Ich hab keine Lust mehr auf eine Kommentarkultur, wo sich die Hälfte aller Kommentatoren nicht im Ton beherrschen können und ständig einfach irgendwas oder irgend wen bashen – in der Regel mit Beleidigungen und/oder Unterstellungen, die gerne auch mal falsche Tatsachenbehauptungen sind. Ich hab keine Lust mehr auf die vielen Verschwörungstheorien und einfachen Weltbildern, wer jetzt wieso Schuld an irgendwas ist. Die EU, der Staat, die Illuminaten, der Kapitalismus, die USA, XYZ. Die Welt ist in der Regel etwas komplexer.

Ich hab keine Lust mehr, Morgens aufzustehen und Kommentare zu lesen und Abends schlafen zu gehen und vorher nochmal Kommentare zu checken, weil ich einerseits rechtlich verantwortlich dafür bin und andererseits keine Lust auf Gruppendynamische Rituale habe, wo sich einige Verrückte ziemlich schnell gegenseitig in Rage kommentieren.

Es ist nicht mein Job, mir als Community-Manager das alles anzutun, aber ich mache es jetzt seit acht Jahren. Ich habe in der Zeit rund 130.000 Kommentare gelesen und leider waren die meisten Zeitverschwendung. Muss man echt mal sagen. Weil sie mir, dem Artikel und der Diskussion keinen Mehrwert brachten. Weil sie nur negative Stimmung rein brachten. Es macht mir schlechte Stimmung. Jahrelang hab ich mich bemüht, auf (fast) jeden Kommentar einzugehen. Krude Verschwörungstheorien zu relativeren, auf jede Frage eine Antwort zu versuchen, Beleidigungen oder Formulierungen kurz davor zu gängeln, ganz schlimme Kommentare zu löschen und einen transparenten Hinweis darauf zu formulieren. Ich war motiviert und ich war geduldig. Das hat sich geändert: Ich hab da echt keine Lust mehr drauf. Es kostet Zeit. Und es kostet Energie. Die ich lieber in sinnvolle Sachen stecken möchte.

Ich liebe die Kommentarmöglichkeit. Sie erweitert im Optimalfall einen Artikel durch zusätzliche Informationen und Sichtweisen, sie hilft im Optimalfall Debatten anzuregen. Sie hilft uns, Fehler zu korrigieren, sie bietet die Möglichkeit zum niedrigschweilligen Feedback. Aber der Optimalfall tritt immer seltener ein. Lange war ich froh, dass es das Heise-Forum gab, wo der Troll-Zirkus gehütet wurde. Und hier wenig Kommentare auftauchten. Das hat sich aber verändert. Ich bekomme immer mehr Feedback, dass Menschen, deren Kommentare ich schätze, hier nicht mehr kommentieren wollen. Weil sie blöd angemacht werden. Weil alles so negativ ist. Weil dadurch weniger gute Debatten stattfinden als das mal möglich war.

Ich hab auch eher das Gefühl, dass nur ein Bruchteil der Leser für diese schlechte Stimmung verantwortlich ist. Vielleicht handelt es sich auch nur um 10 bis 30 Kommentatoren, die offensichtlich viel Zeit und zu jedem Thema was zu sagen haben. Auch wenn es in der Regel nichts mit dem Thema zu tun hat. Ich hab keinen Bock mehr, wenn ich Beleidigungen und anderes mittlerweile einfach lösche, weitere Kommentare auch zu löschen, die einem Zensur vorwerfen. Informiert Euch mal, was Zensur ist. Macht Euer eigenes Blog auf und kommentiert da alles, was ihr wollt. Seid selbst für Eure Beleidigungen rechtlich verantwortlich. Es ist nicht die Aufgabe, dieses Blogs, Euch hier einen Ort und ein Ventil für Eure schlechte Laune zu bieten. Man kann Kritik auch in ohne Beleidigungen, Unterstellungen und/oder sonst was formulieren. Man kann seine dunkle Seite auch auf anderen Seiten ausleben, die extra dafür gemacht sind und wo das Teil der Kultur ist. Dieser Ort ist woanders.

