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Private Dienstleister: Staatstrojaner-Hersteller DigiTask ist “Hoflieferant des Innenministeriums”

Deutsche Behörden haben seit 2005 fast einhundert mal bei DigiTask eingekauft. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linkspartei hervor. Auch über den Trojaner hinaus ist der Staat damit Stammkunde der hessischen Firma – noch immer.

Die Privatisierung von Staatsaufgaben macht auch vor der Überwachung nicht halt. Jetzt hat die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linkspartei zum Thema “Auftragsvergabe an private Dienstleister im Bereich des Bundesministeriums des Innern” geantwortet. Daraus geht hervor, dass allein das Bundesamt für Verfassungsschutz in den letzten zehn Jahren Aufträge im Wert von 50 Millionen Euro an private Firmen gegeben hat.

Aber auch andere Bundesbehörden outsourcen gerne – unter anderem an DigiTask, den Hersteller des vom CCC enttarnten Staatstrojaners. In einer Tabelle mit Aufträgen taucht die Firma aus dem hessischen Haiger fast einhundert Mal auf. Daran hat auch das Trojaner-Debakel nichts geändert.

Philipp Alvares de Souza Soares auf Zeit Online:

Auf Anfrage der ZEIT bestätigte das Innenministerium indes, mit DigiTask noch immer im Geschäft zu sein. Die Daten aus der Antwort an die Linkspartei bezogen sich lediglich auf die Zeit bis 2011.

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