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Mailpile: Crowdfunding Kampagne für sicheren Webmail-Client gestartet

mailpile-logoSeit den Veröffentlichungen rund um die Spionagetätigkeiten der NSA, des GCHQ und auch des BND ist das Thema der sicheren Kommunikation im Internet populär wie kaum zuvor. Das meist genutzte Kommunikationsmittel, privat wie auch beruflich, ist dabei die E-Mail. Viele Menschen greifen dabei auf einen der großen Mailanbieter, wie Google, Microsoft oder GMX, zurück. Das Problem daran ist, dass die verschickten und empfangenen Nachrichten auf den Servern jener Konzerne liegen, teilweise gar in den USA, was den Zugriff amerikanischer Behörden auf die eigene Kommunikation erleichtert. Um wieder die Kontrolle über seine eigenen Mails zu erlangen, wurde nun das Projekt Mailpile gestartet. Ziel ist es, einen freien und offenen Webmail-Client zu entwickeln, der auf dem eigenen Computer oder Server läuft und mit dem ohne Zusätze per OpenPGP verschlüsselt kommuniziert werden kann.
 

Mailpile_0_1_Interface_Compose

Erster Entwurf des Interfaces von Mailpile



Vorangetrieben wird das Projekt von Bjarni Einarsson, Gewinner des Nordic Free Software 2010, Smári McCarthy, Direktor des International Modern Media Institute und Mitglied der isländischen Piratenpartei, sowie Brennan Novak. Damit Mailpile ein Erfolg wird und möglichst schnell fertig gestellt werden kann, benötigen die Entwickler allerdings finanzielle Unterstützung. Aus diesem Grund wurde nun eine Crowdfunding Kampagne auf Indiegogo gestartet. Ziel ist es bis zum 10. September 100.000 Euro einzunehmen, um bis zum Januar 2014 eine erste funktionsfähige Alpha-Version veröffentlichen zu können. Diese soll sowohl auf einem Server sowie auf dem eigenen Rechner laufen können und ein intuitives Interface bieten. Großes Augenmerk wird darüber hinaus in die Suchfunktion und die integrierten Verschlüsselungsmöglichkeiten von Mailpile gelegt. So sollen beispielsweise nicht nur die Mails an sich, sondern auch die Suchanfragen und die Einstellungen verschlüsselt werden können.

Sollten mehr als 100.000 Euro eingenommen werden, soll nach Aussagen der Entwickler auch eine Mehrbenutzerversion für Familien, Freunde oder kleine Unternehmen entwickelt werden. Auch eine eingebaute Unterstützung von XMPP (Jabber) soll folgen. Die Veröffentlichung einer ersten stabilen Version ist nach jetzigem Stand für den Sommer 2014 geplant. Ausführliche Informationen zu Mailpile findet ihr auf der Homepage des Projekts sowie direkt auf der Kampagnenseite bei Indiegogo. Wer sich den Quellcode ein wenig genauer ansehen möchte, findet diesen auf github.

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