Am liebsten würde ich einfach die Kommentare schließen. Aber das ist keine Lösung. Ich weiß aber auch keine perfekte Lösung und daher seid Ihr gefragt: Was empfiehlt Ihr uns, wie wir unsere Kommentarkultur wieder in den Griff bekommen? Konkret gibt es zumindest schon einmal diese Möglichkeiten:

  • Wir schließen die Kommentarfunktion (Will aber niemand wirklich)
  • Wir löschen radikal alles, was keinen Mehrwert bietet und schlechte Stimmung verbreitet. (Ausnahmen bestätigen die Regel, es gibt auch intelligente Postings, die zurecht in einer schlechten Stimmung geschrieben sind).
  • Unsere angesprochenen Dauerkommentatoren verstehen diesen Text und versuchen in Zukunft, sich gemäßigter zu äußern.
  • Wir finden ein oder mehrere gute WordPress-Plugins, um unsere Community unsere Kommentare mit pflegen zu lassen – z.B. durch die Möglichkeit, Sachen runter zu bewerten oder gute Kommentare hervorzuheben. Andere Communities hatten dasselbe Problem und es manchmal auf unterschiedliche Art und Weise gelöst. Wer gute Vorschläge hat: Bitte in den Kommentaren verlinken.
  • Eine Lösung fällt mir sicher gerade nur nicht ein.

Update:

Gerade fiel mir noch die Möglichkeit einer Freischaltung ein, weil auch in Kommentaren erwähnt. Also dass Kommentare erst nach Sichtung freigeschaltet werden. Finde ich aber ähnlich schlecht wie Variante 1.

Und natürlich ist wahrscheinlich die Lösung eine Kombination aus mehreren Punkten, also technisch und sozial.

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August 06 2012

So sieht es auf dem Mars aus

Die NASA hat eines der ersten hochauflösenden Bilder von ihrer unbemannten Mars-Mission veröffentlicht. So sieht es auf dem Mars aus:

Quasi blühende Landschaften.

Hochauflösend werden die Bilder wohl noch die Tage. Die Pakete brauchen etwas länger.

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July 31 2012

July 25 2012

Wer kein Facebook-Profil hat, ist psychisch krank und kriegt keinen Job

Hätte der Attentäter von Denver Killerspiele gespielt, gäbe es einen einfachen Schuldigen. Aber scheinbar tat er das nicht und war noch nichtmal bei Facebook. Online-Abstinenz kann jedoch auf Störungen hindeuten. Sagt zumindest Katrin Schulze im Tagesspiegel:

Nicht einmal das Internet hilft den Ermittlern, obwohl da doch mittlerweile beinahe jeder seine Spuren hinterlässt. Nach bisherigen Erkenntnissen war Holmes aber weder bei Facebook noch bei Twitter aktiv. Zwei Konten bei Youtube soll er gelöscht haben, ein paar Einträge unter Pseudonym in Foren gibt es wohl von ihm ebenso wie einen Account bei einer Kontaktbörse.

Mehr nicht.

Für die Öffentlichkeit war der junge Mann so weitgehend unsichtbar, unverdächtig. Er deutete sein Vorhaben nicht wie andere Amokläufer vor ihm online an und sprach nicht über seine irren Gedankengänge. Ein 24 Jahre alter US-Amerikaner, ein ehemaliger Student und Waffennarr offenbar, der nicht vernetzt ist, keine Bilder tauscht und seine Befindlichkeiten nicht mit der Community teilt. Das ist nicht nur ziemlich selten, sondern kommt einigen auch ziemlich verdächtig vor.

