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Warum Anonymität gefährlicher ist als eine Schusswaffe

erklärt Bundesinnenminister HP Friedrich auf Abgeordnetenwatch:

Nach Straftaten mit legalen Schusswaffen von Sportschützinnen und Sportschützen müssen die Ursachen und begünstigenden Umstände für eine solche Tat untersucht werden. Pauschale Forderungen nach einem Verbot oder der Einschränkung des Schießsports sind da nicht zielführend.

Klar, nur wegen der paar schwarzen Schafe, die Menschen ermorden, sollte man sich doch nicht etwas so schönes wie den Schießsport vermiesen, denn:

In unserer heutigen, immer individuelleren Gesellschaft, leisten unter anderem auch die Schützenvereine einen vorbildlichen Beitrag für unser Gemeinwohl. Neben der Pflege von Tradition und Brauchtum wird mit der generationenübergreifenden Zusammenarbeit bei jungen Menschen das Gefühl der Zugehörigkeit zum und die Verantwortung für unser Gemeinwohl gestärkt.

Bei der Anonymität (korrekt wäre: Pseudonymität) im Internet ist das aber bekanntlich eine ganz andere Sache. Meinungsfreiheit mag zwar im Gegensatz zum Schusswaffenbesitz ein Grundrecht sein, aber weil sie in Verbindung mit Anonymität keinen so vorbildlichen Beitrag für unser Gemeinwohl leistet, wie eine Schusswaffe, kann man hier ja klare Kante zeigen. Hier ist offensichtlich die Forderung nach einem Verbot oder einer Einschränkung der Pseudonymität zielführend.

So so.

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Schweinderl