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Piraten wollen ein bisschen mehr Mitspracherecht

Sebastian Nerz, Bundesvorsitzender der Piratenpartei, hat heute.de ein Interview gegeben, was gestern veröffentlicht wurde. Darin verkündet er, dass er sich Rot-Grün-Orange nach der Bundestagswahl 2013 vorstellen kann, was bisher nicht wirklich in der Piratenpartei diskutiert wurde.

heute.de: Würden Sie Rot-Grün-Orange machen?
Nerz: Wenn sich das anbietet und wenn wir die Möglichkeit haben, unsere Themen und unseren Politikstil durchzusetzen – dann ja, natürlich!

Daraufhin übten diverse neue Berliner Abgeordnete scharfe Kritik an Nerz. heute.de berichtet in einem Nachfolge-Artikel:

“Ein bisschen mehr Bescheidenheit wäre angebracht denn mit Bescheidenheit haben wir in Berlin viele überzeugt”, sagt Lauer im Hinblick auf Nerz. Doch Lauer ist nicht der einzige Berliner Nerz-Kritiker: Martin Delius, parlamentarischer Geschäftsführer der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus sagt: “Das Problem ist tatsächlich die mangelnde Bescheidenheit, das mangelnde Understatement.” Die guten Umfragewerte der Partei im Bund seien ein Grund sich zu freuen, dann aber auch wieder an die Arbeit zu gehen. “Die Piratenpartei hat es in der jetzigen Phase nicht nötig, sich irgendeiner Koalition anzubiedern”, sagt Delius. Zudem sei Nerz’ Aussage nicht durch einen Beschluss der Partei gedeckt. “Ich bin es nicht gewohnt, dass ein öffentlich bekannter und sicher wichtiger Kopf der Partei eine Richtungsdiskussion von oben herab führt”, so Delius weiter.

Etwas deutlicher wurde auf Twitter der Abgeordnete Alexander Morlang als Replik auf einen Tweet von mir:

(Beleidigender Ausdruck) hat versucht, als BuVo inhaltlich was zu sagen. So was failed. der soll nur verwalten.

Ich bin ja über eine andere Stellen im Interview gestolpert:

Wir glauben, dass wir einen neuen Ansatz in der Politik haben: Ein bisschen mehr Mitspracherecht, mehr Transparenz und Offenheit gegenüber den Bürgern.

Das klang auch schon mal radikaler und “ein bißchen mehr…” könnte so auch von den Linken, den Grünen und Teilen der SPD stammen.

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Schweinderl