Glaubt man Richard E. Bélanger und seinen Kollegen, könnte dieses Verhalten sogar auf eine ernsthafte Krankheit hinweisen. In einer Studie aus dem vergangenen Jahr haben die Psychologen herausgefunden, dass junge Menschen, die sich mit ihren Online-Aktivitäten sehr zurückhalten oder das Netz gar nicht nutzen, ähnlich häufig zu Depressionen und anderen psychischen Leiden neigen wie jene, die das Netz exzessiv nutzen. Bei Jugendlichen, die regelmäßig, maximal zwei Stunden täglich, online gehen, sei dies nicht der Fall.

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January 11 2012

Aus der Reihe: Die schönsten esoterischen Programmiersprachen.

Der Anfang eines "Hello World"-Programms in SPL

Programmierer sind ernste Menschen. Stundenlang sitzen sie vor Bildschirmen, zerbrechen sich den Kopf über abstrakte Algorithmen und tun täglich Dinge, von denen die meisten Menschen nicht einmal eine Ahnung haben, dass es sie gibt. Eines würde man von diesem Menschenschlag am wenigsten erwarten: Einen Hang zur Esoterik.

Ganz so vernünftig scheinen aber nun doch nicht alle Programmierer zu sein. Einige sind offenbar sogar ziemlich verrückt. Anders könnte man sich die Entstehung esoterischer Programmiersprachen, manchmal auch einfach exotische Programmiersprachen genannt, nicht erklären. Sie haben keinerlei praktischen Nutzen. Sie wurden erfunden um eine Idee auszudrücken, einen Rekord aufzustellen, oder auch nur so zum Spaß. Hier ein paar schöne Beispiele:

SPL (Shakespeare Programming Language)

SPL (siehe Bild oben) ist ein ganz besonderes Kleinod unter den Programmiersprachen. Der Programmcode sieht aus wie eines von William Shakespeares Theaterstücken. Variablen werden folgerichtig nach Shakespeares Charakteren benannt, Zahlen über die Aneinanderreihung von Adjektiven ausgedrückt.

So weist die Zeile “Hamlet: You lying stupid fatherless big smelly half-witted coward” der Variablen “Hamlet” den Wert -64 zu, da “coward” als negatives (schlechtes) Wort den Wert -1 hat, der durch die sechs vorgeschalteten Adjektive sechsmal verdoppelt wird.

Hello World in der Programmiersprache "Chef"

Chef

Chef ist eine Programmiersprache, die sich offenbar in erster Linie an Quereinsteiger aus dem Gastrogewerbe oder ambitionierte Hobbyköche richtet: Der Code liest sich wie ein Kochrezept.

Ook!

Ook! ist die erste Programmiersprache, die es sich zum Ziel gesetzt hat, von einem durchschnittlichen Orang-Utan verstanden werden zu können. Der Code besteht im Wesentlichen aus Kombinationen der Schlüsselwörter “Ook!”, “Ook?” und “Ook.”. Ook basiert übrigens auf Brainfuck (siehe unten).

Brainfuck

Dieses Beispielprogramm der 1993 erfundenen esoterischen Programmiersprache Brainfuck gibt “Hello World” auf der Konsole aus:

++++++++++[>+++++++>++++++++++>+++>+<<<<-]>++.
>+.+++++++..+++.>++.<<+++++++++++++++.>.+++.--
----.--------.>+.>.+++.

Brainfuck kennt nur acht verschiedene Befehle,wodurch der Code eher schwierig zu lesen und zu verstehen ist. Trotzdem erfüllt Brainfuck einen gewissen Nutzen, wenn es darum geht, die Funktionsweise von Mikroprozessoren zu verstehen. Brainfuck kann mit einem besonders absurden Rekord aufwarten: Der kleinste BF-Compiler ist 171 Byte lang, der kleinste Interpreter sogar nur 98.

 

Hello World in Piet

Piet

Die Programmiersprache “Piet“, benannt nach dem Maler Piet Mondrian (der Name “Mondrian” war schon an eine nicht-esoterische Sprache vergeben), liest seinen Code aus Gif-Bildern, die den abstrakten Bildern des Malers entfernt ähnlich sehen.

 

 

Perl spricht Latein – und Klingonisch

Auch die Paketdatenbank CPAN der durchaus beliebten Programmiersprache perl bietet einige bemerkenswerte Merkwürdigkeiten:

Schleifen auf Klingonisch

So sind bereits voll funktionsfähige Zusatzpakete für Klingonen und Römer erhältlich, nebst Übersetzungshilfen für Schweinelatein oder finnisches Schweinelatein. Auch die oben erwähnte Shakespeare-Sprach SPL wurde bereits implementiert.

 

 

 

 

 

Zum Weiterlesen

Allen Lesern, die noch tiefer in die Materie einsteigen wollen, seien folgende Seiten empfohlen:

  •  Auf Dangermouse findet sich eine Auflistung verschiedener esoterischer Sprachen und Algorithmen mit Beispielen.
  • Wikipedia-Artikel zu esoterischen Programmiersprachen, auch auf englisch.
  • Eine Webseite, die den Code zu einem Programm, das den Text des Liedes “99 bottles of beer” ausgibt, in sage und schreibe 1440 verschiedenen Programmiersprachen auflistet.

January 10 2012

Can I has thesis? Lolspeak auf den Grund gegangen

Das recht aktuelle Internet-Phänomen der sogenannten Lolspeak (“I can haz cheezeburger?”), das vor allem im Zusammenhang mit der Sichtung von Lolcats vorkommt, ist erstmals einer wissenschaftlichen Analyse unterzogen worden. Jordan Lefler reichte im Dezember eine Master-Thesis an der University of Louisiana ein. Das 122-seitige Werk trägt den bezeichnenden Titel “I can has thesis: A linguistic analysis of lolspeak”.

 While Lolspeak is predominantly an internet fad at the moment, the question of how much it and other pop orthography may influence the future of English is a relevant one to consider.

 

Schon vorher gab es einige Projekte, die das Verständnis der Sprache für Otto Normalnetznutzer ermöglichen sollten, so z.B. “The Definitive Lolcats GlossaryThis is a featured page” oder den “lolcat translator“. Um jüngeren Menschen, die Lolspeak ihrer Muttersprache vorziehen, den Zugang zu klassischen Werken zu erleichtern, gibt es inzwischen Projekte wie die Bibel in Lol-Übersetzung.

Auch Programmierer setzen inzwischen auf den neuen Trend und erschaffen mit LOLCODE eine auf Lolspeak basierende Programmiersprache:

HAI
CAN HAS STDIO?
I HAS A VAR
IM IN YR LOOP
   UP VAR!!1
   VISIBLE VAR
   IZ VAR BIGGER THAN 10? KTHX
IM OUTTA YR LOOP
KTHXBYE

November 21 2011

Urlaub

CC-BY Mr_gumby https://secure.flickr.com/photos/mr_gumby/2668566877/

Bevor das dieses Jahr nichts mehr mit Erholung und Sonne wird: Ich bin bis zum 2.12. im Urlaub und hab nicht vor, von dort zu bloggen. Aber es gibt ja genug andere Menschen mit einem Schreibzugang und hier wird es sicherlich regelmäßig neue Artikel geben. Nur nicht von mir.

October 23 2011

Praktikum bei netzpolitik.org

Ab November oder Dezember bieten wir wieder die Möglichkeit, bei uns ein Praktikum an der Schnittstelle zwischen Netzaktivismus und Online-Journalismus zu machen. Die klassische Laufzeit beträgt zwischen drei bis sechs Monaten, weniger macht in der Regel keinen Sinn. Die Prakikumsvergütung beträgt 300 Euro pro Monat.

Wir erwarten:

Lust am selbstständigen Arbeiten
Sicherer Umgang mit der deutschen Sprache
Gute Englischkenntnisse
Twitter, RSS und Blogs muss man Dir nicht erst erklären
Schön wären bereits erste Erfahrungen mit journalistischer Praxis

Wir bieten

Spiel, Spaß und Spannung,
Gute Einblicke ins netzpolitische Berlin und in den Arbeitsalltag eines größeren redaktionellen Blogs
Flexible Arbeitszeiten
Nette Mit-Menschen im Büro
Technik zum Spielen
Einige Stammtrolle und noch mehr liebenswerte Kommentatoren unter den eigenen Beiträgen
Viele Möglichkeiten, eigene Ideen umzusetzen und zu experimentieren

Zu den Aufgaben gehören:

Recherche & Fact-Checking
Verfassen eigener Beiträge
Verfolgen und Aufbereiten aktueller politischer Debatten
Community-Management

Bewerbungen bitte an markus@ diesedomain. Zeugnisse interessiere mich weniger, dafür mehr die Motivation, warum man gerade bei uns ein Praktikum machen will und welche Erfahrung man bereits gesammelt hat.

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September 11 2011

FSA2011: Statement von Nina Hagen

Habe gestern noch von Nina ein kurzes Statement eingeholt – es folgt Begeisterung über die neue Protestbewegung, etwas über ihre Jugendrojekte, ein Appell für Freie Bildung und eine Wahlempfehlung.

Vielen Dank an Leon für das tolle Aufnahme-Setup und entschuldigt bitte, dass ich ein paar Sekunden für den richtigen Audiopegel brauchte.

Es gibt auch ein Video ihres Auftrittes (Danke Florian).

August 26 2011

Berlin Folgen über Linus und die Amsel-Cam

Die Taz.de – Foto-Video-Serie “Berlin Folgen” hat Linus mit seiner vergangenen Amsel-Cam portraitiert:

Linus Neumann: Der digitale Bürgerrechtler from berlinfolgen on Vimeo.

Linus Neumann wird 1983 im Ruhrgebiet geboren. Nach Auslandaufenthalten, Abitur und Zivildienst studiert er in Berlin Psychologie mit den Nebenfächern Politologie und forensische Psychiatrie. Er vertreibt nebenher im Eigenverlag mit dem Gestalter Roland Brückner die Kinderbuchserie “Mumpelmonster”, arbeitet als freiberuflicher Webdesigner und unterstützt zwei Lehrstühle der Humboldt-Universität, wo er sich komplexer Datenanalyse widmet. Mitte 2010 beginnt er für das Blog Netzpolitik.org zu schreiben und tritt im April 2011 dem Verein Digitale Gesellschaft bei, der sich für digitale Bürgerrechte engagiert. Im Frühjahr des gleichen Jahres entdeckt Linus auf seinem Fensterbrett ein Amselnest.

Die Folgen über Gero, den Obdachlosen, Hans-Joachim, den Gefängnisgärtner und Aydin, den Radaktivisten sind übrigens auch sehr gelungen.

August 24 2011

In gemeinsamer Sache…

In Andenken an Loriot. Wer hätte das geahnt?

Loriot contra GEZ.

August 01 2011

Wir trauern um Joerg-Olaf Schaefers

Unser Mit-Blogger Joerg-Olaf Schafers ist leider viel zu früh verstorben.

Joerg-Olaf kannte ich seit bald zehn Jahren, fast ausschließlich über das Netz. Als die frühe Debatte um Netzsperren im Regierungsbezirk Düsseldorf Anfang des letzten Jahrzehnts entbrannte, engagierte er sich mit Alvar Freude und einigen anderen bei Odem.org. Damals gab es nicht soviele Netzaktivisten wie heute und wir kamen schnell in einen regelmäßigen Kontakt. Als wir netzpolitik.org starteten freute ich mich, dass er auch an die Idee dahinter glaubte, mit einem Blog mehr Öffentlichkeit für Netzpolitik zu schaffen und einen kritischen Diskurs mit der Politik zu suchen und nahm ihn gerne als Mit-Blogger auf. Ich vertraute ihm, obwohl wir uns noch nie gesehen hatten.

Wir haben uns in den zehn Jahren nur einmal kurz gesehen. Er kam selten aus Paderborn heraus, wo er an der Universität Medienwissenschaften studierte und parallel in der IT-Administration arbeitete. Zur re:publica 2008 konnte ich ihn dann kurzfristig überzeugen, nach Berlin zu kommen. Obwohl wir uns nie zuvor gesehen hatten, erkannten wir uns sofort. Leider hatte ich damals wenig Zeit, mit ihm ausführlich zu sprechen. Das haben wir über die ganze Zeit fast täglich im Chat, auf Mailinglisten, hier in den Kommentaren und ab und an am Telefon gemacht. Für den kommenden Oktober hatten wir ein Wiedersehen eingeplant, wenn ich das erste Mal in Paderborn sein werde.

Joerg-Olaf war eine streitbare Person, was nicht allen immer gefiel. Ich schätzte an ihm seine Motivation, sich tief in Themen einzuarbeiten und dran zu bleiben, sei es in die Zensursula-Debatte, der Diskussion um einen zeitgemäßen Jugendschutz oder unlängst die Begleitung der Debatte um Online-Glücksspiele und die drohende Einführung von Netzsperren darüber. Und er vertrat seine Meinung mit einem ungeheuren Fachwissen. Es gibt nur sehr wenig Menschen, die sich über einen so langen Zeitraum engagiert für eine bessere Netzpolitik in Deutschland eingesetzt haben, dabei blieb er stets hochmotiviert, engagiert und voller Tatendrang.

Was von Joerg-Olaf bleibt sind seine fast 400 Artikel hier im Blog, und bis auf weiteres seineWebseite und seine Accounts bei Twitter, Facebook und sicherlich vielen anderen Stellen im Netz.

Joerg-Olaf wird mir und uns sehr fehlen.

Danke für alles!

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July 14 2011

5 vor 5: GlüStV, Kommunalwatch, Vorratsdaten, #eidg, Springer

Manche Links sind einfach zu Schade, um sie nicht wenigstens weiterzureichen:

Glücksspielstaatsvertrag

# Neuregelung des Glückspiels: 15 Bundesländer setzen auf’s falsche Pferd (Legal Tribune)

Anmerkung: Autor Dr. Wulf Hambach vertritt mit seiner Kanzlei zahlreiche Klienten aus der Glücksspielbranche. (via Telemedicus)

 Abgeordnetenwatch

# Wie sich Kommunalpolitiker gegen Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de wehren (Abgeordnetenwatch)
# Mit einer einstweiligen Verfügung gegen Transparenz und öffentlichen Bürgerdialog (Abgeordnetenwatch)

Seit Mitte Juni gibt es Abgeordnetenwatch auch auf kommunale Ebene. Zunächst nur in 14 Städten, aber immer. Die Reaktionen sind durchaus geteilt. Zahlreiche Kommunalpolitiker freuen sich auf den öffentlich Dialog, andere offenbar weniger. Inzwischen fordert der erste die Löschung seiner Profilseite und droht mit einer einstweiligen Verfügung

Vorratsdatenspeicherung

# Ermittlungshelfer Vorratsdatenspeicherung (Deutschlandfunk)

Knapp 20-minütiger Werbeclip für die Vorratsdatenspeicherung, inkl. der Speicherung Verbindungsdaten von Mobiltelefonen auch über längere Zeiträume. Erneut prominent vertreten: SPD-Innenminister Ralf Jäger (NRW). (via Tharben)

Internet-Enquete

# “In der Demokratie geht es immer um das Machbare!” (Politik-Digital.de)

Charlie Rutz von Politik-Digital spricht mit Dr. Konstantin von Notz (Grüne) über seine Arbeit in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft.

Rundfunk vs. Internet

# Warum Bild.de kein Piratensender ist (Christoph Keese)
# Springers Außenminister streitet mit Hündgen (meedia)

“Meedia” titelt “Piratensender Bild.de: Keese vs. Videopunk”. Es geht es um die Frage, ob Springer Rundfunkanbieter im Sinne des 13. Rundfunkstaatsvertrags ist. Immerhin, schreibt Markus Hündgens für das ZDF-Blog Hyperland, übertrage Bild.de inzwischen “ganze Fußballspiele der spanischen Primera Division und ist bei den Hochzeiten europäischer Adelshäuser live dabei”. Springers “Aussenminister” Christoph Keese sieht das anders und zeigt bei der Gelegenheit auch gleich, was er vom Urheberrecht hält.

Spannend ist die Debatte nicht nur wg. der Keilerei zwischen den Verlagen und den Öffentlich-Rechtlichen um’s Internet, sondern auch, weil sie den ein oder anderen Hobbysender “rundfunkähnlicher Online-Angebote” betrifft.

Disclosure: Ich schreibe selber – wenn auch viel zu selten – für Hyperland und werde vsl. übermorgen bei der alljährlichen Blinkenlichten-Betriebsfeier ein Glas Milch mit Markus Hündgens trinken. Vielleicht auch zwei.

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June 15 2011

Amselcam: Die Küken schlüpfen

Unser auf meiner heimischen Fensterbank ansässiges Online-Büromaskottchen bekommt gerade Nachwuchs, und hier kann man den kleinen Amselküken per Webcam beim Schlüpfen zusehen. Videos gibt es im YouTube-Kanal.

Das erste Küken ist heute Nacht geschlüpft, 4 weitere werden innerhalb der nächsten 2 Tage folgen. Zu meiner Überraschung brütet die Mutter-Amsel einfach weiter. Deshalb also hier ein Beweisfoto und hier die Auto-Refresh-Seite zum Beobachten.

…und hier ein Video vom 1. Füttern. Das gibt es auch aus der anderen Kameraperspektive.

Namensvorschläge übrigens gerne in die Kommentare.

Kann man auch flattrn.


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May 26 2011

28. Mai: Tag des Zorns in Äthiopien

Für kommenden Samstag, den 28. Mai hat eine Gruppe von Regierungskritikern zum “Tag des Zorns” aufgerufen. Die Gründe ähneln denen der ägyptischen Aufständischen: Arbeitslosigkeit, Hohe Lebenserhaltungskosten, das Verlangen nach Demokratie und Menschenrechten.

Auch bei der Durchführung scheint man sich an den Revolutionen in anderen Ländern zu orientieren: Mobilisiert wird primär über Facebook. Dort haben bisher 3.000 Leute zugesagt. Diese Zahl erscheint zwar sehr gering, aber Äthiopien hat nur eine sehr schlechte Internetversorgung (ca. 445.000 Anschlüsse für 88 Millionen Bewohner). Die Leute wohnen auf dem Land auch über viele kleine Regionen verteilt – in denen auch gerne mal unterschiedliche Einstellungen zur momentanen Regierung vorherrschen.

Es ist also schwer abzusehen, wie jetzt die Mund-Propaganda funktioniert – und es wird ein paar Mutige brauchen, die ins Ungewisse stürmen, und hoffen, dass viele mitprotestieren.

Wenn in Afrika Revolution ist, sind in letzter Zeit Ausfälle des Netzes nicht weit. Unser Kontakt in Äthiopien schrieb uns heutee Mittag:

hi, hier ist alles etwas chaotisch. alle http-dienste sind ausgeschaltet, aber skype funktioniert gut. in der stadt ist überall federal police.

Im Netz kursiert eine Meldung, dass es einen Anschlag auf Glasfaserkabel gegeben hätte, das in Äthiopien der Regierung, dem Militär und ausgewählten Günstlingen der Regierung vorbehalten sei.

Am Dienstag gab es schon Proteste von Exil-Eritreanern in der äthiopischen Hauptstadt Addis Ababa – diese richteten sich anlässlich des 20. Jahrestags der Unabhängigkeit (von Äthiopien) aber gegen den Eriteanischen Präsidenten Isaias Afewerki.

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